Copy

ETH Zürich | Institut für Landschaftsarchitektur

Newsletter #04 August 2015

Professur Günther Vogt

Ausblick Herbstsemester 2015: Lyon

Entwurf Process Cartography X

LYON. Trois montagnes, trois rivières, trois parcs, trois échelles

The Alps as Common Ground

Die Entwurfssemester der Professur Vogt kreisen um den Alpenbogen der These folgend, dass dieser als urbaner Common Ground gelesen werden kann. Jedes Entwurfssemester stellt sich die Aufgabe der Verifizierung dieser These, indem wir auf eine Metropolitanregion fokussieren und nach dem spezifischen Bezug zum alpinen Raum fragen.
 
Im kommenden Semester beschäftigen wir uns mit dem urbanen Territorium Lyon, das sich zwischen Zentralmassiv, Jura und den Alpen bewegt und vom Mittelmeer über die Plateaus von Nieder-Dauphiné, Bresse und Dombes bis auf das Dach Europas, dem Mont Blanc, auf 4810 Meter über Meer reicht.
 
Wir verstehen den Entwurf nicht als Endprodukt sondern als Prozess. In einem ersten Schritt untersuchen wir die grossmassstäblichen Beziehungen Lyons. Auf einem viertägigen Fieldtrip ergänzen wir den analytischen Blick mit einer persönlichen Sicht auf den Ort. Daraus entwickeln die Studierenden ein individuelles Programm als Grundlage für ihren Entwurf. Die vorgeschlagenen Eingriffe können zwischen städtebaulichen und landschaftlichen Szenarien sowie konkreten architektonischen Vorschlägen variieren.
 
Professur Günther Vogt - www.vogt.arch.ethz.ch 
Kontakt: Thomas Kissling, kissling@arch.ethz.ch
Assistenz: Sebastiano Brandolini, Thomas Kissling, Roland Shaw, Ilkay Tanrisever
Entwurf (051-1135-15 U - 13 KP) und integrierte Disziplin Planung /
Landschaftsarchitektur (051-1235-15 U - 3KP)

Die Reise nach Lyon findet vom 02.10.15 – 05.10.15 statt. Der Unkostenbeitrag beträgt 220 CHF.

Pairi-daeza Schwelle

Die südostfranzösische Stadt Lyon gilt als Modellstadt einer «Politik des öffentlichen Raumes». Seit den 90er-Jahren entstanden als zentrales Instrument der regionalen Stadtentwicklung zahlreiche Plätze, Pärke und Promenaden – von der Innenstadt bis an die Peripherie. Heute, als zweitgrösste Metropole Frankreichs, stellt sich Lyon die Frage nach dem strategischen Umgang mit öffentlichem Raum erneut – allerdings in sehr viel grösserem Massstab. Hier setzt das Wahlfach an: Anhand eines Hügelzuges im Norden der Stadt fragen wir nach dem Inhalt und der Form eines grossmassstäblichen Parks für Lyon. Unter dem Leitthema «Schwelle» befassen sich die Studierenden mit verschiedenen Parktypen und ihrer Verbindung zur Stadt. Daraus entwickeln sie ein Nutzungsszenario und entwerfen einen metropolitanen Park.

Professur Günther Vogt www.vogt.arch.ethz.ch 
Assistenz: Daia Stutz, stutz@arch.ethz.ch
Wahlfach (LV-Nr. 051-0630-15 G- 2 KP)
und mögliche Wahlfacharbeit (LV-Nr. 063-0630-15 A - 6 KP) während der Semesterferien
Reise nach Lyon am Wochenende vom 03./04.10.2015; Unkostenbeitrag Reise: 200.- CHF
Einführungsveranstaltung am Mo, 21.09.2015 im HIL H 40.9 von 15-16 Uhr

 

Urban Food Lyon: Hauptstadt der Gastronomie

Gravur aus Pantagrual, François Rabelais, Lyon 1873
Die Produktion, Verarbeitung, Verteilung sowie der Konsum und die Entsorgung von Lebensmitteln prägen seit jeher die Beziehung zwischen Stadt und Land und somit das Territorium. Umgekehrt werden Gastronomie und Konsumverhalten stark durch Urbanisierungsprozesse beeinflusst, womit die gegenseitige Prägung von Stadt und Food-System deutlich wird.
 
Ein Besuch im jahrhundertealten Marché de la Croix-Rousse bietet einen Überblick über die vielfältigen Landschaften und Erzeugnisse der Rhone-Alpen-Region – von Alpkäsen aus einigen der höchsten Gebiete in Europa bis zu Frankreichs besten Froschschenkeln aus den Teichen von Les Dombes. Die Entwicklung der Metropolitanregion Lyon wird seit Jahrhunderten von lokaler Produktion und internationalem Handel geprägt.

Im diesjährigen Wahlfach, das als Blockwoche in Lyon und Zürich stattfindet, untersuchen die Studierenden in Form einer analytischen Gruppenarbeit die historische und zeitgenössische Wechselwirkung zwischen Stadt und Land aus der Sicht des Foods. Im Anschluss besteht die Möglichkeit das Thema in einer schriftlichen Wahlfacharbeit zu vertiefen.

Professur Günther Vogt www.vogt.arch.ethz.ch 
Assistenz: Roland Shaw, shaw@arch.ethz.ch
Wahlfach (LV-Nr. 051-0631-15 G- 3 KP), Wahlfacharbeit (6 KP)
Die Blockwoche, inklusive Reise nach Lyon, findet vom 08.02.2016 bis 16.02.2016 statt; Unkostenbeitrag Reise: 250.- CHF
 

Seminarreise Graz, Ljubljana, Triest, Venedig

Lithografie, Josef Blasig, Ljubljana 1850

Auf den Spuren der südlichen Staats-Eisenbahn

Urbanität der Landschaft


«Zwischen trauernden Pinien und rachedurstig rauschenden Fichten hinter Triest sehen wir vom Zuge aus das weltbekannte Schloss Miramare liegen. Nicht gar lange hat Maximilian darin seine Luftschlösser gebaut… So geht es durch das einzigartige, faszinierende Karstgelände bis Adelberg. Das ist die italienische Grenzstation Postumia (slowenisch: Postojna). Mit den nahen Tropfsteinhöhlen, die ob ihrer Grösse und bizarren Formungen Völker aller Zungen anlocken, hat Italien einen guten Griff getan, denn solche Naturperlen sind selten in der Welt… Irgendwo quillt ein Flüsschen, nach dem Lai-Bach benannt ist, aus der fetten Erdrinde, schlängelt sich ein Stück weit durch grüne Wiesen und flüchtet sich wieder ins schützende Erdreich.» - Fahrt nach Laibach, Albert Köhler, 1930

Schon in der Antike hat die Strecke der Österreichisch-Ungarischen «Staats-Eisenbahn» den Norden der Alpen mit der Adria verbunden. Von Graz reisen wir auf dieser Strecke nach Ljubljana, Triest und Venedig. Wir untersuchen Städte und Landschaften auf beiden Seiten der Dinarischen Alpen und dokumentieren diese in Form von fotografischen Aufnahmen. Im Vorfeld der Reise werden wir am Einführungstag von professioneller Seite in die Techniken der Fotografie eingeführt.

Professur Günther Vogt www.vogt.arch.ethz.ch 
Datum: 17.–24. Oktober 2015
Kostenrahmen: C
Maximal 15 TeilnehmerInnen
Einführung: 7. Oktober 2015, 18.00 Uhr
Kontakt: Ilkay Tanrisever, tanrisever@arch.ethz.ch

Ausblick Entwurf Frühlingssemester 2016

Lehrkollektiv Marcel Meili, Günther Vogt, Jürg Conzett

Untersuchungs- und Entwurfsperimeter des Frühlingssemesters 2016
Ab 2016 führen die Professuren Marcel Meili (Architektur und Konstruktion) und Günther Vogt (Landschaftsarchitektur) zusammen mit Jürg Conzett (Bauingenieurwesen) ein gemeinsames Entwurfssemester durch. Dieses findet halbjährlich, jeweils im Frühling statt.

Der Kurs beschäftigt sich mit Infrastrukturknoten in den Alpen. Entgegen der heute gebräuchlichen Praxis, die Erschliessung solcher Orte in den Untergrund zu verlegen, denken wir über oberirdische Lineinführungen nach und fokussieren dabei auf den öffentlichen Verkehr. Uns beschäftigt die Frage, nach welchen Kriterien eine Bahnlinie ins Gelände gelegt werden kann, wenn dazu nicht ausschliesslich technische Argumente massgebend sind. Die dafür notwendigen Ingenieurbauwerke (etwa Brücken oder kürzere Tunnels) sind Bestandteil der Entwurfsaufgabe, ebenso wie das Nachdenken über mögliche architektonische oder landschaftsarchitektonische Programme als Konsequenz der infrastrukturellen Neuerschliessung (Kulturbauten, Berghotels, Parklandschaften, Bahnhöfe, hybride Gebäude). Alle Entwurfsschritte (Analyse, Programm, Entwicklung) sind unter Berücksichtigung der drei am Entwurfskurs beteiligten Disziplinen Architektur, Landschaftsarchitektur und Bauingenieurwesen integral zu entwickeln.

Im Frühling 2016 beschäftigen wir uns mit der seit vielen Jahren im Raum stehenden und vielfach diskutierten Idee der Eisenbahnverbindung von Schuls (RhB Anschluss) ins oberste Vinschgau, wo schon heute ein Bahnanschluss vorhanden ist. Weitere Informationen zur laufenden Semestervorbereitung können unter www.vogt.arch.ethz.ch nachgeschlagen werden. Das Semester wid im Frühling in der regulären Ausschreibung des Departementes veröffentlicht.

Ausblick Ausstellung «Rom 20-25»

Die Ausstellungseröffnung im MAXXI in Rom des Projekts «Rome 20-25: New Life Cycles for the Metropolis» findet am 18. Dezember 2015 statt, die Ausstellung dauert bis zum 17. Januar 2016.
 
Der Beitrag der Professur Günther Vogt zeigt umfangreiche Recherchen zur Metropolitanregion Rom und einen Entwurfsvorschlag für einen ausgewählten Perimeter, der die geschützte Landschaft und die Verbrachung thematisiert, wobei Letztere als Potential und gemeinsame Ressource umgedeutet wird.

Mehr Informationen unter: http://www.roma20-25.it/en/

Rückblick Frühlingssemester 2015 

Wahlfach Pairi-daeza: Berlin

Die Wahlfachreihe «Pairi-daeza» befasst sich mit landschaftsarchitektonischen Grundelementen im öffentlichen Raum europäischer Metropolen. Im Frühling konzipierten die Studierenden eine Neugestaltung des Freiraums zwischen Reinhardt- und Schumannstrasse in Berlin Mitte. Sie präsentierten die Entwürfe an der Schlusskritik im vergangenen Mai an einem grossen 1:100 Umgebungsmodell und vertiefen diese nun im Rahmen von Wahlfacharbeiten.
Modellbild und Schnittansichten von Juana Burgener und Lars Aebersold
Grundriss von Linda Joller und Rabea Kalbermatten
Modellbilder von Hanna Schlösser und Tenzin Tsamdha

Seminarreise Paris – Landschaft und Politik

Urbanität der Landschaft

 

1. Bild: Bibliothèque nationale de France (François Mitterand).
Kiefernwald im Hof.

2. Bild: Parc de la Courneuve. Eine künstliche Landschaft in der Pariser Vorstadt mit Hügeln, Teichen und Wald.

3. Bild: Terrasse des Observatoriums Meudon. Blickachse von Meudon aus Richtung Versailles. Die Gestaltung dieser Achse nutzt die Niveau-Wechsel zwischen der Terrasse, dem Teich und der Schneise durch den Wald.
 

Wahlfach Urban Food: Mailand

Im Anschluss an die Urban Food-Blockwoche beschäftigten sich die Studierenden in Wahlfacharbeiten weiter mit Mailand und untersuchten die ökonomischen und räumlichen Beziehungen zwischen Stadt und Territorium aus Sicht des Food-Systems. Die Arbeiten zeichnen sich durch verschiedene Forschungsmethoden aus und führten zu neuen Einblicken in die «Küche» der metropolitanen Planung.


















Bild aus Wahlfacharbeit:
Die Stadt und ihr Hinterland, Basil Witt

Rückblick Ausstellung Mailand

Gleichzeitig zur Expo in Mailand präsentierte die Professur Vogt im Centro Svizzero di Milano aktuelle studentische Entwurfs- und Recherchearbeiten sowie Thesen zur städtischen Entwicklung des Metropolitanraumes Mailands. Die Ausstellung, welche vom 26. Juni bis zum 22. Juli 2015 im Istituto Svizzero stattfand, beleuchtete das Territorium von Mailand unter verschiedenen Fokussen und zeigt eine breite Palette an Fragestellungen, Standpunkten und Ideen aus drei verschiedenen Lehrformaten.
Links: Grosse Animation des Alpenbogens. Rechts: Filmausschnitten von italienischen Klassikern werden aktuelle Aufnahmen desselben Ortes gegenübergestellt.
Oben: Projekte und Thesen in Form von Atlanten, Collagen und Zeitungen; Unten: Visual Reader und Zeitung «Positions» mit Studenten-Projekten

aus dem Garten Heilpflanzen

Die diesjährige Pflanzenauswahl für die ONA-Dachterrasse drehte sich um das Thema Heilpflanzen. Im Mittelpunkt neuerer agrarwissenschaftlicher Forschung steht die Erforschung von Pflanzen, von denen vermutet wird, dass sie bislang ungenutzte medizinische Heilkräfte haben. Viele dieser Pflanzen sind ebenfalls Duftpflanzen. Ihre Vielfalt wird jedoch von Monokulturen bedroht.
 
Die Auswahl beinhaltet unter anderem Artemisia abrotanum sowie A. absinthium, Monarda Hybr. «Cambridge Scarlet» und Melissa offizinales. Der ganze Lehrstuhl half mit, die Pflanzen in alphabetischer Reihenfolge einzupflanzen. Einige Gewächse vom letzten Jahr wurden beibehalten, darunter auch die blühende Artischocke.
 

aus der Küche Neue Lehrstuhlküche

Die neue Küche der Professur Vogt wurde letzten Monat montiert und schafft eine Kochmöglichkeit für Professoren und Assistierende der im ONA beheimateten Lehrstühle. Daneben dient die Küche vor allem für die mit den Studierenden in den unterschiedlichen Lehrformaten der Professur Vogt organisierten «Tastings» und «Debatten am Küchentisch», wie sie beispielsweise im Wahlfach «Urban Food» oder dem Entwurfsemester «Process Cartography» regelmässig stattfinden.
 
Neue Lehrstuhlküche im ONA
Olivenöltasting, Entwurfssemester HS12

zu sehen Tipps für die Kunst-Biennale Venedig

Proportio Palazzo Fortuny

Die Ausstellung «Proportion» im Palazzo Fortuny widmet sich dem Thema der Proportion. Gleich zu Beginn kann Proportion in fünf Hanfbauten, die der Architekt Tatsuro Miki zusammen mit dem Kurator der Ausstellung Axel Vervoordt nach den Gesetzen des goldenen Schnittes konzipiert hat, physisch erfahren werden. Danach begegnet man über 200 Werken aus Kunst, Wissenschaft, Musik und Architektur, die sich mit Proportion auseinandersetzen. Nicht nur die Schönheit der Werke hat eine euphorisierende Wirkung, sondern auch ihre Verbindung mit den Räumen des Palastes. Dieser gehörte zuletzt dem spanischen Universalkünstler Mariano Fortuna y Madrazo und wurde in den 50er-Jahren mit dem gesamten Interieur der Stadt Venedig vermacht.

Bis 22. November 2015
Ort : Palazzo 
Fortuny, Venedig
Blick in einen Ausstellungssaal
Links: Bauten gestaltet im goldenem Schnitt; Rechts: Gemälde von Robert Ryman auf ruinöser Ausstellungswand

Jimmie Durham. Venice: Objects, Work and Tourism
Fondazione Querini Stampalia, Spazio Carlo Scarpa

Der englische Künstler Jimmie Durham präsentiert im Spazio Carlo Scarpa der Fondazione Querini Stampalia Objekte, die er aus verschiedenen Bruchteilen zusammengebaut hat: Glasscherben und alte Ziegelsteine treffen auf Plastikfiguren aus der Tourismusindustrie. Er vereint damit verschiedene venezianischen Realitäten zu skurrilen Objekten. Die Arbeiten entstanden aus einer langjährigen Auseinandersetzung mit der Stadt Venedig, ihren Handwerkstraditionen und ihrem Tourismus.

Bis 20. September 2015
Ort : Fondazione Querini Stampalia
Copyright © 2015 ETH Zürich, Prof. Günther Vogt, All rights reserved.


Abonnieren Sie unseren Newsletter
Bitte teilen Sie uns Änderungen Ihrer E-Mail-Adresse mit: update subscription preferences
Newsletter abbestellen: unsubscribe from this list



Email Marketing Powered by Mailchimp