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Westliche Rohstoffpolitik als Fluchtursache / Yash Tandon über die Hilfs-Lüge / Burkina Fasos Demokratiebewegung / Sembène Ousmane
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Dialogforum

Peter Donatus: Ökozid im Nigerdelta - Flucht und Migration als Folge westlicher Rohstoffpolitik. 18.9.2015, 19 Uhr, Betahaus

Peter Donatus benennt den wahren Grund für die Massenflucht insbesondere junger Menschen aus dem Niger-Delta in die nigerianischen Großstädte oder ins Ausland: das seit 1958 andauernde Ökodesaster und die Vernichtung von Lebensgrundlagen in dieser Region. Migrant*innen aus dieser Gegend werden wie so viele andere gerade in diesen Tagen immer wieder abschätzig als ‚Wirtschaftsflüchtlinge‘ bezeichnet - dabei ist ihre Flucht zum großen Teil eine Konsequenz der menschen- bzw. umweltverachtenden Geschäftspraktiken der lobbymächtigen Multis in den Ländern des Globalen Südens...

Umwelt-und Menschenrechtsaktivist Peter Donatus, selbst einst aus der Region geflüchtet, wirft den Ölmultis in Nigeria einen Ökozid vor, der, wenngleich völkerrechtlich momentan noch nicht anerkannt, ganz klar als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu bezeichnen ist.

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Dialogforum

Yash Tandon: "The Aid Lie Reloaded!? Eine Kritik der Post-2015 Entwicklungsagenda. 25.9.15, 19 Uhr, Rosa Luxemburg Stiftung

Yash Tandon, ugandischer Wirtschaftswissenschaftler, Dozent an mehreren Universitäten, früherer Direktor des South Centre in Genf und Gründer von SEATINI, einer handelskritischen NRO mit Büros in Harare, Nairobi und Kampala, spricht in diesem Dialogforum über den Zusammenhang zwischen Entwicklungszusammenarbeit und dem globalen Handelssystem und zeigt auf, warum auch ein Paradigmenwechsel von den viel kritisierten MDGs hin zum partizipativen, universalen und vermeintlich fortschrittlichen Entwicklungsmodell der Sustainable Development Goals (SDGs), nichts daran ändern kann, dass eigentlich der Globale Süden den Globalen Norden "entwickelt". 

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Filmpremiere

Bound – Africans vs. African-Americans (OmdtU) mit Regisseurin Peres Owino. SO, 27.09, 17.30h, HHK & MO, 28.09, 19h, CFB

Der preisgekrönte Dokumentarfilm der kenianischen Filmemacherin Peres Owino widmet sich dem schwierigen und selten thematisierten Verhältnis zwischen Afroamerikaner*innen und in den USA lebenden Afrikaner*innen. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen und beiderseits herrschender Vorurteilen schlägt der Film einen Bogen vom Kolonialismus in Afrika über die Geschichte der Sklaverei in Nordamerika und dem Civil Rights Movement bis hin zur gegenwärtigen Situation beider Bevölkerungsgruppen in den USA. Mit poetisch-szenischen aber auch konfrontativen Mitteln bahnt der Film einen Weg hin zu Verständnis und Versöhnung.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine von Prof. Maureen Maisha Eggers moderierte Diskussion mit der Regisseurin Peres Owino statt. 

Peres Owino, in Kenia geboren, arbeitet in den USA als vielfach ausgezeichnete Schauspielerin, Theater- und Drehbuchautorin. Gemeinsam mit Sharon Brathwaite wurde sie 2015 für ihr Drehbuch “Seasons of Love” mit dem NAACP Nominee for Outstanding Writing of a Television Movie ausgezeichnet. Owino betreibt außerdem den Blog kenyangirlonanamericansafari.blogspot.com/ und hat kürzlich den Roman “On the Verge“ veröffentlicht.

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News, Links & Hinweise

Offener Brief an Klett zur Einstellung der I***hefte von glokal
"Deutschlandweit werden in diesem Schuljahr viele tausend Schüler*innen mit der von Ihnen herausgegebenen Reihe 'Meine Indianerhefte' beschult. Unserer Meinung nach sind die Hefte stereotyp und diskriminierend und sollten nicht als Unterrichtsmaterialien Verwendung finden. Zusammen mit über 200 Unterzeichner*innen fordern wir Sie auf, die Reihe 'Meine Indianerhefte' einzustellen." weiter
Bruno Jaffré über die Aufklärung der Sankara Affaire
Bruno Jaffré, Biograf Sankaras und Betreiber der informativen Website thomassankara.net, fasst den aktuellen Stand der Untersuchungen der Ermordung Sankaras zusammen und verurteilt die Position Frankreichs scharf, weder ihre Archive zu öffnen noch eine parlamentarische Untersuchungskommission zuzulassen. zum Artikel (frz)
7. Arabisches Filmfestival in Berlin: Call for Films!
Das ALFILM in Berlin ruft zur Einreichung von Filmen bis zum 10.12.2015 auf, die von arabischen Filmemacher*innen stammen, in einem arabischen Land produziert oder koproduziert wurden oder ein Thema aufgreifen, welches in engem Bezug zur arabischen Welt steht. Vom 06.04 bis 13.04.2016 wird die Auswahl zeitgenössischer arabischen Filmproduktion darstellen. weiter
Buchvorstellung: "Trade is war" von Yash Tandon
Yash Tandon stellt sein neues Buch «Trade is war!» vor, dessen Inhalt sich aus wissenschaftlicher Analyse und persönlicher Erfahrung als Berater bei WTO-Verhandlungen speist. "Freihandel" sei nichts anderes als Krieg, so Tandon. Doch wie kann eine global faire Handelspolitik konkret aussehen? Sind die BRICS-Staaten wirklich eine Alternative?. weiter

Symposium, Film, Konzert

Auftaktveranstaltung zum Projekt „Unsere Zahl ist unsere Stärke - Junge Demokratiebewegungen in Afrika“ zu Burkina Faso, 16.10.2015
Massenproteste überall auf dem afrikanischen Kontinent, Arabischer Frühling, Abwahl von Abdoulaye Wade im Senegal, Sturz von Blaise Compaoré in Burkina Faso… in Sachen Demokratie tut sich was auf dem afrikanischen Kontinent! Deswegen hat AfricAvenir ein neues Projekt zu jungen demokratischen Bewegungen in Afrika aus der Taufe gehoben, das mit dem Symposium „Mit Besen und Kochlöffeln gegen den Diktator - Burkina Faso zwischen Revolte und Wahl" am 16. Oktober 2015 im Roten Salon der Volksbühne fulminant startet - und dies trotz oder gerade weil die neuesten Nachrichten über den Putsch der Präsidentengarde beunruhigender und hochaktueller denn je sind!

Wir erinnern uns, Burkina Faso Ende Oktober 2014: Einer der langjährigsten Potentaten Afrikas wird von der aufgebrachten Bevölkerung bildlich „aus dem Amt gefegt“. Der Sturz Compaorés wird nicht etwa von politischer Opposition oder Militär bewerkstelligt, sondern von einer breiten zivilgesellschaftlichen Koalition, die sich, angeführt von einem Rapper und einem Rastaman, dem Titanen mit nichts als ihrer bloßen Wut und Entschlossenheit entgegenstellt und ihn zu Fall bringt. Wie war dies möglich? Handelt es sich hier um eine Revolte, oder können wir von einer Revolution sprechen? Welche Rolle spielt der ermordete Präsident Thomas Sankara in den Geschehnissen? Und selbstverständlich reagieren wir auf die dann tagesaktuelle Situation in Burkina!

Im anschließenden Abendprogramm wird der Film „Revolution mit bloßen Händen“ von Afrique-Europe-Interact in Anwesenheit der beiden Regisseure in einer Preview gezeigt, und die beiden Musiker und Aktivisten Smockey und Sams’K Le Jah geben sich in einem einmaligen gemeinsamen Konzert die Ehre (siehe auch weiter unter).

Mit: Smockey (Musiker, Balai Citoyen), Sams‘K Le Jah (Musiker, Balai Citoyen), Francis Kpatindé (Sciences Po Paris, UN-Berater und freier Journalist), Moussa Diallo (Confédération Générale du Travail du Burkina, CGT-B), Bruno Jaffré (Biograf Sankaras), Ra-Sabla Seydou Ouédraogo (Ökonom, Institut FREEAFRIK), David Gakunzi (Sankara-Experte), Aziz Fall (Politologe), Hamado Dipama (Arbeitskreis Panafrikanismus München), Humanist (Musiker, Balai Citoyen Paris), Hans-Georg "Ebs" Eberl (Filmemacher, Afrique Europe Interact), Moussa Ouédraogo (Filmemacher), Isabel Pfaff (Süddeutsche Zeitung), Dirke Köpp (Deutsche Welle), Ulrich Ladurner (Die Zeit) u.a.

Symposium am 16. Oktober 2015, 10:00, Roter Salon der Volksbühne
Eintritt frei, Anmeldung bis zum 14.10.2015 unter: t.kulla@africavenir.org

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In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem AK Panafrikanismus München und der Volksbühne. Mit freundlicher Unterstützung durch die LEZ, Brot für die Welt, Engagement Global im Auftrag des BMZ, Auswärtiges Amt. 

Weitere Highlights im September/Oktober 2015

Koop: Ebo Taylor - Afrobeat aus Ghana & Kojo Amaté
Ebo Taylor, König des Highlife, kehrt mit seinen letzten zwei Alben "Love and Death" (2010) und "Appia Kwa Bridge" (2012) auf die Bühnen dieser Welt zurück! Eine ganz eigene Symbiose aus Highlife, Afrobeat, Jazz und Rock. DJ Kojo Amaté begleitet die AftershowParty. 24.9, 21h00, Bi Nuu. weiter
Schulvorführung: "Tage des Ruhms" (Indigènes), 7.10.2015, 10h00, CFB
Um Frankreich von den deutschen Besatzern zu befreien, stellt De Gaulle 1943 ein Heer aus 233.000 Kolonialsoldaten auf, vorwiegend aus Afrika. Herausragender Spielfilm, der in Frankreich eine nationale Debatte über den Beitrag der Kolonialsoldaten auslöste. weiter
Schulveranstaltung: "Mit Musik gegen den Diktator", 15.10, 10h, CFB
Anhand von kurzen Clips über die Revolte und die Aktionen des Balai Citoyen („Bürgerbesen“) wollen wir mit Smockey, Sams‘K Le Jah und Humanist über die letztjährige Revolte und Demokratiebewegung in ihrem Heimatland sprechen, über Musik als politische Kraft und natürlich darüber, wie es mit der Demokratisierung in ihrem Land weitergeht. weiter
Konzert: Smockey & Sams'K Le Jah, 16.10, 21h, Roter Salon
In einem einmaligen gemeinsamen Konzert bringen Smockey und Sams‘K Le Jah die Euphorie, die Hoffnungen und das kritische Engagement der burkinischen Demokratiebewegung nach Berlin und verleihen der „Génération Consciente“ aus dem „Land der aufrechten Menschen“ eine Stimme! weiter
Lesung "Way back home" mit Niq Mhlongo, 20.10, 19h, Grimm-Zentrum
Autor Niq Mhlongo und Schauspielerin Sara Hiruth lesen aus dem eben auf deutsch erschienen Roman, der kritisch hinterfragt, wo die ”Regenbogennation“ heute steht, wie die Beziehungen zwischen der Schwarzen und weißen Bevölkerung sich gewandelt hat und woher die Fremdenfeindlichkeit und die Wut gegenüber den afrikanischen Einwanderern kommt. Moderation: Prof. Susanne Gehrmann. weiter
Premiere "Sembène!", 28./29.10, 20h, HHK & CFB
Großartiger und längst überfälliger Dokumentarfilm über den "Vater des afrikanischen Kinos", Ousmane Sembène! Samba Gadjigo erzählt anhand von Archivmaterial, Interviews, Animationen und Ausschnitten aus all seinen Filmen (!) die unglaubliche und wahre Geschichte eines einfachen Hafenarbeiters, der gegen enorme Widerstände 50 Jahre dafür kämpfte, Afrikanische Geschichten für ein Afrikanisches Publikum zu produzieren. Moderation: Ibou Diop / Diskutant: Enoka Ayemba. weiter
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