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Posterkampagne: Dekoloniale Einwände gegen das Humboldt Forum / Gedenkmarsch für die Opfer kolonialer Gewalt / "Afrika Konferenz" in der Volksbühne
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Dekoloniale Einwände gegen das Humboldt Forum - Posterkampagne
Das „Sammeln“ von Kultur- und Kunstobjekten zählte zu den Lieblingsbeschäftigungen vieler „Forschungsreisender“ und Kolonialisten. So ist ein Großteil der ethnologischen Objekte, die im Humboldt-Forum im rekonstruierten Berliner Schloss ausgestellt werden sollen, während der Kolonialzeit „erworben“ worden – ein erheblicher Anteil stammt direkt aus den ehemaligen deutschen Kolonien. In vielen Fällen wurden wertvolle Kulturgüter aber nicht freiwillig verschenkt oder verkauft. Sie wurden erschlichen, erpresst oder einfach geplündert. Im Berliner Schloss soll nun mit Hilfe dieser Objekte der „Dialog der Kulturen“ in die Mitte der Stadt gerückt werden. Im Rahmen der Kampagne „No Humboldt 21!“ treten wir diesem zynischen Prestigeprojekt entgegen, indem wir exemplarische Objekte mit problematischen Erwerbsgeschichten auf Postern in den öffentlichen Raum tragen. Wir fordern Berlins Staatliche Museen zu mehr Transparenz und zum respektvollen Dialog mit den Herkunftsgesellschaften auf, die selbst entscheiden sollten, was mit ihren Schätzen geschieht.

Alle Poster stehen unter einer Creative Commons Lizenz und können zur nicht-kommerziellen Nutzung unter Angabe der Lizenz hier als pdf heruntergeladen werden.

Die Kampagne „No Humboldt 21!“ wird getragen von AfricAvenir, AFROTAK TV cyberNomads, artefakte/anti-humboldt, Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag, Berlin Postkolonial, glokal, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD).

Das Projekt „Dekoloniale Einwände gegen das Humboldt-Forum“ wird gefördert durch die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit Berlin.
Mandu Yenu -  Thron des Ibrahim Njoya
Warum sollte ein König freiwillig seinen Thron verschenken - ein Insigne seiner Macht? Nach Darstellung der Staatlichen Museen zu Berlin hat König Ibrahima Njoya, legendärer Herrscher der Bamum in Kamerun, jedoch genau dies getan. Diese Erzählung der Staatlichen Museen ignoriert die Machtverhältnisse in der damaligen Kolonie. weiter
Schutzgott Makabu Buanga des Fürsten Ischiehwu
Ludwig Wolf, der als Arzt die „Expedition“ des Kolonialoffiziers Hermann Wissmann begleitete, erpresste unter Androhung der Todesstrafe den Schutzgott Makabu Buanga vom kongole-sischen Fürsten Ischiehwu. In seinem Reisetagebuch gab Wolf selbst zu: „Unter gewöhnlichen Verhältnissen hätte ich daher für keine Opfer den Makabu-Buanga erhalten können“. weiter
9. Gedenkmarsch, 28.02.2015 um 11 Uhr, ab Wilhelmstraße 92
Der vom Komitee für ein afrikanisches Denkmal in Berlin (KADIB) ins Leben gerufene Marsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Sklavenhandel, Sklaverei, Kolonialismus und rassistischer Gewalt will der Forderung nach Anerkennung der Verbrechen gegen Schwarze Menschen und Menschen afrikanischer Herkunft Nachdruck verleihen - dies geschieht seit 9 Jahren am letzten Samstag im Februar zum Gedenken an die Berliner Afrika-Konferenz. weiter
Nofretete-Statue
Seit die Existenz der Nofretete-Statue in Berlin im Jahr 1923 bekannt wurde, liegen der ägyptische Staat und Deutschland im Streit darüber, wo sie rechtmäßig hingehöre. 1913 in Nordafrika ausgegraben, wurde sie unter bis heute ungeklärten Umständen heimlich nach Deutschland verschifft und ist seither eines der umstrittensten und bekanntesten Berliner Ausstellungsstücke. weiter
Gedenkkopf einer Königin-mutter (iyoba) aus Benin
Weil Oba Ovonramwen, Herrscher des Königreichs der Edo, sich weigerte den englischen Kolonialisten zu unterwerfen, überfielen die Briten 1897 die Residenzstadt Benin im heutigen Nigeria. Bei diesem kriegerischen Überfall stahlen die Briten Hunderte wertvoller Bronzestatuen aus dem Palast des Königs und verkauften diese an Interessierte in aller Welt. weiter
Volksbühne: Kommemorative Afrika-Konferenz, 28.02.2015
Nach dem Ballhaus Naunynstraße und der "Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel (LEO-AV) Initiative der Volkshochschule Wedding greift nun auch die Volksbühne den 130. Jahrestag der sog. Berliner Afrika Konferenz auf und veranstaltet eine beein-druckend besetzte komme-morative "Afrika Konferenz" unter dem Titel "130 Jahre Berlinisierung eines Kontinents und Einübung ins Verbrechen" mit Vorträgen, Performances, Filmen, Poetry Slams und einem Abschlusskonzert. weiter
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