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Konferenz Soziale Bewegungen in Afrika / Ovaherero & Nama Petition for Reparations from Germany
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Konferenz: Zwischen Zagen und Zorn - Ziviler Protest und soziale Bewegungen in Afrika, 14.03.2015, Haus der Demokratie und Menschenrechte
Ein Vierteljahrhundert nach ihrer nahezu vollständigen Globalisierung sind (neo)liberale Demokratie und Wirtschaft in eine tiefgreifende Krise geraten. Der Widerstand gegen die Zumutungen des globalisierten Kapitalismus wächst überall auf der Welt. Der sogenannte »Arabische Frühling« ist eines der jüngsten Beispiele des aufkeimenden Massenprotests. Auch wenn er sich mit dieser eruptiven Kraft nicht über den gesamten Kontinent ausgebreitet hat, so ist doch vielerorts ein Aufleben sozialer Kämpfe offensichtlich, das sich aus dem Gefühl politischer Verohnmächtigung speist.

Auf der Konferenz soll diskutiert werden, wie sozialer Protest in Ländern Afrikas und Europas organisiert und Akteur_innen mobilisiert werden können. Welches Veränderungspotenzial haben soziale und zivilgesellschaftliche Bewegungen, aber auch politische Parteien? Kann es ihnen gelingen, die gesellschaftliche Entwicklungslogik auf andere, zukunftsfähige Prinzipien umzustellen?

Zur Konferenzeröffnung zeigen wir am Freitag, 13.03.2015 um 20 Uhr im Hackesche Höfe Kino den Film "Boy Saloum - Die Revolte der Y'en a marre" in einer Deutschlandpremiere (mehr dazu siehe unten).

weitere Informationen und Ablauf

Zur besseren Planung des Caterings während der Konferenz bitten wir um eine Anmeldung per Email.
Reparationen für Herero und Nama: Online-Petition unterzeichnen!
When the Herero (Ovaherero) people of Namibia revolted against the confiscation of their land and cattle by German colonists, more than 80,000 men, women and children were killed. On October 2, 1904 Lieutenant-General Lothar von Trotha publicly issued a written extermination order, Vernichtungsbefehl, of the Herero people in Namibia on behalf of Germany Kaiser Wilhelm II. The United Nations and historians consider this to be the first genocide of the 20th century, and it is estimated that eighty percent of the Herero were killed. The Herero people suffered incalculable losses from mutilation, rape, slaughter, and banishment from their land. Survivors were confined to concentration camps where they performed forced labor.
We urge the government of Germany to offer reparations to the Herero and Nama tribes of Namibia for the genocide committed against their people from 1904-1908!
Please sign the petition to show your support for Paramount Chief Advocate Vekuii Rukuro and the Ovaherero and Nama people in their just quest for reparations from Germany.
Zur Petition
AfricAvenir Programm im März und April
Premiere: The Art of Ama Ata Aidoo, 11.3.2015, 20h, HHK
Das Portrait einer der führenden panafrikanischen und feministischen Schriftstellerinnen, Dichterinnen und Dramaturginnen. Der Film stellt Ama Ata Aidoos kreative Reise in einem Leben dar, das sieben Jahrzehnte umspannt – vom kolonialen Ghana, durch die turbulenten Zeiten der Unabhängigkeit bis hin zu einem heute eher nüchternen Afrika, in dem es vielerorts weiterhin nicht selbstverständlich ist, das kreative Talent von Frauen zu fördern. In Kooperation mit Adefra, Moderation: Peggy Piesche. weiter & Trailer
Premiere: Boy Saloum - Die Revolte der Y'en a marre, 13.3.2015, 20h, HHK
2011 gründeten senegalesische Musiker und Journalisten die Bewegung „Y‘en A Marre - Wir haben die Schnauze voll“. Sie wurde eine der tragenden Stützen der Protestwelle gegen eine weitere Kandidatur des Präsidenten Wade. „Y‘en A Marre“ kritisiert prekäre Lebensverhältnisse und fordert politische und soziale Rechte. Boy Saloum porträtiert ihren Kampf als „New Type of Senegalese Social Movement“. weiter & Trailer
Premiere: "Waterberg to Waterberg", 25.3.2015, 20h, HHK
Namibia 1904. Nach seiner Niederlage gegen die deutschen Kolonialtruppen und dem Vernichtungsbefehl gegen sein Volk, wird Samuel Maharero – eben noch einer der einflussreichsten Persönlichkeiten Namibias – zum Gejagten. Unbarmherzig verfolgt von der Kolonialarmee entkommt Maharero über die Kalahari Wüste nach Botswana und von da nach Südafrika. Der Film begibt sich auf die Spuren dieses antikolonialen Widerstandskämpfers. weiter
Berlin Premiere: "100% DAKAR – more than art", 5.4.2015, 20h, HHK und 6.4.2015, Centre Francais
Dieses Portrait über die urbane Kunst- und Kulturszene in der Hauptstadt Senegals begleitet uns durch eine Stadt, die sich durch eine enorme kreative Energie auszeichnet und stellt die Leidenschaft und Stärke junger Kunst- und Kulturschaffender als „cultural warriors“ ihrer Generation in den Fokus. weiter und Trailer
Dialogue Forum with Prof. Birgit Brock-Utne: "Education for all in Africa - But in Whose Languages", 23.4.2015, 19h, Humboldt Universität
There seems to be general agreement that children learn better when they understand what the teacher is saying. In some parts of the African continent this is not the case. Instruction is given, often from the first grade, in a foreign language. weiter
Hinweise & Empfehlungen
Großdemonstration My Right Is Your Right! zum Globalen Tag gegen Rassismus, 21.3.2015
Seit mehr als zwei Jahren kämp-
fen Geflüchtete und Unterstüt-zer*innen in Berlin sichtbar gegen den institutionellen Rassismus in Deutschland und Europa, dem so viele Menschen permanent in ih-
rem Alltag ausgesetzt sind. Akute und konkrete Forderungen der Geflüchteten sind die vollständige Abschaffung der Residenzpflicht, ein Stopp der Unterbringung in Lagern und aller Abschiebungen sowie Bleiberecht, Bildung, Arbeitsmöglichkeiten und frei gewähltes Wohnen für alle. weiter
CINEBRASIL, 13.-18. März 2015, Babylon
Das Filmfestival lädt zu einer Reise in die unterschiedlichsten Regionen und Lebensweisen Brasiliens ein, dieses Jahr mit einem Schwerpunkt auf der Geschichte und Situation der afro-brasilianischen Bevölkerung. Wie jedes Jahr werden Filme abseits des brasilianischen Mainstreams gezeigt. weiter
Veranstaltungsreihe "Widerstandsbewegung von Geflüchteten Frauen* in Berlin und Deutschland": Women in Exile, 19.März 2015, S.U.S.I.
Elisabeth Ngari und Damarice Okore von „Women in Exile“ analysieren aus ihrer Erfahrung die Situation von Flüchtlingsfrauen* in den letzten 20 Jahren und sprechen aus einer postkolonialen Perspektive über über die genderspezifischen Herausforderungen und die gegenwärtige Situation von Migrant*innen und Geflüchteten in Berlin, Brandenburg und deutschlandweit. weiter
ALFILM – Arabisches Filmfestival Berlin, 8.-15. April 2015
Alfilm ist deutschlandweit das größte Festival, das der vielfältigen Filmszene der arabischen Welt eine Plattform bietet. Der Schwerpunkt des Festivals liegt auf dem inhaltlich und künstlerisch anspruchsvollen arabischen Film.
Weitere Informationen und Programm ab Mitte März hier.
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