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ETH Zürich | Institut für Landschaft und Urbane Studien | Professur Günther Vogt

Newsletter #16 September 2020

Professur Günther Vogt


 

Ausblick Herbstsemester 2020

MSc Landschaftsarchitektur Basel

Diesen September startet der neue Master Landschaftsarchitektur am Departement Architektur der ETH Zürich. Das erste Semester setzt sich aus sieben Modulen zusammen und wird von Teresa Galí-Izard, Christophe Girot und Günther Vogt begleitet. Davon wird unsere Professur die Module «Entwerfen mit Pflanzen I», «Materialien und Konstruktion I» sowie die Seminarwoche in Basel unterrichten.
 
Die Seminarreise steht innerhalb des ersten Semesters am Anfang einer intensiven Auseinandersetzung mit dem trinationalen Raum Basel. Bei unseren Exkursionen ins Feld bedienen wir uns der Methode des Spaziergangs. Aus der Perspektive der Fussgängerin / des Fussgängers gewinnen wir Nähe zu den Dingen die uns umgeben und legen dabei den Fokus auf die Vegetation der Stadt. Gleichzeitig sollen Bezüge zur historischen und aktuellen Stadtentwicklung sowie zu den Bedingungen der urbanisierten Landschaft hergestellt werden. Das Erlangen einer panoptischen Sicht auf die «Natur der Stadt» ist das Ziel der intensiven Beschäftigung mit dem vielfältigen Territorium.

Unsere Spaziergänge liegen alle innerhalb von maximal acht Kilometern Entfernung des historischen Stadtzentrums und werden von ausgewiesenen Expertinnen und Experten begleitet. Sonja Hassold (Biologin), Günther Vogt (Landschaftsarchitekt) und Markus Ritter (Biologe) erläutern in Gesprächen die Zusammenhänge zwischen der vorgefundenen Vegetation und den Konditionen der Stadtlandschaft.

In abendlichen Vorträgen, Seminaren und Lesestunden führt Markus Ritter zudem in die Theorie und die Methode der Promenadologie ein. Dabei wird ein Fokus auf die Position des in Basel beheimateten Soziologen Lucius Burckhardt (1925-2003) gelegt, der in den 1980er Jahren die Spaziergangswissenschaften begründete und in der Folge eine komplexe und weitblickenden Planungs- und Gestaltungswissenschaft entwickelte.

MSc Landschaftsarchitektur – Professur Günther Vogt
Foundation Studio (061-0141-20 – 14 KP), Modul Entwerfen mit Pflanzen I (061-0105-00 – 2KP), Modul Materialien und Konstruktion I (061-0107-00 – 2KP) & Seminarwoche Herbstsemester 2020 (061-0151-20 – 2KP).
Die Seminarreise (Kostenrahmen C) nach Basel findet am Wochenende vom 18.10.2020 – 24.10.2020 statt.
 
Kontakt: Thomas Kissling

Basel, Brückenüberfahrt beim Bahnhof (1988) © ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv, Fotograf: Thomas Zwyssig.

Territorium der Stadt  Schweizer Mittelland

Die Wahlfachreihe «Territorium der Stadt: Landschaft als Ressource» befasst sich mit aktuellen Transformationsprozessen metropolitaner Landschaften in Europa und führt in das landschaftsarchitektonische Entwerfen auf unterschiedlichen Massstäben ein.

Im Herbstsemester 2020 fokussiert der Kurs auf Lausanne, den Hauptort des Kantons Waadt und Teil der Région métropolitaine Lémanique. Auf Basis eines Fieldtrips und kartografischer Analysen mittels GIS entwickeln die Studierenden konkrete Strategien für die Agglomeration von Lausanne, die sich von den Hügeln des Schweizer Mittellandes bis zum Nordufer des Genfersees erstreckt.  

Territorium der Stadt: Landschaft als Ressource – Professur Günther Vogt
Wahlfach (052-0717-20 G – 2 KP) und mögliche Wahlfacharbeit (063-0629-20 A – 6 KP)
oder Vertiefungsarbeit (063-0751-20 A – 6KP).
Die Reise nach Lausanne findet am Wochenende vom 03.10.2020 – 04.10.2020 statt.
Der Unkostenbeitrag beträgt CHF 100.
Kontakt: Amalia Bonsack

Nationalstrasse N1/Autobahn A1 im Bau, Abschnitt Lausanne – Genf, Blick von Bussigny nach Lausanne (1963)
© ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv, Fotograf: Comet Photo AG, Zürich.

Summer School 
Experimental Landscape Furniture

Die Summer School «Experimental Landscape Furniture» wurde aufgrund der COVID-19-Massnahmen verschoben und findet neu vom 31.08.2020 – 12.09.2020 statt.
 
Zwölf Studierende entwerfen und bauen individuelle Sitzmöbel für die Landschaft, vor Ort in Basel sowie in Kooperation mit dem Vitra Design Museum. Den Hintergrund bilden ausgedehnte Erkundungen in der Tradition der Spaziergangswissenschaft und ein Rahmenprogramm zu Möbelbau und Vegetationskunde.

Sitzbank im Landschaftspark Wiese, Basel © Max Leiß, Professur Günther Vogt, ETH Zürich.

Winter School Urban Food Die Schweizer Alpen
Transformation eines Kulturraums – ein Portrait

Auf die metropolitanen Territorien rund um die Alpen wirken eine Vielzahl an Transformationsprozessen ein. Über die Produktion, Verarbeitung, Distribution sowie den Konsum und die Entsorgung von Lebensmitteln werden unterschiedlichste Beziehungen innerhalb der metropolitanen Territorien immer wieder neu gestaltet. Indem wir das Essen als Forschungsgegenstand betrachten, machen wir diese Transformationen im umfassenden Sinne sichtbar. 

In dieser Winter School, die vom 25.01.2021 – 12.02.2021 in Zürich stattfindet, portraitieren wir die Schweiz mittels einer analytischen Gruppenarbeit in Zweierteams und übersetzten die Resultate und Erkenntnisse in der Folge in einen Visual Reader. Dabei werden neben Themen wie Nahrungsmittelproduktion und -vertrieb auch neue Tourismusformen als Folge des Klimawandels, die Schweizer Küche und die Infrastruktur der Schweizer Alpen thematisiert sowie deren jeweilige wechselseitige Beziehung mit den umliegenden Städten wie Lausanne oder Zürich. In der zweiten Hälfte des Kurses wird ein Thema des ersten Teils individuell zu einem Essayfilm weiterentwickelt.

Dieser Kurs wird nicht mehr als Wahlfach, sondern nur noch als Vertiefungsarbeit angeboten.

Urban Food – Professur Günther Vogt
Vertiefungsarbeit HS20 im Bereich Landschaftsarchitektur und Städtebau (LUS) (063-0751-20 – 6 KP) 
Dieser Kurs, inklusive Reise innerhalb der Schweiz, findet vom 25.01.2021 – 12.02.2021 statt.
Der Unkostenbeitrag beträgt 280 CHF.
Kontakt: Roland Charles Shaw

Entlebucher Biosphärenkäse © Wikimedia Commons, Fotograf: Hubert Laska.

Rückblick Frühjahrssemester 2020

Entwurf Wien – The Alps as Common Ground

Im Frühjahrssemester erarbeiteten die Studierenden des Entwurfskurses der Professur Günther Vogt individuelle Projekte im Kontext der Metropolitanregion Wien.
 
Dabei steht das prozessuale Arbeiten im Fokus. Angefangen mit einer intensiven Analyse Wiens, über die Formulierung eines individuellen Programms, bis zur Erarbeitung des eigenen Entwurfs wurde der Prozess aufbauend dokumentiert und festgehalten. Mit dieser Aufzeichnung können alle Denkbewegungen innerhalb eines Entwurfsprozesses, bis zur Präsentation des jeweiligen Projekts, verfolgt und diskutiert werden.
 
Während des Semesters gab es verschiedene Inputveranstaltungen um den Entwurfsprozess zu inspirieren. Zu Beginn haben wir auf einer Exkursion nach St. Gallen die Kunstbibliothek des Sitterwerks und die Stiftsbibliothek des Kloster St. Gallen besucht. Diese zwei sehr unterschiedlichen Bibliotheken zeigen exemplarisch Möglichkeiten, wie Wissen organisiert werden kann und regen dazu an, ein persönliches Archiv anzulegen.
 
Später im Semester begleitete zusätzlich Dafi Kühne, Plakatgestalter und Buchdrucker aus Glarus und Zürich, die Entwurfsarbeiten hinsichtlich Typografie und Layout. Aus dieser Zusammenarbeit entwickelten wir, mit der Umstellung zum digitalen Unterricht, ein neues Format für den Semesteroutput. Dieses beinhaltet jeweils pro Entwurfsarbeit ein physisches Faltblatt mit wenigen, jedoch präzisen Angaben zum Projekt und dem Hinweis auf die vollständige digitale Arbeit in unserer Wunderkammer. Die Faltblätter wurden nach der Schlusskritik gedruckt und in einem Schuber zusammengestellt.
 
Den Semesterabschluss bildeten die virtuellen Schlusskritiken vom 27. und 28.05.2020. Dafür durften wir die Gäste Maren Brakebusch, Daia Stutz und Anne Kaestle begrüssen und in einen spannenden und vielseitigen Diskurs einsteigen.

links: Kunstbibliothek Sitterwerk, Exkursion nach St. Gallen © Professur Günther Vogt, ETH Zürich.
rechts: Typografie Workshop, mit Dafi Kühne © Professur Günther Vogt, ETH Zürich.
links: Physischer Semesteroutput, Schuber mit Faltblättern © Professur Günther Vogt, ETH Zürich.
rechts: Wunderkammereintrag, virtuelle Projektarbeiten © Professur Günther Vogt, ETH Zürich.

Territorium der Stadt Wien

Im vergangenen Frühjahrssemester befasste sich das Wahlfach «Territorium der Stadt» mit der Stadt Wien, deren Entwicklung und Morphologie durch die umliegende Landschaft wesentlich geprägt wurde. Da unsere Reise wegen COVID-19 kurzfristig abgesagt wurde, mussten die Studierenden kreative Strategien einsetzen, um sich das Wiener Territorium mit verschiedenen Analyse- und Recherchemitteln anzueignen. Bis Ende des Sommers werden die Projekte der Studierenden in Form von Wahlfacharbeiten oder Vertiefungsarbeiten weiter vertieft und ausgearbeitet.

«Not all who wander are lost» Wanderwege in Wien, Recherche von Alessandra Ortelli © Professur Günther Vogt, ETH Zürich.

Rückblick Herbstsemester 2019

Urban Food Napoli

Im Herbstsemester haben wir uns im Rahmen des Wahlfachs «Urban Food» mit dem Territorium Neapels mit Fokus auf das Essen auseinandergesetzt. Als Erstes haben Zweiergruppen verschiedene Themen erforscht, etwa Rohstoffe, Schutz und Big Events sowie, zum ersten Mal, Hygiene. Als Endprodukt hat jede Gruppe ein Kapitel für einen Visual Reader produziert, der ein Porträt des Kulturraums Neapels bildet. Während einer dreitägigen Reise haben wir unter anderem einen Produzenten der geschützten Tomatensorte «Piennolo del Vesuvio» und, unter Begleitung von drei Bodyguards, den neapolitanischen Grossmarkt besucht.
 
Die Wahlfacharbeit fand auch dieses Jahr als Blockwoche statt, in der die Studierenden als Einzelarbeit ein Thema des Wahlfachs als Essayfilm weiterentwickelt haben, kulminierend in einem Screening im Kino des Case Studio Vogt.

Mindmap zur Geschichte der Pizza aus dem Visual Reader Kapitel «Küche» von Kacper Cywiński und Dianer Ding © Professur Günther Vogt, ETH Zürich.
Still aus «Aus den Augen aus dem Sinn», einem Essayfilm von Milan Jarrell © Professur Günther Vogt, ETH Zürich.
Copyright © 2020 ETH Zürich, Prof. Günther Vogt, All rights reserved.


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