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ETH Zürich | Institut für Landschaftsarchitektur

Newsletter #07 Juli 2016

Professur Günther Vogt

Ankündigungen

Studio Meili Vogt Conzett
Ausstellung und Podiumsdiskussion

Luftbild der Region zwischen Scuol, Mals und Landeck.
Studio Meili Vogt Conzett – Eine neue transalpine Eisenbahnlinie
Ausstellung und Podiumsdiskussion, 21. September 2016, HTW Chur

Im letzten Frühlingssemester erarbeiteten die Studierenden des Studios Meili Vogt Conzett Vorschläge für eine neue Eisenbahnverbindung zwischen Scuol, Mals und Landeck.
In der Ausstellung zu sehen ist ein Atlas zur Region, in dem das Material aus der Analyse zusammengefasst und verdichtet wird. Darauf aufbauend werden die verschiedenen Varianten der Linienführung gezeigt. Und nicht zuletzt bieten einzelne Entwurfsarbeiten der Studierenden einen Querschnitt durch die behandelten Themen. Die Entwürfe bewegen sich gemäss dem Ziel des Studios Meili Vogt Conzett im Spannungsfeld zwischen Architektur, Ingenieurwissenschaften und Landschaftsarchitektur.
Die Ausstellung startet am 21. September 2016 mit einer Podiumsdiskussion zwischen Marcel Meili, Günther Vogt, Jürg Conzett und Vertreterinnen und Vertretern aus der Praxis.

Detaillierte Informationen zur Veranstaltung sind ab Mitte August auf www.vogt.arch.ethz.ch und www.meili.arch.ethz.ch publiziert.

NFP65
Buchvernissage und Podiumsdiskussion

«Urbane Qualitäten. Ein Handbuch am Beispiel der Metropolitanregion Zürich»

Die Resultate aus dem Nationalen Forschungsprojekt NFP 65 (Urbane Qualitäten), wurden letztes Jahr in zwei Syntheseberichten («Stadtwerdung der Agglomeration» von Jürg Sulzer und Martina Desax und «Urbane Qualität für Stadt und Umland» von Brigit Wehrli-Schindler, beide Scheidegger & Spiess Verlag) publiziert.
Als Teil dieses an verschiedenen Universitäten angesiedelten Forschungsprojektes präsentiert nun die Gruppe um Marc Angélil, Kees Christiaanse, Vittorio Magnago Lampugnani, Christian Schmid und Günther Vogt ihre Resultate aus der gemeinsamen Arbeit der letzten vier Jahre in einem ersten Buch (Hochparterre Verlag).

Die Buchvernissage findet am Dienstag, 4. Oktober 2016 ab 18:00 Uhr statt und wird begleitet von einer Podiumsdiskussion. Ort: ETH Zürich im ONA-Gebäude (Focushalle ONA E7) an der Neunbrunnenstrasse 50 in Oerlikon.
 
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen sind ab Mitte August auf www.vogt.arch.ethz.ch abrufbar.

Ausblick Herbstsemester 2016
Ljubljana – The Alps as Common Ground


Entwurf, Wahlfach Pairi-daeza, Wahlfach Urban Food


 

Entwurf Process Cartography XI

Ljubljana auf einer Postkarte von 1960; drei Brücken von Jože Plečnik.
Ljubljana – Zbirka alpskih pokrajn | Eine Sammlung alpiner Landschaften

Die Entwurfssemester der Professur Vogt kreisen um den Alpenbogen der These folgend, dass dieser als urbaner Common Ground gelesen werden kann. Jedes Entwurfssemester stellt sich die Aufgabe der Verifizierung dieser These, indem wir auf eine Grossstadtregion fokussieren und nach dem spezifischen Bezug zum alpinen Raum fragen.
 
Im kommenden Semester beschäftigen wir uns mit dem urbanen Territorium Ljubljana, das neben den hochalpinen Landschaften (Julische Alpen, Karawanken, Steiner Alpen) drei voralpine Regionen umfasst: das Gebirgssystem der Dinariden (Karst), die Pannonische Tiefebene und die mediterrane Küste. Naturgeographisch gesehen könnte somit fast das gesamte Staatsgebiet Sloweniens zu den Alpen gezählt werden.
 
Obgleich dieser vermeintlichen Omnipräsenz der Alpen, bleibt deren Bezug zu Ljbuljana weitestgehend diffus. Dies hat mit der geopolitischen Position der Region zu tun, deren territoriale Zugehörigkeit zu den angrenzenden Grossmächten im Laufe der Geschichte ständig wechselte. Zudem führte die einsetzende Industrialisierung um die Jahrhundertwende sowie die Ausbauten wichtiger europäischer Transitachsen zu einer Bevölkerungserosion in den hochalpinen Gebieten, was deren Position im Gegensatz zu den tiefergelegenen Tallagen nachhaltig schwächte. Im Hinblick auf die geplanten grossmasstäblichen Infrastrukturbauten wie z.B. die Bahnprojekte im Rahmen der Connecting Europe-Fazilität (CEF) ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend in Zukunft verstärken wird. Als Folge dieser Entwicklungen werden die höhergelegenen Teile der Slowenischen Alpen als eigenständige Wirtschafts- und Lebensräume in absehbarer Zeit komplett «verschwinden» (Werner Bätzing).
 
Die Aufgabe des Semesters besteht in der Neubestimmung der Bedeutung und Nutzung der alpinen Landschaft im Spannungsfeld zwischen Extensivierung (museale Landschaft) und Intensivierung (beispielsweise Tourismus, Landwirtschaft oder Energieproduktion) mit dem Ziel, eine neue produktive Beziehung mit der Grossstadtregion Ljubljana herzustellen.
 
Wir verstehen den Entwurf nicht als Endprodukt sondern als Prozess. In einem ersten Schritt untersuchen wir die grossmassstäblichen Beziehungen Ljubljanas. Auf einem sechstägigen Field Trip ergänzen wir den analytischen Blick mit einer persönlichen Sicht auf den Ort. Daraus entwickeln die Studierenden ein individuelles Programm als Grundlage für ihren Entwurf. Die vorgeschlagenen Eingriffe können zwischen städtebaulichen und landschaftlichen Szenarien sowie konkreten architektonischen Vorschlägen variieren.
 
Professur Günther Vogt - Process Cartography
www.vogt.arch.ethz.ch - Kontakt: kissling@arch.ethz.ch
Assistenz: Sebastiano Brandolini, Thomas Kissling, Ilkay Tanrisever
Entwurf (051-1135-16 U - 13 KP) und Integrierte Disziplin Planung / 
Landschaftsarchitektur (051-1235-16 U - 3KP)

Die Reise nach Ljubljana findet vom 07.10.16 bis 12.10.16 statt.
Der Unkostenbeitrag beträgt 240 CHF.
Pannonische Tiefebene: Sumpflandschaft im Süden von Ljubljana;
Mediterrane Küstenregion: Salzsalinen in Koper.
Karstlandschaft: die Höhlen von Škocjan; Alpine Landschaft: Triglav.

Pairi-daeza Wasser

Das Wahlfach Pairi-daeza, das sich mit der Aneignung von Landschaft als öffentliche Ressource in europäischen Metropolen befasst, wird im Herbstsemester 2016 in Ljubljana stattfinden. Während eines zweitätigen Field Trips im Oktober fragen wir nach der Beziehung der Stadt zum Wasser und besuchen dabei u.a. Architekturen von Jože Plečnik, ausgedehnte Moorlandschaften und neue Parkformen am südlichen Stadtrand. Im Anschluss entwerfen die Studierenden einen metropolitanen Park für Sloweniens Hauptstadt. 
 
Professur Günther Vogt - Pairi-daeza
www.vogt.arch.ethz.ch - Assistenz: Daia Stutz (stutz@arch.ethz.ch)
Wahlfach (051-0629-16 G - 2KP) und Wahlfacharbeit (063-0629-16 A - 6KP)
Die obligatorische Reise nach Ljubljana findet vom 07.10.16 (Abends) bis 09.10.16 statt.
Der Unkostenbeitrag beträgt 200 CHF.

 
Blick vom südlichen Stadtrand mit Autobahnring und dem Fluss Ljubljanica in Richtung Stadtzentrum von Ljubljana. Foto: Drohnenaufnahme, Daia Stutz.

Urban Food Slowenien 

Die Produktion, Verarbeitung, Verteilung sowie der Konsum und die Entsorgung von Lebensmitteln prägen seit jeher die Beziehung zwischen Stadt und Land und somit das Territorium. Umgekehrt werden Gastronomie und Konsumverhalten stark durch Urbanisierungsprozesse beeinflusst, womit die gegenseitige Prägung von Stadt und Food-System deutlich wird.

Die Küche Sloweniens widerspiegelt zahlreiche politische und geografische Beziehungen, unter anderen mit Österreich, Deutschland und der Alpenregion. Offiziell gibt es 24 kulinarische Regionen, die verschiedensten Landschaften entsprechen: an der südlichen Küste wird Salz in Sečovlje produziert, während sich das Posavje Weingebiet an der ungarischen Grenze im Save-Tal befindet.
Wie hat sich Sloweniens Mitgliedschaft in der EU seit 2004 auf die Landwirtschaft ausgewirkt? Könnte man sich eine neue Art von Essenstourismus vorstellen? Wie  unterscheiden sich traditionelle landwirtschaftliche Modelle von neuen «extensiven» Modellen? Kann man eine gemeinsame alpine Küche identifizieren, die auch in Slowenien vorkommt?

Im diesjährigen Wahlfach, das als Blockwoche in Slowenien und Zürich stattfindet, untersuchen die Studierenden in Form einer analytischen Gruppenarbeit die historische und zeitgenössische Wechselwirkung zwischen Stadt und Land aus der Sicht des Foods. Im Anschluss besteht die Möglichkeit das Thema durch eine schriftliche Wahlfacharbeit zu vertiefen. 
 
Professur Günther Vogt - Urban Food
www.vogt.arch.ethz.ch - Assistenz: Roland Shaw (shaw@arch.ethz.ch)
Wahlfach (051-0631-15 G - 2 KP)  Wahlfacharbeit (6 KP)
Die Blockwoche, inklusive Reise nach Slowenien findet vom 06.02.17 bis 14.02.17 statt.
Der Unkostenbeitrag beträgt 280 CHF.
Ein Arbeiter in den Salinen von Sečovlje an der südlichen Küste Sloweniens.

Seminarreise HS16
Handwerk an der ligurischen Küste

Marmor im Steinbruch von Carrara und seine Verarbeitung.
“Craftsmanship names an enduring, basic human impulse, the desire to do a job well for its own sake.” ― Richard Sennett, The Craftsman
 
Bei unserer Reise nach Ligurien erkunden wir eine italienische Region, die sich durch verschiedenstes Handwerk auszeichnet. Genua, seit Langem einer von den wichtigsten Häfen des Mittelmeers und ehemalige Hauptstadt einer grossen Republik, ist seit Jahrhunderten auch ein Zentrum für den Abbau und die Produktion von Baumaterialen.
Mit Ausnahme von Weinbergen und Olivenhainen ist Liguriens Erde eher unfruchtbar. Stattdessen befinden sich in Genuas Umgebung zahlreiche Steinbrüche. Wir besuchen denjenigen in Carrara, wo wir glänzenden weissen Marmor sehen werden, der seit der römischen Zeit abgebaut wird. Schimmernder schwarzer Schiefer wird hingegen unterirdisch gewonnen, und vor Ort gespaltet.
Besuche bei anderen Handwerkern, die auf Terrazzo, Cocciopesto, Mosaike und Schiffbau spezialisiert sind, zeigen die Beziehung zwischen Material, Handarbeit und Landschaft auf.

Professur Günther Vogt - Seminarwoche
www.vogt.arch.ethz.ch - Kontakt: Roland Shaw (shaw@arch.ethz.ch)
Datum: 24.10. bis 29.10.2016
Kostenrahmen: C
Maximal 15 TeilnehmerInnen

Integrierte Disziplin Professur Miroslav Šik

Ankunft Stadtwald: Seilbahn Stettbach-Zürichberg


Für die von der Stadt Zürich projektierte Gondelbahn zwischen dem Bahnhof Stettbach und dem Zürichberg wird im kommenden Semester der Entwurf der Bergstation mit dem Ankunftsplatz als Semesteraufgabe gestellt. Der neue Stadtplatz am Zürichberg soll als Tor zu dem Naherholungsgebiet der anliegenden Stadtwälder und als Vorplatz für den Zoo Zürich funktionieren.

Professur Günther Vogt - Integrierte Disziplin
Kontak: Daia Stutz (stutz@arch.ethz.ch)

Rückblick Summer School: Möbelbau
«Ein Stuhl für die Landschaft»

 

In Zusammenarbeit mit Vitra, 6. bis 15. Juni 2016

In einem zehntägigen Workshop entwarfen und bauten wir auf dem Campusgelände der Vitra in Weil am Rhein zwölf Stühle für die Landschaft. Der Ausgangspunkt für die Entwicklung der Möbel bildete ein gemeinsamer Spaziergang vom Vitra Campus entlang des Tüllingerbergs zur Fondation Beyeler. Mit der Wahl eines konkreten Ortes bestimmten die Studierenden dabei die primären Bedingungen für den zu entwerfenden Stuhl. Dieser wurde in der Folge in enger Auseinandersetzung mit materialtechnischen und konstruktiven Anforderungen sowie Ansprüchen an eine spezifische Nutzung entwickelt. Begleitet wurde der Entwurfsprozess von einem umfassenden Exkursionsprogramm. In den Räumlichkeiten der Vitra erhielten wir Einblick in die Entwicklungs- und Produktionsprozesse (vom Entwurf über die Standardisierung bis hin zur Fertigung eines Möbels) und im neu eröffneten Schaudepot besichtigten wir die Schlüsselobjekte der umfangreichen Sammlung des Vitra Design Museums.

Eine Dokumentation der Summerschool erscheint im Herbst 2016. Zudem werden die Stühle in einer Ausstellung gezeigt. Nähere Informationen sind ab August 2016 unter www.vogt.arch.ethz.ch abrufbar.
Die Fotografien zeigen alle in der Summer School entstandenen Stühle für die Landschaft.

aus dem Garten…
Beeren- und Rhabarberpflanzung

Nach den Heilpflanzen, die wir letztes Jahr anpflanzten, entschieden wir uns dieses Jahr für verschiedene Beeren- und Rhabarbersorten. Dass die Pflanzen mehrjährig und pflegeleicht sind spielte bei der Wahl gewiss eine Rolle, aber auch dass wir alle Beeren mögen: Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Moosbeeren und Brombeeren!

…in die Küche Die Beeren-Ernte

Bisher konnten wir Stachel-, Johannis- und Heidelbeeren ernten und kosten als Instant-Snack vom Strauch in den Mund oder verarbeitet zum Beispiel in einem Johanisbeerkuchen.

zu sehen Wie die Natur ins Museum kam

«Wie die Natur ins Museum kam. Vom Naturalienkabinett des Karl Nikolaus Lang (1670 – 1741) bis heute.» Natur-Museum Luzern, 3. Juni bis 27. Nov. 2016

Die Ausstellung beleuchtet am Beispiel des Luzerner Stadtarztes und Naturgelehrten Karl Nikolaus Lang (1670 – 1741) die Bedeutung des naturwissenschaftlichen Sammelns, Bewahrens und Forschens in Naturalienkabinetten oder Wunderkammern für den Beginn der systematisch betriebenen Naturwissenschaften. Herzstück der Ausstellung sind Langs «Figurensteine» (vorwissenschaftliche Bezeichnung für Fossilien), die zusammen mit den originalen wissenschaftlichen Illustrationen seines Sohnes Beat Franz Maria gezeigt werden.

Mehr Informationen: Natur-Museum
Der grosse Ammonit in der Illustration von Beat Franz Maria Lang (1713 - 1792), aus «Musei Lucernensis Langiani Armarioli tertii lapidum» von 1737 (© Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern).
Copyright © 2016 ETH Zürich, Prof. Günther Vogt, All rights reserved.


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