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Presseaussendung

Blitzlichter aus Byzanz & der Westen. 1000 vergessene Jahre_Die Jungfrau und das wilde Tier!
 
Die Schallaburg ruft 2018 eine faszinierende Geschichte ins Gedächtnis! Zwei Welten, die einander vertraut und doch in vielem so fremd waren. Es ist die Geschichte von Byzanz und dem Westen.
 
Um genau zu sein: Es sind unzählige Geschichten, die zu einem Mosaik zwischen Ost und West zusammengesetzt werden - wie auch jene der beiden byzantinischen Prinzessinnen in Österreich. Beide Damen finden sich auf dem dreiteiligen Gemälde im Stift Klosterneuburg aus dem 15. Jahrhundert, der den Stammbaum der Babenberger darstellt. Auf der Anker-Uhr in Wien erscheinen jeden Tag um 15 Uhr Leopold VI. mit seiner byzantinischen Frau Theodora Angelina und die legendenumrankte byzantinische Prinzessin Theodora Komnena, Herzogin von Österreich, liegt mit ihrem Gatten Heinrich II. Jasomirgott sogar in der Wiener Schottenstiftkrypta begraben.
 
Ein Blick in die Ausstellung:
Heinrich II. Jasomirgott, Herzog von Bayern und Markgraf von Österreich, soll sich in die byzantinische Prinzessin Theodora verliebt haben, als er auf dem Weg ins Heilige Land in Konstantinopel Station gemacht hat. In Wahrheit handelt es sich – wie bei den meisten adeligen Beziehungen jener Zeit – um eine politische Ehe.
 
Die prunkvolle Hochzeit findet 1148 oder 1149 in Konstantinopel statt. Der Hofdichter Johannes Prodromos verfasst ein Gedicht, das zu diesem Anlass vorgetragen wird:
 
Deutschland, tanze, jauchze und leuchte!
Mit der schönen Theodora vereinigt sich
Der berühmte Herzog Heinrich
Und wird durch ihren Glanz noch glänzender!
 
Die Byzantiner suchen ein Bündnis mit dem deutschen König, das sich gegen die Normannen richtet. Und nun soll Theodora als Faustpfand für diesen Schachzug dienen. Theodoras Mutter ist gegen diese politische Ehe. Ihren Verdruss hat der Hofdichter Johannes Prodromos festgehalten. Der „berühmte Heinrich“, bekannt auch als Jasomirgott, muss weniger schmeichelhaften Vergleichen Platz machen:
 
Wann hat je eine Jungfrau mit einem wilden Tier gehaust?
Wann hat sich je ein Mädchen mit einem Drachen vereint?
Wann wurde je ein Kalb mit einem wilden Eber verbunden?
 
Doch so wild, wie der Dichter schreibt, ist das „Tier aus dem Westen“ dann doch nicht. Der Babenberger Heinrich zählt als Halbbruder von König Konrad III. zur Spitze des Adels. Unter seiner Herrschaft wird Österreich zum Herzogtum erhoben (1156) und Wien wird zu einer Residenzstadt ausgebaut, die den fürstlichen Ansprüchen genügen soll.
 
Welche Rolle Theodora in Österreich spielte, ist umstritten. Angedichtet wurde so manches: von der Verbreitung griechischer Wiegenlieder („Eia, popeia“, „Heidschi bumbeidschi“) bis hin zur „Byzantinisierung“ Wiens durch ihren großen Hofstaat. Schöne Legenden, die sich bei Prüfung der Fakten jedoch rasch als reine Erfindungen entlarven lassen. Die Mythenbildung zeigt aber deutlich das Interesse, das der exotischen Prinzessin im Lauf der Jahrhunderte zuteilwurde. Verwunderlich ist das nicht! Schon Heinrich selbst prahlte mit der Herkunft seiner Gemahlin „de Grecia“ und selbst wenn die damaligen Chroniken wenig über Theodora als Person berichten, so spielt ihre illustre Abstammung doch stets eine Rolle.
 
Ob Wien durch Theodoras Einfluss tatsächlich zu „Windopolis“ umbenannt wurde und welche weitere Rolle die byzantinische Prinzessin in ihrer neuen österreichischen Heimat spielte – das und noch vieles mehr erfahren Sie ab 17. März auf der Schallaburg in der Ausstellung „Byzanz & der Westen. 1000 vergessene Jahre".

Download:
Bildmaterial zur Ausstellung „Byzanz & der Westen. 1000 vergessene Jahre" https://celum.noeku.at/pindownload/login.do?pin=8V5YT
Sujet: „Byzanz & der Westen. 1000 vergessene Jahre"
https://celum.noeku.at/pindownload/login.do?pin=3XKP0
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Für Rückfragen kontaktieren Sie gerne:
Klaus Kerstinger, Pressesprecher Schallaburg

Tel: +43 2742 908046 - 652, Email: klaus.kerstinger@schallaburg.at

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