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Umbenennung der M-Straße / Kameruns anti-kolonialer Widerstand / 30 Jahre Burkina Faso
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PM: Fest zur Umbenennung der Berliner „Mohrenstraße“, 23.8.2014, 14h00
Am 23. August 2014, dem Internationalen Tag zur Erinnerung an den Handel mit Versklavten und an seine Abschaffung, veranstalten die Aktionsgruppe M-Straße (AMS) in Kooperation mit der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), Global Afrikan Congress, Berlin Postkolonial, AfricAvenir International, Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER), u.a. in Berlin-Mitte das 1. Fest zur Umbenennung der Berliner M-Straße.

Die Verbände der Black Community fordern seit Jahren, dass der Straßenname mit der diskriminierenden Fremdbezeichnung für Schwarze Menschen verschwindet. Er geht auf Brandenburg-Preußens totgeschwiegenen Handel mit versklavten Afrikaner_innen um 1700 und auf die Verschleppung minderjähriger Schwarzer zum Dienst am Berliner Hof zurück. Die kritisierte Bezeichnung ist eng verbunden mit einer rassistischen Darstellung Schwarzer Menschen in Deutschland. Besonders deutlich wird dies in der kolonialnostalgischen Figur des servilen „Sarotti-M.“, dessen Erfinder ihren ersten Firmensitz in der Straße hatten.

Wir fordern, dass die Straße in Zukunft eine Persönlichkeit des afrikanischen Widerstands gegen Kolonialismus und Rassismus - wie zum Beispiel Nelson Mandela - ehrt. Die Umbenennung soll im Stadtraum und im gleichnamigen U-Bahnhof ausführlich erklärt und historisch kontextualisiert werden.

Berlin-Brandenburgs Deportation von fast 20 000 Kindern, Frauen und Männern in die amerikanische Plantagensklaverei sowie die Entführung so genannter „Hof- und Kammer-M.“ nach Berlin dürfen nicht länger verschwiegen werden! Die Beibehaltung des Straßennamens gegen den erklärten Willen der Bezeichneten ist nicht hinnehmbar und zeugt von der anhaltenden Diskriminierung Schwarzer Menschen vor Ort!

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AfricAvenir News & Hinweise
Open Air Highlight: Death for Sale (OmdtU), 14.08.2014, Hasenheide
Kultregisseur Faouzi Bensaïdi ('What a Wonderful World') schafft in seinem Oscar nominierten Drama ein ebenso verspieltes wie lebensnahes Porträt dreier Freunde aus Tétouan, die den Raub eines Juveliergeschäfts planen. "Eine schonungslose Sozialkritik und eine ebenso lyrische wie unbarmherzige Darstellung des Unbehagens der heutigen maghrebinischen Jugend.“ |+| weiter
130 Jahren anti-kolonialer Widerstand in Kamerun
Der anti-koloniale Widerstand in Kamerun hat nicht mit Rudolf Duala Manga Bell im Jahr 1914 begonnen, sondern bereits mit Kum'a Mbape (Lock Priso) im August 1884. Mit einer Artikelreihe in der Tageszeitung "Le Messager", in der Teils unveröffentlichtes Material zum ersten Mal abgedruckt wird, gedenkt AfricAvenir der 130 Jahre anti-kolonialen Widerstands. weiter lesen (frz)
30 Jahre Burkina Faso
Vor 30 Jahren, am 4. August 1984, benannte Thomas Sankara das ehemalige Obervolta in Burkina Faso, das „Land der aufrechten Menschen“, um. Eine höchst symbolische Änderung, die dazu diente, mit der kolonialen Vergangenheit abzuschließen und die Ziele der sankaristischen Revolution zu konkretisieren. Ein Artikel von Benjamin Roger aus Jeune Afrique, von AfricAvenir übersetzt. zum Artikel
Todesfall im Freibad Plötzensee – War Rassismus das Motiv?
Für den 8. August 2014 rufen Initiativen ab 17.30 Uhr zu einer Kundgebung am Freibad Plötzensee auf. Vor zwei Wochen ertrank Anneck E. (36) aus Kamerun im Plötzensee. Aufforderung, dem Ertrinkenden zu helfen, kam Mike Z., der Bademeister des Freibad Plötzensee, nicht nach. Trotz seiner bekannten rechten Vergangenheit und der unterlassenen Hilfeleistung soll nun das Verfahren eingestellt werden. weiter lesen
Kooperation & Empfehlungen
SAVVY Contemporary: "On the State of Refugeeness", 8.8.2014, ab 10:00
Ein Panel zum Thema "Die Politik der Angst, Psychopathologie und die Bewegungsfreiheit von Körpern" reflektieren Damani J. Partridge, Eben Louw, Natalie Ofori, Bwansi Patras.
Im Anschluß: "Das Recht auf ein Aufenthaltsrecht mit Rechten: Über den Nationalstaat, Staatsbürgerschaft und Kosmopolitismus" mit Regina Römhild, Akinbode Akinbiyi, Damani J. Partridge, Brigitta Kuster. zur Website
 
Gedenken & Podium: 100 Jahre koloniales Unrecht, 8.8.2014, 14h45
A.B.S. e.V. und LEO Afrikanisches Viertel laden ein zur Errichtung eines schwarzen Gedenksteins zum Gedenken aller afrikanischen Freiheitskämpfer gegen die Kolonialordnung (Wilhelmstraße 92). Im Anschluß: Podiumsdiskussion zum Thema "Deutsche Kolonialpolitik und Landkonflikt: Douala/Kamerun als Fallbeispiel" mit Fabien Kangue Ewane (!), Carl Ebobisse und Paulette Reed-Anderson, 17:45, Bibliothek am Luisenbad. weiter lesen
 
Bonga, Sa, 09. August 2014, 20h30, HKW
Seit er aus dem Exil nach Angola zurückgekehrt ist, begleiten seine Songs kritisch und zugleich wunderschön Angolas jüngere Geschichte, die geprägt ist von Unabhängigkeitskrieg, Neuanfang und Bürgerkrieg. Angolas Narben heilen auch dank der Musik von Bonga. |+| weiter
Festival: Vive l'Afrique, 10.8.2014, ab 18h00, LabSaal Lübars
PROFOLK e.V. lädt zum Afrikafestival VIVE L’AFRIQUE im schönen LabSaal (Berlin-Lübars) ein. Mit Martha Teferra Mekonnen, Lanaya, Lampedusa in Berlin, Gnawa Symphony, Asukaten & XP sowie Party mit DJ Matar. Bus 222 hält Tag + Nacht direkt vor LABSAAL. weiter lesen
Arsenal Film Summer School, 21.-23. August 2014, Anmeldeschluss 15.8.
Das Arsenal lädt zur Summer School, die sich mit Filmen aus dem antikolonialen, außereuropäischen Kino und der in ihnen erinnerten Geschichte des Widerstands widmen wird. Mit Filmen von Neïl Beloufa, Vincent Dieutre, Assia Djebar, Ruy Guerra, Philip Scheffner, Ousmane Sembène, Pierre-Yves Vandeweerd. Leitung: Marie-Hélène Gutberlet, Tobias Hering. |+| weiter lesen
Save the Date: Nozinja (Shangaan Electro), 30.8.2014, 22h00
Shangaan Electro, die Electro-Dance-Kreation des extravaganten Produzenten Nozinja (Bild) hat nicht nur in "Joburg" Kultstatus: Musiktraditionen der Tsonga beschleunigt auf bis zu 180 BPM und der dazugehörige Highspeed-Tanz mit Pantsula-Einflüssen erobern das Internet, Clubs und Musikkanäle weltweit. Das Konzert ist Teil des Programms 20 Jahre Demokratie in Südafrika des HKW und der Botschaft Südafrikas. Vorher und nachher: Afrohouse von DJ Cambel Nomi. Sa 30.8., 22h. Zum Konzert
Premiere: "Concerning Violence", 17. September 2014, Arsenal
"Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence" von Göran Hugo Olsson setzt sich mit den Befreiungsbewegungen der 60er, 70er und 80er Jahre in Afrika auseinander. Ein kinematografischer Essay, der Fanons Text, Lauryn Hills Stimme, neues Archivmaterial und Musik verbindet und die komplexen theoretischen Ideen in eine emotionale Filmerfahrung umsetzt. |+| weiter lesen
CfP: Transatlantische Beziehungen: Europa, Afrika und Brasilien
Die Deutsche Gesellschaft für die Afrikanischen Staaten Portugiesischer Sprache e.V. (DASP) veranstaltet am 26. und 27. November 2014 in der Brasilianischen Botschaft in Berlin ein Kolloquium über das Wirtschaftsgefüge des lusophonen Afrika und sein Verflechtung mit Brasilien und Europa, der kulturelle Austauch in Sprache und Literatur und die Bewältigung sozialer Probleme in den betroffnenen Ländern. Deadline für Beiträge: Ende August 2014. weiter lesen
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