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ETH Zürich | Institut für Landschaftsarchitektur

Wir freuen uns, den ersten Newsletter der Professur Günther Vogt zu verschicken. In loser Folge, voraussichtlich alle zwei Monate, wird der Newsletter über die Lehre, Aktivitäten und Projekte des Lehrstuhls berichten.

Newsletter #01 August 2014

Professur Günther Vogt

 

Ausstellungseröffnung

 

Mapping Everything – Island

Summer School 2014

Ausstellung im Case Studio


Eröffnung:         19. September 2014, ab 18.00 Uhr
Ausstellung:      20. September bis 19. Oktober 2014


In der diesjährigen Summer School reisten wir nach Zentralisland, wo wir uns Landschaften aussetzten, die uns so fremd waren wie ihre Namen: Kerlingarfjöll, Thjórsárver, Sethur, Landmannalaugar. Alle Teilnehmer bereiteten ihre Expedition in diese spärlich kartierten Gebiete individuell vor, indem sie sich für bestimmte Werkzeuge und Methoden des Mappings entschieden und die dazu erforderliche Ausrüstung planten. Vor Ort wurde die Landschaft mittels zahlreicher geführter und individueller Walks begangen und erfahren. Die daraus entstandenen Mapping-Arbeiten sind ab dem 19. September im Case Studio ausgestellt.

Case Studio
Stampfenbachstrasse 59 (Eingang Walchestrasse)
8006 Zürich
www.vogt-la.com/de/case-studio

Besichtigung auf Anfrage: rademacher@arch.ethz.ch

Laufende Ausstellung

 

The Roof Garden Commission:
Dan Graham with Günther Vogt


Installation auf dem Dach des
Metropolitan Museum of Art, New York


29. April bis 2. November 2014


Noch bis zum 2. November ist auf dem Dach des Metropolitan Art Museum die von dem amerikanischen Künstler Dan Graham zusammen mit Günther Vogt geschaffene Installation Hedge Two-Way Mirror Walkabout zu sehen. Die Kombination von Hecken mit einer S-förmigen, doppelseitig verspiegelten Glaswand auf Rasen verwickelt den umhergehenden Betrachter in ein Verwirrspiel verschiedener Blicke und Spiegelungen. Die realen Sichtbezüge überlagern sich mit den durch die Installation evozierten Referenzen zu einem komplexen Gefüge: die Skyline von Manhatten, die Ästhetik eines Vorort-Gartens mit ihren charakteristischen Rasen und Hecken, Gartenlabyrinthe und der Blick auf den Central Park, der von oben aussieht wie ein Wald, korrelieren miteinander. Dadurch, dass auch der Betrachter sich spiegelt, wird er ins Bezugssystem einbezogen und bleibt als reflektierender Teilnehmer präsent.

Mehr Informationen:
www.metmuseum.org/exhibitions/listings/2014/dan-graham
https://www.ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2014/06/einzigartiger-garten-spiegelt-und-begeistert-new-york.html

Ausblick Herbstsemester 2014

 

Entwurf

Process Cartography IX

Mailand: Lungo il Lambro – Von den Alpen zum Po


Die Alpen als metropolitaner Park

 

Die kommenden Entwurfssemester der Professur Vogt kreisen um den Alpenbogen, der These folgend, dass dieser als metropolitaner Park der umliegenden Grossstädte gelesen werden kann. Jedes Entwurfssemester stellt sich die Aufgabe der Verifizierung dieser These, indem auf eine Metropolitanregion fokussiert und nach deren spezifischem Bezug zum alpinen Raum gefragt wird. Am Beginn dieser Reihe steht Mailand.
Wir folgen dem Flusslauf des Lambro, der in den Alpen entspringt und im Po endet und somit einen Querschnitt durch das metropolitane Territorium von Mailand zeichnet. Dabei ist der Fluss als prägendes Landschaftselement im Bezug auf das Territorium sowohl Untersuchungs- als auch Entwurfsgegenstand. In einem ersten Schritt wird den unterschiedlichen Zonen des Flusslaufs folgend die umliegende Metropolitanregion und ihr Bezug zu den Alpen portraitiert. Diese analytische Gruppenarbeit endet in einem Masterplan für den gesamten Flusslauf. Darauf aufbauend erstellt jeder Studierende individuell ein Programm für eine subjektiv gewählte Zone innerhalb des Untersuchungsgebiets, aufgrund dessen der Entwurf erarbeitet wird.

Assistenz: Rebecca Bornhauser, Sebastiano Brandolini, Thomas Kissling und
Daia Stutz
Planung und Kontakt: bornhauser@arch.ethz.ch oder kissling@arch.ethz.ch
Entwurf (LV-Nr. 051-1135-14U-13KP)
Integrierte Disziplin Planung (LV-Nr. 051-1235-14U-3KP)
Reise: 26. September bis zum 28. September 2014; Unkostenbeitrag: 220 Fr.

 

Wahlfach Pairi-daeza

Pairi-daeza: Choreographie

Parco delle Groane, Milano


Die Metropolitanregion im Norden Mailands ist ein Mosaik aus kleinen Städten, Industrieanlagen, Infrastrukturen und Parks, die untereinander um die letzten verfügbaren Landstücke wetteifern. Ein verbindendes Netzwerk aus verschiedenartigen Parks, oft den natürlichen Flussläufen folgend, die sich radial vom Alpenrand in die Kernstadt erstrecken, ist potentiell angelegt, in Realität jedoch weder wahrnehmbar noch als solches genutzt. Hier setzt das Wahlfach an, indem anhand eines spezifischen Parks - Parco delle Groane - nach der Möglichkeit eines im Bewusstsein und im Alltagsleben verankerten ‚green belt‘ für die Metropolitanregion Mailand gefragt wird. Die Studierenden entwerfen unter dem Blickwinkel des Themas ‚Choreographie‘ einen Park auf zwei Massstabsebenen: lokal und metropolitan.
 

 

 

Assistenz: Rebecca Bornhauser

Kontakt: bornhauser@arch.ethz.ch
Wahlfach (LV-Nr. 051-0629-14 G - 2 KP) 
und mögliche Wahlfacharbeit
(LV-Nr. 063-0629-14 A - 6 KP)
während der Semesterferien
Reise nach Mailand am Wochenende vom 27./28.09.2014
; Unkostenbeitrag Reise: 150.-CHF
Einführungsveranstaltung:
Mo, 22.09.2014 im HIL H 40.9
von 15-16 Uhr

zu lesen demnächst

 

Günther Vogt

Landschaft als Wunderkammer

Fragen nach einer Haltung

 

Herausgegeben von Rebecca Bornhauser und Thomas Kissling
Lars Müller Publishers
d/e

Wenn es die Natur als Ganzes nicht gibt - dann vielleicht die Landschaft als Wunderkammer. Dabei erscheint die fehlende Gesamtheit im besten Fall nicht als Verlust, sondern als Gewinn. Was es für diese Umdeutung braucht ist ein aufmerksamer Betrachter, der die Vielzahl der Phänomene als Einzelteile sammelt, miteinander in Beziehung setzt und neu arrangiert. Günther Vogt ist ein solcher Sammler und seine Wunderkammer vermag Landschaften und zugleich seine Anschauung derselben zu offenbaren.
An fünf Schauplätzen spricht Günther Vogt über aktuelle Themen der Landschaftsarchitektur, ihr Verhältnis zur Architektur und zur Stadt, über seine Lehre an der ETH Zürich und die Arbeit von Vogt Landschaftsarchitekten. Das vorliegende Buch kann also gleichsam selbst als Wunderkammer gelesen werden, indem es Einblick in den vielfältigen Kosmos seines Denkens und Arbeitens gewährt und letztlich nach einer Haltung fragt.

 
Erhältlich ab Oktober 2014
im Webshop von Lars Müller Publishers: Webshop Lars Müller Publishers
Vorschau: Vorschau Lars Müller Publishers
Die Publikation wird an der Frankfurter Buchmesse vorgestellt:
8. bis 12. Oktober, www.buchmesse.de
Lars Müller Publishers: Halle 4.1 Stand J 82
 

aus der Küche

Mittwoch, 13. August 2014

gesehen

Gastspiel

Schweizer Gegenwartskunst im Museum Rietberg


Wann ist etwas fremd, wann vertraut? Eine Ausstellung im Museum Rietberg zeigt, dass diese Frage komplexer ist, als man denken würde. Das Museum für aussereuropäische Kunst, ein Hort «fremder» Gegenstände par excellence, lässt seine Bestände derzeit von Schweizer Gegenwartskunst infiltrieren. So begegnen wir inmitten chinesischer Keramik massenproduzierten Gegenständen unserer Alltagskultur, einem Frottétuch, einem Sprudelbad in einer Plastikchampagnerflasche oder billigen Teppichmustern (Stefan Burger, Bild 1). Es findet eine amüsante und irritierende Verschiebung statt: man beurteilt Objekte plötzlich nicht mehr nach ihrer zeitlichen, geografischen und kulturellen Distanz, sondern nach Form, Farbe und Material; vertraute Alltagsgegenstände hingegen erscheinen uns plötzlich fremd oder gar absurd. Diese Verschiebungen in unserem Sehverhalten erlebt man in der ganzen Ausstellung. Neben Walfischfiguren aus der Südsee gesellen sich ohne Bruch Lutz&Guggisberg’s «Modelle» einer Mondrakete oder eines Globus’; den Strukturen von Fischli&Weiss’ «Betonlandschaften» (Bild 2), die im Aussenraum installiert sind, folgt man wie einer japanischen Tuschezeichnung.
Vieles, das wir täglich sehen, scheint uns nur deshalb normal, weil wir es zu kennen glauben oder weil wir uns daran gewöhnt haben. Die Ausstellung zeigt, dass das Fremde nicht so weit entfernt sein muss, sondern wie der Tages-Anzeiger treffend schrieb: «Das Fremde mag das Andere sein, aber eigentlich ist es das unheimlich Vertraute.»

Museum Rietberg
12. Juli bis 9. November 2014

http://gastspiel.rietberg.ch

zu sehen Fotografie

«SWITZAIRLAND. Ein Porträt aus der Vogelperspektive»

 
Das Museum im Bellpark Kriens zeigt die Schweiz aus der Luft mit Bildern aus den Beständen des Swissair Archivs: Schräg- und Senkrechtaufnahmen von Bergen, Landschaften, Städten und Dörfern veranschaulichen den Wandel der Schweiz vom Agrarland zu einem dicht besiedelten Gebiet innert weniger Jahrzehnte.
 
Eine Ausstellung im Museum im Bellpark Kriens
24. August bis 2. November 2014
www.bellpark.ch
 
 
Übrigens: Die Luftbilder der Swissair sind Teil des Bildarchivs der ETH-Bibliothek, das insgesamt über 2 Millionen Bilder verfügt. Die Bilder können online eingesehen, in Webqualität genutzt und in hoher Auflösung bestellt werden. Siehe: www.e-pics.ethz.ch
Bild: «Cupfinal am Ostermontag im Wankdorfstadion in Bern», 1973
ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz
Courtesy Museum im Bellpark

Robert Adams

The Place We Live

 
Im Fotomuseum ist noch bis zum 31. August eine Retrospektive des wichtigen amerikanischen Landschaftsfotografen Robert Adams zu sehen. Er war einer der einflussreichsten Teilnehmer der legendären Ausstellung «New Topographics: Photographs of a Man-Altered Landscape» von 1975, welche die romantisierenden Bilder der amerikanischen Moderne mit einem neuen, sachlichen Panorama des sich rasch verändernden amerikanischen Westens aktualisierte.
 
Noch bis zum 31. August.
Fotomuseum Wintherthur
www.fotomuseum.ch
Bild: Robert Adams, «Quarried Mesa Top, Pueblo County, Colorado, 1978» (abgetragene oberste
Schicht einer Hochebene), Silbergelatine-Abzug, Yale University Art Gallery, 
© Robert Adams
Copyright © 2014 ETH Zürich, Prof. Günther Vogt, All rights reserved.


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