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Fatou Diome auf dem O-Platz / Freikarten: Lumumba / Deutschlands Völkermord kein Thema? / Juli Vorschau
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Fatou Diome: “Migration nach Europa ist auch Emanzipation und Freiheit", Mittwoch, 15.7.2015, 18 Uhr, O-Platz
„Bei der Migration geht es nicht nur um die Ausbeutung armer Menschen. Es geht auch um Menschen, die weggehen, um sich zu emanzipieren, die im Namen ihrer Freiheit weggehen. Die aus einer Menge anderer Gründe weggehen.“

Die berühmte senegalesische Schriftstellerin Fatou Diome wird das Thema Flucht und Migration aus ihrer eigenen, literarischen Perspektive betrachten. Sie wird aus ihren Werken lesen und gleichzeitig Raum für politische Diskussionen öffnen. In Anbetracht der aktuellen Ereignisse und der katastrophalen Umgangsweise mit den vielen Toten im Mittelmeer spricht sie darüber, wie wir Migration auch als Freiheit und Emanzipation verstehen können, was dies für die Diskussion um Fluchtursachen hier bedeutet, und wie wir uns dafür einsetzen können, dass eine freiheitliche und emanzipative Mobilität für alle möglich ist.

Die Lesung findet auf dem zum Symbol des selbstorganisierten Refugee Protestes, dem Oranienplatz, statt. Die Diskussion wird konsekutiv auf deutsch übersetzt (Englische Übersetzung selbstorganisiert geplant). Die deutschen Passagen werden von der Schauspielerin Sara Hiruth Zewde gelesen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Warum wir hier sind!?- Afrikanische Perspektiven auf Flucht und Migration” und in Kooperation mit der African Refugees Unions (ARU) und der Oplatz Media Group statt.

Mit freundlicher Unterstützung der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ) und Engagement Global aus Mitteln des BMZ.

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Freikarten: "Lumumba" - der antikoloniale Klassiker von Raoul Peck, 9. Juli, 21:30 Uhr, Freiluftkino Hasenheide
Kongo 1960. Patrice Lumumba, ein junger Nationalist, wird zum ersten Präsidenten im eben unabhängig gewordenen Staat gewählt. Doch kaum zwei Monate später wird Lumumba mit tatkräftiger Unterstützung aus Europa und den USA verschleppt und umgebracht. Ins Amt gehoben wird nun sein Widersacher, Colonel Joseph Mobutu, eine Marionette der Weltmächte. Raoul Pecks großartiger Spielfilm über eine der wichtigsten Figuren der afrikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts ist längst ein Klassiker, den wir anlässlich von Lumumbas 90. Geburtstag (*2 Juli 1925) zeigen.

Raoul Peck selbst zu seinem Film: "Das Schicksal von Patrice Lumumba wirkt bis heute nach wie eine Prophezeiung. In Afrika und in Europa zeigt sich Tag für Tag, dass die Gewinn- und Machtansprüche an die Dekolonialisierung nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Nur die Methoden haben sich geändert."

“Lumumba erzählt eine Geschichte, wie sie nicht oft zu sehen ist, und er erzählt Geschichte, wie sie selten dargestellt wird.” filmpodium

Wir vergeben vier einzelne Freikarten an die ersten Emailer/innen an info@africavenir.org, die folgende Frage richtig beantworten: Wie heisst Raoul Pecks Dokumentarfilm über Lumumba von 1992?

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PM: Völkermord kein Thema? Bundespräsidialamt verweigert Empfang von Herero- und Nama-Delegierten in Berlin
Kurz vor dem 100. Jahrestages des Endes der deutschen Kolonialherrschaft im heutigen Namibia hat das Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“ am vergangenen Dienstag im Beisein einer hochrangigen namibischen Delegation unter Leitung des OvaHerero Paramount Chief Adv. Vekuii Rukoro und der Parlamentsabgeordneten und Namavertreterin Ida Hoffmann beim Bundespräsidialamt den Appell „Völkermord ist Völkermord!“ mit den ersten 2000 Unterschriften abgegeben. Trotz Voranmeldung waren weder Bundespräsident Gauck noch das Bundespräsidialamt dazu bereit, die aus Berlins Partnerstadt Windhoek (Nam) stammenden Nachfahr*innen der Genozidopfer zu empfangen.

In ihrem Appell rufen das Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“, mehr als 150 prominente Erstunterzeichner*innen aus Wissenschaft und Politik, Kirche, Kultur und Black Community sowie fast 50 NGO den Bundespräsidenten, den Bundestag und die Bundesregierung dazu auf, zum 100. Jahrestag des Endes von „Deutsch-Südwestafrika“ am 9. Juli 2015 endlich auch den Völkermord an den OvaHerero und Nama beim Namen zu nennen. Außerdem drängen die Unterzeichnenden auf eine offizielle Bitte um Entschuldigung, zur Rückgabe der vielen für rassistische Forschungen geraubten menschlichen Überreste aus Afrika und zur direkten Einbeziehung der OvaHerero und Nama in die Verhandlungen über geeignete Versöhnungsmaßnahmen.

zur vollständigen PM
Weitere Veranstaltungen im Juli
Koop: ›disparaitre dans la nature‹, ab 11.7., Heidelberger Kunstverein
Unter dem Titel "disparaitre dans la nature / to decamp, to desert, to evaporate / das Weite suchen, verduften“ präsentiert der Heidelberger Kunstverein die künstlerische Praxis von Astrid S. Klein und gibt einen Einblick in die Vielfalt und Bandbreite ihres poetisch-kritischen Schaffens der letzten zehn Jahre. Die Ausstellung macht besonders die besondere dialogische Herangehensweise der Künstlerin in ihren Untersuchungen zum Verhältnis des globalen Südens und Nordens deutlich. weiter
Koop: Lesung mit Philo Ikonya, 13.7., 16h, HU-Afrikawissenschaften
Die kenianische Schriftstellerin, Journalistin und Aktivistin thematisiert in ihren Werken soziale Ungerechtigkeit, Korruption und Machtmissbrauch der herrschenden Elite. Mehrmals wurde sie deswegen verhaftet. Seit 2009 lebt sie auf Einladung des International Cities of Refuge Network (ICORN) in Oslo im Exil. Ort: Raum 410 der Humboldt Universiät (Invalidenstraße 118).
Coop: Short Films & Discussion with Ricardo Bacallao, 16.7., 18h30, HU
Cuban born and New York based filmmaker Ricardo Bacallao will present and discuss two of his films on Black Diasporic Experiences and Creativities: "Hip Hop in Cuba" (2004) and "The Maji-Maji Readings" (2006). Venue: Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, Main Entrance, first floor.
Vernissage: "Devoir de mémoire", 17.7., 19h00, CFB
Die von Ibou Diop kuratierte Fotoausstellung mit Bildern von Mansour Ciss Kanakassy ist eine Hommage an drei große senegalesische Musiker in Berlin, die gleichzeitig einen ungewöhnlichen Einblick in Alltag der senegalesischen Diaspora bietet. Eröffnung in Anwesenheit des Künstlers Mansour Ciss Kanakassy und mit Livemusik! weiter 
Film: "Le sourire du serpent - The Snake Smile", 18.7., 20h00, CFB
In Anwesenheit des Regisseurs Mama Keïta zeigen wir diesen Thriller über die Macht der Vorurteile, aber auch die Möglichkeit ihrer Überwindung. Auf einen Nachtbus wartend treffen sich Marion und Adama. Als die Busfahrerin tod aufgefunden wird, liegen die Nerven blank. Sie greifen einander an, konfrontieren ihre Ängste, um sich schließlich Schritt für Schritt anzunähern. mehr
Film: "Une simple parole - A Single Word", 22.7., 20h00, CFB
Khady und Mariama Sylla begeben sich auf eine Reise ins ländliche Senegal, um die orale Geschichte ihrer Familie zu dokumentieren, deren letzte noch lebende Bewahrerin ihre Großmutter ist. Ein meditatives und poetisches Portrait des heutigen Senegal und ein kraftvolles Plädoyer gegen das Aussterben der Oralität. mehr
Modenschau: Amincouture, 24.7., 17h00, CFB
Seit vielen Jahren unternimmt der in Berlin lebende Künstler Amincouture eine ästhetische Erneuerung und Weiterentwicklung der senegalesischen Mode, um die kulturellen Barrieren zu überwinden. mehr 
Soirée Sénégalaise mit Nago Koita, 24.7., 19h00, CFB
Unter dem Titel „Le commerce triangulaire – Der Dreieckshandel“ wird Nago Koita durch Musik und Tanz die Geschichte der verschleppten und versklavten Afrikaner_innen erzählen. Eintritt 15€ inkl. Abendessen. mehr
Open Air: "Fièvres" - FESPACO Gewinner, Rehberge, 30.7., 21h30
Benjamin ist im Krieg. Gegen das Leben, gegen die Erwachsenen, gegen sich selbst. Als seine Mutter ins Gefängnis muss, kommt er zum Vater, den er bisher nicht kannte. Doch auch dieser ist ein Totalausfall, nichts weiter als ein resignierter Lagerist, der mit Mitte vierzig noch bei seinen marokkanischen Eltern in einem Plattenbau in der Pariser Banlieue wohnt. "Intensiv, roh, poetisch!" (Metropolis). weiter
Podium: Rolle der senegalesischen Diaspora, 1.8., 16h00, CFB
Im Rahmen der Ausstellung "Devoir de mémoire" diskutieren Senegales_innen über die Rolle ihrer Diaspora in der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Senegals. Mit Ibou Diop, Cheikh Diallo, Lamine Thiam, MdB Karamba Diaby (angefragt), Saliou Gueye (angefragt), Fatou Niang und Fatou Diouf. weiter
Film: "Rückkehr nach Gorée", 1.8., 20h00, CFB
Ein musikalisches Roadmovie über die Reise des Sängers Youssou N’Dour auf den Spuren der aus Afrika verschleppten und versklavten Menschen. Sein Ziel: Ein besonderes Jazz Repertoire nach Afrika zurück bringen und auf Gorée aufführen - dem Symbol der "Maafa", des sog. transantlantischen Sklavenhandels. weiter
Neu auf der Website
Video-Interview mit Monique Mbeka Phoba
Sehr schönes Interview mit der Regisseurin Monique Mbeka Phoba anlässlich der Vorführung ihres neuesten Kurzfilms "Soeur Oyo" am 24. und 25. Juni in Berlin. Interview von Céline Dupeux für AfricAvenir. weiter
Video-Interview mit Tidiane Kassé (Pambazuka)
Tidiane Kassé stellt in diesem Interview wichtige Positionen der afrikanischen Zivilgesellschaft hinsichtlich der MDGs bzw. der Post-2015-Agenda vor. Interview im Rahmen des Projekts "Post 2015 - Alles besser?". weiter
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