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ETH Zürich | Institut für Landschaft und Urbane Studien | Professur Günther Vogt

Newsletter #15 Januar 2020

Professur Günther Vogt


 

Neue Publikation Mutation und Morphose – Landschaft als Aggregat

Wer aus der Distanz betrachtet, was wir «Landschaft» nennen, wird erkennen, dass es sich dabei um ein Artefakt handelt, um einen Lebensraum, von Menschen geschaffen als Teil der gebauten Stadt. Die Gestaltung dieses Raums ist eine Disziplin von zunehmender Bedeutung. Günther Vogt hat mit VOGT Landschaftsarchitekten und als Professor an der ETH Zürich ein Instrumentarium geschaffen und eine Arbeitsweise entwickelt, welche von der grossmassstäblichen Landschaft bis zum kleingliedrigen öffentlichen Stadtraum alle Dimensionen der gestalteten Umwelt einbeziehen.

Mutation und Morphose versammelt zahlreiche Aspekte, die den kollektiven Arbeitsvorgang des Entwerfens und Gestaltens von der Planung bis zur Realisierung bestimmen. Das Modell als Instrument und die Sammlung als Antrieb werden hier in einer verblüffenden Themenvielfalt erläutert. Im wissenschaftlichen Gespräch oder detaillierten Faktendossier wird der Bogen gespannt von der Entstehung neuer Landschaften als Folge des Klimawandels zur Migration des Wolfes nach Mitteleuropa, vom Einfluss invasiver Pflanzen zur Studie der geologischen Formation. Das ausgebreitete Panorama präsentiert uns einen erweiterten Denk- und Arbeitsraum für Landschaftsarchitekten und ist Voraussetzung der herausragenden Projekte von VOGT.

Erhältlich bei Lars Müller Publishers

Herausgeber: Günther Vogt, Thomas Kissling,
in Zusammenarbeit mit Vogt Landschaftsarchitekten AG, Case Studio VOGT und der Professur Günther Vogt.
Design: Integral Lars Müller
16,5 × 24 cm, 6 ½ × 9 ½ in
784 Seiten, 1187 Illustrationen
2020, 978-3-03778-619-2, Deutsch
2020, 978-3-03778-618-5, Englisch

Ankündigung Master Landschaftsarchitektur

Weitere Informationen https:/mscla.arch.ethz.ch.

Ausblick Frühjahrssemester 2020

Entwurf Wien – The Alps as Common Ground

Die Entwurfssemester der Professur Vogt kreisen um den Alpenbogen der These folgend, dass dieser als urbaner Common Ground gelesen werden kann. Jedes Semester stellt sich die Aufgabe der Verifizierung dieser These, indem wir auf eine Metropolitanregion fokussieren und nach deren spezifischem Bezug zum alpinen Raum fragen.
Nach Milano, Lyon, Ljubljana, München und Marseille beschäftigen wir uns im Frühlingssemester 2020 mit dem urbanen Territorium von Wien. Die östlichste Metropolitanregion im perialpinen Raum gilt als politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Österreichs und nimmt in Mitteleuropa, als sechstgrösste Metropole der Europäischen Union, eine bedeutende Position ein.
Die Aufgabe des Semesters besteht in der Neubestimmung der Bedeutung und Nutzung der alpinen und perialpinen Landschaften im Spannungsfeld zwischen Extensivierung (museale Landschaft) und Intensivierung (beispielsweise Tourismus, Landwirtschaft oder Energieproduktion) mit dem Ziel, eine neue produktive Beziehung mit der Metropolitanregion Wien herzustellen. Dabei fokussieren wir auf drei Betrachtungsperimeter, von denen jeder eine andere Massstabsebene abdeckt.
In einem ersten Schritt untersuchen wir die grossmassstäblichen Beziehungen Wiens. Auf einem zweitägigen Field Trip ergänzen wir den analytischen Blick mit einer persönlichen Sicht auf den Ort. Daraus entwickeln die Studierenden ein individuelles Programm als Grundlage für ihren Entwurf. Die vorgeschlagenen Eingriffe können zwischen städtebaulichen und landschaftlichen Szenarien sowie konkreten architektonischen Vorschlägen variieren. Dieses Vorgehen trägt der Einsicht Rechnung, dass der Entwurf nicht als Endprodukt, sondern als Prozess zu verstehen ist, bei dem es darum geht die einzelnen Denkbewegungen sichtbar zu machen und aufzuzeichnen. 

Entwurf Professur Günther Vogt
Entwurf V-IX (052-1144-20 – 14KP), Integrierte Disziplin Landschaftsarchitektur (051-1236-20 – 3KP).
Die Reise nach Wien findet am Wochenende vom 06. - 08. März 2020 statt. Der Unkostenbeitrag beträgt 200 CHF.
Kontakt: David Jung, Ursin Huonder

links: Wasserspeicher Rosenhügel bei Wien. rechts: Auf dem Rosenhügel. © Professur Günther Vogt, ETH Zürich

Territorium der Stadt Wien

Die Wahlfachreihe «Territorium der Stadt: Landschaft als Ressource» befasst sich mit aktuellen Transformationsprozessen metropolitaner Landschaften in Europa und führt in das landschaftsarchitektonische Entwerfen im territorialen Massstab ein. 
Im Frühjahrssemester 2020 findet das Wahlfach in Wien statt. Auf Basis eines Field Trips und kartografischer Analysen mittels GIS entwickeln die Studierenden konkrete Strategien für die wachsende metropolitane Landschaft Wiens, die von einer langen Tradition der Freiraumplanung geprägt ist.

Territorium der Stadt: Landschaft als Ressource – Professur Günther Vogt
Wahlfach (052-0718-20 – 2 KP), Wahlfacharbeit (063-0630-20 – 6 KP), Vertiefungsarbeit (063-0752-20 – 6 KP). 
Die Reise nach Wien findet vom 28. Februar 2020 bis 02. März 2020 statt. Der Unkostenbeitrag beträgt 200 CHF.
Kontakt: Amalia Bonsack

Rundansicht von Wien während der Belagerung von 1529 von Niklas Meldemann (1530).
Bildquelle: Historisches Museum Wien

Summer School 
Experimental Landscape Furniture

Erneut findet unsere Summer School «Experimental Landscape Furniture» in Basel/Weil am Rhein statt. Während des zweiwöchigen Workshops entwerfen und bauen wir mit 12 Studierenden je ein Sitzmöbel für die Landschaft. Die Umsetzung findet in der Werkstatt des Vitra Design Museums oder direkt in der (urbanen) Landschaft statt, wo die Ergebnisse auch präsentiert und mit GastkritikerInnen diskutiert werden. In der Tradition der Spaziergangs­wissenschaft treten landschaftsarchitektonische Erkundungen der Region Basel in Beziehung zur Aufgabenstellung, dieses Jahr mit einem Fokus auf Vegetation und Geologie.

Ein Stuhl für die Landschaft – Professur Günther Vogt
Wahlfacharbeit (063-0818-20 – 6 KP). Vertiefungsarbeit (063-0752-20 – 6 KP). 
Die Summer School findet vom 22. Juni 2020 bis 5. Juli 2020 statt. Der Unkostenbeitrag beträgt 650 CHF (inkl. Unterbringung in Basel, ÖV, alle benötigten Materialien, acht Mittag- und zwei Abendessen, alle Exkursionen).
Eine durchgängige Anwesenheit in Basel/Weil am Rhein ist Voraussetzung für die Teilnahme. Nach der Summer School sind zwei Wochen Arbeitszeit für die Abgabe eines Prozessbuches sowie eines Reflexionstextes einzuplanen.
Kontakt: Max Leiß 

Bewerbungsfrist: 16. Februar 2020 (Portfoliobewerbung inkl. Motivationsschreiben; 12 Plätze verfügbar)

links: Entwurf von Francesca Leibowitz, 2019, rechts: Entwurf von Tobias Wagner, 2019 
© Max Leiß, Professur Günther Vogt, ETH Zürich

Vorlesung NSL II Kartografie des Entwerfens

Im Frühjahrssemester wird zum dritten Mal die Vorlesungsreihe «Kartografie des Entwerfens» als Kernfach im Master-Studiengang Architektur angeboten. Der Kurs beschäftigt sich mit Methoden, Werkzeugen und Prozessen des Entwerfens, die zwischen der ersten Auseinandersetzung mit dem Ort und der Kommunikation des Projekts zur Anwendung kommen. In aufeinander aufbauenden Vorlesungen und Übungen werden Grundlagen der Entwurfsarbeit besprochen und angewendet. Der Kurs soll es den Studierenden ermöglichen, ihr individuelles entwerferisches Methodenset zu erweitern und damit die Bearbeitung, Kartierung und Kommunikation von Entwurfsaufgaben zu inspirieren.

Termine FS20: 20. Februar, 27. Februar, 05. März, 12. März, 26. März, 02. April, 09. April, 23. April, 30. April, 07. Mai, 14. Mai.
Keine Lehrveranstaltung am 19. März (Seminarwoche), 16. April (Osterferien) sowie 21. und 28. Mai (vor Schlussabgaben).


NSL II: Kartografie des Entwerfens – Professur Günther Vogt
Kernfach (063-0702-00 – 2 KP).
Kontakt: Andreas Klein

Der Arbeitsplatz als Tatort © Vogt Landschaftsarchitekten AG

Rückblick Herbstsemester 2019

Territorium der Stadt Napoli

Im vergangenen Herbstsemester befasste sich das Wahlfach «Territorium der Stadt» mit Neapel, der drittgrössten Stadt Italiens. Die Aufgabe bestand darin, ein Nutzungsszenario sowie einen Entwurf für einen zukünftigen metropolitanen Park im Westen Neapels zu entwickeln – ein Gebiet, das sich durch eine komplexe vulkanische Topographie und verstreute Nutzungen auszeichnet. Bis Ende Februar werden Projekte der Studierenden in Form von Wahlfacharbeiten weiter vertieft und ausgearbeitet.

Besuch eines ehemaligen Tuffsteinabbaugebietes während des Field Trips in Neapel.
© Amalia Bonsack, Professur Günther Vogt, ETH Zürich

Seminarreise Handwerk in Kampanien

Im Anschluss an unsere Frühjahrsreise nach Dänemark ging es dieses Semester innerhalb der Reihe zum Thema Handwerk weiter, diesmal nach Kampanien. Wir lernten die Geschichte, Kultur und Ökonomie des Territoriums kennen, indem wir die Produktionsketten von Lavastein-Kacheln, D.O.P. Tomaten und massgefertigten Anzügen nachverfolgten.
In Pompeji wurde uns beispielsweise gezeigt, wie HandwerkerInnen Schmuckstücke aus der archäologischen Stätte restaurieren und wie ihre Ausbildung organisiert ist. Während eines Workshops bei Ranieri Pietra Lavica in Fisciano durften wir eigenhändig lernen, wie man Fliesen mit traditionellen italienischen Mustern bemalt. Zudem haben wir Produktionen von D.O.P. Mozzarella, Wein und Olivenöl besucht sowie ehemalige Industriegebiete nördlich und westlich von Neapel.

links: Ausblick von der Terrasse des Hotels Parco dei Principi von Gio Ponti in Sorrento, deren Fliesen von lokalen HandwerkerInnen gestaltet wurden. rechts: Workshop bei Ranieri Pietra Lavica, Fisciano. 
© Roland Shaw, Professur Günther Vogt, ETH Zürich

MAS Raumplanung 
Präsenzwoche Landschaftsarchitektur

Zum zweiten Mal führten wir Anfang Dezember die Präsenzwoche Landschaftsarchitektur, im Rahmen des MAS Studiengangs Raumplanung, durch. Anhand eines konkreten Fallbeispiels, der Region Sarganserland, beschäftigten wir uns mit Methoden, Werkzeugen und Prozessen des landschaftsarchitektonischen Entwerfens im grossen Massstab. Neben Vorträgen ergänzten Übungen die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Ort. Die Studierenden arbeiteten jeweils mit einem von drei ausgesuchten Themengebieten: Geologie, Wasser oder Tourismus.

Während eines Field Trips in der Region konnten dazu einige Beispiele besichtigt werden. Angefangen mit dem Resort Walensee in Unterterzen über ein Revitalisierungsprojekt am Berschnerbach und einer Schutzmassnahme beim Grossbach in Wangs bis zum Untertageabbau von Kalkstein in Trübbach konnten verschiedene Aspekte vor Ort mit erfahrenen Expertinnen und Experten besprochen werden.

oben: Revitalisierungsprojekt Berschnerbach bei Walenstadt, links: Untertageabbau von Kalkstein
im Schollberg, rechts: Ausstiegsstollen im Schollberg. 
© David Jung, Professur Günther Vogt, ETH Zürich

Save the Date Vortrag von Olafur Eliasson

9. März 2020 18:00 Uhr, ETH Hauptgebäude Audi Max (HG F 30)

Save the Date 
20 Jahre VOGT Zürich und Book Launch (20:30)

9. März 2020 18:00 - 23:00 Uhr,
VOGT Landschaftsarchitekten, Stampfenbachstrasse 57, 8006 Zürich

Copyright © 2020 ETH Zürich, Prof. Günther Vogt, All rights reserved.


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