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Sankara zum 65. Geburtstag / Humboldt-Forum: Gebeine & Kriegsbeute / Vorschau: Januar 2015
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Thomas Sankara zum 65. Geburtstag: "Deine Ideen leben weiter!"
Am gestrigen 21. Dezember 2014 wäre Präsident Thomas Sankara 65 geworden. Aus diesem Anlass hatte der Balai Citoyen zu einer Versammlung auf dem Friedhof in Dagnoen aufgerufen, wo seine sterblichen Überreste vermutet werden (eine Untersuchung, ob er dort wirklich liegt, wird seit Jahren gefordert und steht bald an, wenn man der Übergangsregierung glauben darf). Maître Sankara, der Anwalt der Familie Sankara, und
Sams'K le Jah und Smockey legten als symbolische Geste Besen auf Thomas Sankaras (vermutetem) Grab nieder, ebenso wie auf den Gräbern seiner 12 ebenfalls am 15. Oktober 1987 ermordeten Gefährten. Die neuerliche Volkserhebung in Burkina Faso und die Allgegenwärtigkeit Sankaras nach 27 Jahren zeigt, dass er recht hatte als er sagte: "On peut tuer un homme, mais on ne peut pas tuer les idées!" Brandaktuelle Informationen zur burkinischen Revolution und zur weiteren Aufklärung des Mordes an Sankara auf der Facebookseite "Thomas Sankara lebt - Thomas Sankara is alive".
Deutschland muss menschliche Gebeine und Kriegsbeute aus Kamerun, Togo, Tansania und Ruanda zurückgeben

Nach der Weigerung des Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, im Rahmen einer Podiumsdiskussion oder eines Radiointerviews mit afrikanischen und Schwarzen Expertinnen und Experten über das Humboldt-Forum zu diskutieren, hat das Kampagnen-Bündnis „No Humboldt 21!“ auf einer Pressekonferenz konkrete Indizien für Schädel und Skelette sowie für Kriegsbeute aus allen ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika in den Depots der Staatlichen Museen zu Berlin vorgelegt (s. Dossier Kriegsbeute & Anthropologica der SPK, PDF).

Unter Berufung auf den ICOM-Code of Ethics und die aktuelle UN-Deklaration über die Rechte der Indigenen Völker erklärt das Bündnis „No Humboldt 21!“: „Durch die kostspielige, zentrale Ausstellung fremder Kulturschätze will sich Deutschland laut Kulturstaatsministerin Grütters als ‚eine der bedeutendsten Kulturnationen der Welt‘ präsentieren. Wir lehnen diese schamlose Selbsterhebung mit Hilfe von Objekten, die in der Kolonialzeit angeeignet wurden, im Palast der preußischen Kolonialherrscher ab. Stattdessen muss Deutschland endlich die Provenienzforschung fördern und unverzüglich die Rückgabe von offensichtlich geraubten Kulturobjekten und menschlichen Überresten an die Herkunftsgesellschaften anbieten.“

Anhang: Dossier "Kriegsbeute & Anthropoligica der SPK"

Weitere Infos: www.no-humboldt21.de ; fb: https://www.facebook.com/nohumboldt21

Vorschau auf 2015
German Premiere: "Finding Fela", 14.1.2015, 20h00, Hackesche Höfe
We start our film series 2015 with a bang! Alex Gibney’s latest incisive and illuminating feature film "Finding Fela" is a sweeping portrait of the artist as guerilla warrior. Set to the insistent groove of Nigerian superstar Fela Kuti’s revolutionary Afrobeat sound, the remarkable story of one man’s courageous stand against a corrupt and dictatorial government gives testament to the transformative power of music as a force for social and political change. read more & Trailer
Oury Jalloh – Oranienplatz – Ohlauer Str., 17.1.2015, English Theater
AfricAvenir presents: A day of art and action will be dedicated to Oury Jalloh, commemorating the ten-year anniversary of his death in police custody! The event will feature a specially commissioned foyer exhibition, a staged reading of the play The Most Unsatisfied Town, a panel discussion and a town hall meeting where the public will be welcomed to share their experiences, reflections, and critiques of asylum policy in Europe. read more
Deutschlandpremiere: "Ken Bugul - Keiner will sie", 21.1.2015, HHK
Das außergewöhnliche und bewegende Portrait der Mariètou Mbaye Biléoma alias „Ken Bugul“ (die Unerwünschte), eine der herausragenden Schriftstellerinnen der letzten Jahrzehnte. Seit mehr als 30 Jahren komponiert Ken Bugul mit ihren Romanen ein Bild ihres Lebens als Frau. Dabei verbinden sich ihre Geschichten immer mit den sozialen und politischen Beziehungen zwischen ihrem Kontinent und dem Westen, die sie messerscharf analysiert. In Anwesenheit von Ken Bugul & Silvia Voser! weiter
Lesung: Ken Bugul & Sheri Hagen, 22.1.2015, 18h30, HU-Grimm-Saal
Ken Bugul und die Schauspielerin Sheri Hagen werden ausgewählte Textpassagen aus verschiedenen Romanen Ken Buguls auf Deutsch und Französisch lesen. Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch mit Ken Bugul auf Englisch statt. Moderation: Ibou Diop und Susanne Gehrmann. In Kooperation mit dem Seminar für Afrikawissenschaften der HU Berlin. Ort: Auditorium im Grimm-Zentrum der HU-Berlin, Geschwister-Scholl-Straße 3, 10117 Berlin. weiter
 
German Premiere: “Le Bonheur d'Elza” (OengU), 28.1.2015, 20h, HHK
This riveting, multi-award winning feature, filmed in Paris and the French West Indies, explores the emotional journey of a young Parisian woman who returns to her native island of Guadeloupe in search of the father she has never known. Winner Paul Robeson Award, Best Picture of the Diaspora, FESPACO & The New York Times Pick! With director Mariette Monpierre in attendance. read more & Trailer
German Premiere: "The Man from Oran" (OengU), 18.2.2015, 20h, HHK
During the first euphoric years following the independence of Algeria, two close friends, Djaffar and Hamid, face a promising future. Over the decades, however, secrets and betrayal drive them apart. Six years after helming Masquerade, Lyès Salem presents a haunting political drama laced with the agony and angst of men and women who lived through the Algerian Revolution. read more & Trailer
Hinweise
Interview mit Kwesi Aikins zum Humboldt-Forum, D-Radio Kultur
"Verhinderter Dialog: Der Streit ums Humboldt-Forum wird nicht ausgetragen" - Joshua Kwesi Aikins vom Bündnis No Humboldt 21 im Interview auf Deutschlandradio Kultur zum Humboldt Forum und zur skandalösen Dialogverweigerung seitens der Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Sendung hören
Münchner Nachtleben: Ein starkes Signal gegen Alltagsrassismus
Eine weitere Diskothek muss Schmerzensgeld bezahlen und wurde außerdem verurteilt, es zu unterlassen, dem Kläger aufgrund seiner „Rasse“ oder ethnischen Herkunft den Einlass in die Diskothek zu verweigern. Bei Zuwiderhandlung wurde ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro angedroht. weiter lesen
Kooperation: Lesung von Charl-Pierre Naudé, 5.1.2015, 14h00
Lesung mit dem südafrikanischen Dichter in Afrikaans und Englisch mit deutscher Übersetzung; Gespräch in englischer Sprache. Am Seminar für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt Universität Berlin, Invalidenstraße 118. weiter
Kooperation: Crossing Boundaries of Doubt, bis 11.1.2015, Stuttgart
Der Württembergischen Kunstverein Stuttgart präsentiert das Projekt Crossing-boundaries-of-doubt.net, eine Online-Plattform und poetisch-kritische Sammlung. In ihren komplexen Welten, die von kolonialer Geschichte, Phantasmen des Konsums und der Zerbrechlichkeit sozialer Strukturen geprägt sind, untersuchen die KünstlerInnen ihr gegenseitiges Verhältnis und ihre Vorstellungen voneinander. weiter
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Mukoma Wa Ngugi: Nairobi Heat
Bestseller Roman, Deutsch, Bester Krimi der Saison 2014; KrimiZEIT-Bestenliste April, Mai und Juni 2014. Hochspannend! Preis: 19,80 Euro.
Abasse Ndione: Die Piroge
Berührend, aufwühlend und zugleich mahnend ist "Die Piroge" und angesichts der heutigen Flüchtlingsproblematik aktueller denn je. 14,80 Euro.
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