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ETH Zürich | Institut für Landschaftsarchitektur

Newsletter #02 November 2014

Professur Günther Vogt

 

Buchvernissage
Landschaft als Wunderkammer


 
An fünf Schauplätzen spricht Günther Vogt über aktuelle Themen der Landschaftsarchitektur, ihr Verhältnis zur Architektur und zur Stadt, über seine Lehre an der ETH Zürich und die Arbeit von Vogt Landschaftsarchitekten; er beschreibt, wieso die Landschaft für ihn einer Wunderkammer gleichkommt, erzählt, wie er die Vielzahl der Phänomene als Einzelteile sammelt, miteinander in Beziehung setzt und neu arrangiert. Und vor dem Auge des Lesers entfaltet sich eine Welt, in der die fehlende Gesamtheit der Natur keinen Verlust, sondern einen Gewinn bedeutet.

Das Buch ist ab sofort bei Lars Müller Publishers erhältlich: www.lars-mueller-publishers.com

Walhlfach Urban Food Mailand

Die Produktion, Verarbeitung, Verteilung sowie der Konsum und die Entsorgung von Lebensmitteln prägen seit jeher die Beziehung zwischen Stadt und Land und somit das Territorium der urbanisierten Landschaft, welches sich im Laufe der Zeit durch die Industrialisierung und Globalisierung grundlegend verändert hat. Umgekehrt werden Gastronomie und Konsumverhalten stark durch Urbanisierungsprozesse beeinflusst, womit die gegenseitige Prägung von Stadt und Food-System deutlich wird.
Auf dem fruchtbaren Boden der Po-Ebene und in unmittelbarer Nähe zum Alpengebirge wird die Entwicklung der Metropolitanregion Mailand seit Jahrhunderten von lokaler Produktion und internationalem Handel geprägt. Im diesjährigen Wahlfach, welches als Blockwoche in Mailand und Zürich stattfindet, untersuchen die Studierenden in Form einer analytischen Gruppenarbeit die historische und zeitgenössische Wechselwirkung zwischen Stadt und Land aus der Sicht des Foods.

Ausblick Workshop Prag April 2015

Im April 2015 führt die tschechische Architektenvereinigung «KRUH» in Zusammenarbeit mit dem D-ARCH in Prag eine Woche mit Vorträgen, Diskussionen und Workshops zu Architektur durch. Die Professur Vogt wird in diesem Rahmen für die tschechischen Studierenden einen Workshop anbieten.
www.kruh.info

Plakate zum Verkauf

Come on!

Die Professur Vogt und das Case Studio Vogt partizipierten 2012 an der Architektur-Biennale in Venedig zum Thema «common ground» mit einem Beitrag zum gelebten Raum Venedigs. Wir führten an ausgewählten öffentlichen Räumen Befragungen der lokalen Stadtbevölkerung durch. Die lokale Perspektive der Gemeinschaft, die die öffentlichen Räume Venedigs im Alltag nutzt, sollte einen ungewohnten Blick («un-common Venice») auf die vom Massentourismus infiltrierte Stadt eröffnen. Die Resultate der Befragung wurden in die Sprache des Kiosks übersetzt, an dem diese alternative Sicht auf Venedig in Form von Zeitungen und Postkarten und verschiedenen ungewöhnlichen Kioskartikeln den Passanten dargeboten wurde. Siehe: www.republic-of-common-ground.com

Nebst der Besetzung eines Kiosks erfolgte eine weitere Okkupation des Stadtraums von Venedig durch Plakate, die in allen Landessprachen der Teilnehmerländer der Biennale die Stadtbewohner und Touristen ansprechen sollten. Die Plakate lancierten, mit Statements und Fragen rund um das Thema «common ground», die öffentliche Debatte. Diese Plakate, die wir gemeinsam mit dem Grafiker Dafi Kühne gestalteten, stehen nun zum Verkauf: Jedes Plakat ist ein Unikat, handgedruckt und nummeriert. Der Entstehungsprozess der Plakate kann hier nachverfolgt werden: www.babyinktwice.ch

Die Plakate sind auf der Professur für 40.- CHF pro Stück erhältlich. Auf der Website können die noch verfügbaren Plakate eingesehen und bestellt werden: www.vogt.arch.ethz.ch 

Entwurf Impressionen


Field Trip entlang des Lambro

Im Rahmen des Entwurfssemesters unternahmen wir einen Field Trip entlang des Lambro von der Quelle in den Alpen bis zur Mündung in den Po.

Erste Zwischenkritik: Objektive und …

…subjektive Analysen

Pairi-daeza Impressionen


Parco delle Groane, Milano

Das Wahlfach Pairi-daeza findet dieses Semester ebenfalls in Mailand statt. Auf unserem Field Trip unternahmen wir eine choreographische Annäherung an den Entwurfsort Parco delle Groane.

zu sehen
George Steinmann im Kunstmuseum Thun

«Authentische Begehung», 1995, aus dem Werk: «From-To-Beyond», 1995–1997.
George Steinmann ist Künstler, versteht sich aber als Forscher, der die Kunst als 'Medium des Erkundens, des Erkennens und des Veränderns der Welt' nutzt. Seine langjährigen Projekte entwickelt er an so unterschiedlichen Orten wie der Arktis, der letzten Urwälder Europas aber auch dem Berner Oberland oder dem Engadin. Sie befassen sich mit breiten Themen, z.B. der Ressource Wasser, die Steinmann aus gesellschaftlicher, ökologischer und gestalterischer Perspektive umkreist und konkrete nachhaltige Initiativen unter Einbezug der lokalen Bevölkerung, Wissenschaftlern, Künstlern und der Politik lanciert.

Die Ausstellung im Kunstmuseum Thun, die noch bis nächsten Sonntag läuft, wird insbesondere den Studierenden der Professur Vogt sehr empfohlen: Steinmann nutzt ein breites Spektrum an Medien – Installationen, Zeichnungen, Fotografien, Wandmalereien und Videoarbeiten –, mit denen er seine Recherchen, Field Trips und Erkenntnisse visualisiert.

Eine Ausstellung im Kunstmuseum Thun
bis 23. November 2014
www.kunstmuseumthun.ch

zu sehen Gabriele Basilico – Urbanscapes
im Kunstmuseum Luzern

«Milano. Ritratti di fabbriche», 1978–1980
 
Der Mailänder Fotograf Gabriele Basilico (1944–2013) gehörte zu den wichtigsten Vertretern der Architekturfotografie. Mit analogen Fotografien in Schwarzweiss – und in seinen letzten Lebensjahren auch in Farbe – hat er die urbane Landschaft von Städten rund um den Globus porträtiert. Noch bis am Sonntag sind seine Bilder und ein sehenswertes filmisches Interview zu seiner Vorgehensweise als Fotograf im Kunstmuseum Luzern zu sehen.

«Was heisst das denn, eine Stadt zu fotografieren? Für mich bedeutet es, auszuwählen zwischen dem Typologischen, Historischen und Affektiven. Sehr oft bedeutet es jedoch, Orte zu suchen und Geschichten und Bezüge einzufangen – auch entfernte Orte, die sich in unserem Gedächtnis eingeprägt haben, oder Orte unserer Vorstellung: Strassen, Gebäude, Plätze, vielleicht auch ein Panoramaausblick, die beim Schlendern durch eine Stadt aufscheinen. Die Aufgabe des Fotografen ist es nun, mit Distanz zu arbeiten, Mass zu nehmen, den Raum neu anzuordnen, ein Gleichgewicht zwischen hier und dort zu finden und schliesslich die mögliche Bedeutung eines Ortes ausfindig zu machen.»
(Gabriele Basilico im Ausst.-Kat. Luzern 2014, S. 16)



Eine Ausstellung im Kunstmuseum Luzern
bis 23. November 2014
www.kunstmuseumluzern.ch
Copyright © 2014 ETH Zürich, Prof. Günther Vogt, All rights reserved.


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