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Komm mit uns auf Zeitreise!

Newsletter #2/2020

Im zweiten Newsletter zur 40. Ausgabe des 10 MEILEN LAUFEN begeben wir uns auf eine kleine Zeitreise. Diese führt uns zuerst knappe vierzig Jahre zurück zu den Anfängen des «Laufner Laufs», der später zum 10 MEILEN LAUFEN wurde. Anschliessend wagen wir einen Blick in die Zukunft, bevor wir die Reise mitten in der frühsommerlichen Gegenwart beenden. Folgende Stationen erwarten uns:
 

  • Grussbotschaft von Jean-Pierre Marquis (OK-Präsident 1996 – 2002)
  • Blick in die Zukunft von Lukas Reinhard (OK-Präsident seit 2017)
  • Aus Aufregung mach Stolz

 
Grussbotschaft von Jean-Pierre Marquis (OK-Präsident 1996 – 2002)

Es ist mit den Jahren zur schönen Tradition geworden, dass wir unsere Ausschreibungen jeweils mit einer Grussbotschaft – ok-intern liebevoll Vorwort genannt – einleiten. In der Vergangenheit kamen dabei schon allerlei prominente Persönlichkeiten zu Wort und die Gedanken, die sie uns im Zusammenhang mit dem 10 MEILEN LAUFEN auf den Weg gegeben haben, waren Jahr für Jahr äusserst lesenswert.

So soll es auch im Vorfeld der 40. Ausgabe sein. Es freut uns, für die diesjährige Grussbotschaft in der Person von Jean-Pierre Marquis einen ehemaligen OK-Präsidenten gewonnen zu haben, der die Entwicklung unserer Laufveranstaltung über viele Jahre im OK und später auch als langjähriges Vorstandsmitglied der LSG Laufen mitgeprägt hat. So ganz nebenbei gehörte er zu seiner Aktivzeit zu den besten Läufern der Region, wenn nicht sogar landesweit zu den Schnellsten. So erstaunt es auch nicht, dass Jean-Pierre Marquis unter anderem als fünffacher Vereinsmeister in den Chroniken der Laufsportgruppe zu finden ist.

Aber lassen wir Jean-Pierre doch endlich zu Wort kommen und uns in die Vergangenheit mitnehmen:

Nun ist es 40 Jahre her, dass sich eine Handvoll Enthusiasten zusammenfand und sich sagte: «Nomen est omen, wenn unser Heimatstädtchen schon Laufen heisst, so wollen wir das auch in Taten umsetzen.» Die Laufsportgruppe wurde ins Leben gerufen und 1981 der erste Laufner-Lauf gestartet.

Es war die Zeit, als der Ausdruck «Jogging» aufkam und auch Frauen an den Langstreckenläufen teilnehmen durften (noch 1976, bei meiner ersten Teilnahme am Murtenlauf, waren nur Männer zugelassen). Laufen, oder wie es hier bodenständig hiess, «Seggle» war noch nicht so populär. «Die arbeiten wohl zu wenig, dass sie sich nach Feierabend noch müde machen müssen», hörte man allenthalben. Und als Mann, trotz der krummen Beine, mit diesen hautengen Runninghosen und schwitzend, mit einem roten Kopf durchs Dorf zu rennen, war noch nicht jedermanns Sache. Und dann meinten noch alle, die einem begegneten, sie müssen «Hopp Schwyz» rufen. Es reichte doch, wenn einen die Hunde ankläfften.

Einige mussten mit der Zeit aufgeben, weil nichts ewig dauert und einige laufen mit knackenden Knochen. Nichtsdestotrotz, nach vierzig Jahren laufen wir immer noch, und es sind auch immer wieder neue Läuferinnen und Läufer gekommen.

Der Laufner-Lauf hat sich ebenfalls verändert. In den Neunzigern kamen die Piccololäufe für die ganz Kleinen. Nach 2003 wurde die Laufstrecke etwas verändert und von 15,5 km auf 10 Meilen, also 16,1 km verlängert. Ausserdem starteten nun auch Walkerinnen und Walker. Die mühsame und fehleranfällige Erstellung der Ranglisten mit Zettelchen wurde durch Computer abgelöst und immer wieder modernisiert, schliesslich professionalisiert. Nicht nur hier wurde viel Geld investiert, sondern auch bei der Werbung.

So kamen im Laufe der vierzig Jahre laufend mehr Läufer nach Laufen zum «10 Meilen Laufen». Voraussetzung dafür waren natürlich auch die zahlreichen Helferinnen und Helfer, viele von ausserhalb des Vereins. Sie ermöglichten erst die Durchführung der Läufe. Gleiches gilt für die immer grosszügigen Sponsoren. Ihnen allen gehört grosser Dank.

Und unser grosser Dank gebührt dir, lieber Jean-Pierre, für deine spannenden und amüsanten Einblicke in die Anfangszeiten des 10 MEILEN LAUFEN und für deinen langjährigen, wertvollen Einsatz!
 



Blick in die Zukunft von Lukas Reinhard (OK-Präsident seit 2017)

Seit vierzig Jahren gibt es die Laufsportgruppe Laufen, seit 39 Jahren organisiert der Verein jährlich den 10 MEILEN LAUFEN. Während den letzten vier Jahrzehnten haben zahlreiche Vereinsmitglieder teils jahrelang aktiv und mit grossem Engagement im OK mitgewirkt und praktisch alle, die jemals im Verein dabei waren, haben in irgendeiner Form bei der Durchführung der Veranstaltung mitgeholfen. Die freiwillig geleisteten Arbeitsstunden können weder gezählt, geschweige denn monetär aufgewogen werden – es würde unser Vorstellungsvermögen schlicht und einfach übertreffen.

So ist es denn auch verständlich, dass irgendwann die Zeit kommt, in der man genug hat und sich nicht mehr jährlich zur Mithilfe verpflichten, sondern einfach gemeinsam mit Gleichgesinnten joggen gehen möchte. Dieser Moment ist nun für viele langjährige Vereinsmitglieder gekommen und so hat die LSG Laufen anlässlich der GV im Februar 2019 beschlossen, sich nach der 40. Ausgabe als Veranstalterin des 10 MEILEN LAUFEN zurückzuziehen.

Noch am selben Abend hat sich aber eine Gruppe aus bestehenden und zukünftigen OK-Mitgliedern zusammengefunden und beschlossen, dass der Rückzug der Laufsportgruppe nicht automatisch das Ende für den 10 MEILEN LAUFEN bedeuten muss. Im Gegenteil, wir waren uns einig, dass wir noch lange nicht genug haben und die Veranstaltung mit vollem Elan weiterführen wollen.

Zu diesem Zweck haben wir im Oktober 2019 den «Verein 10 MEILEN LAUFEN» gegründet, der ab 2021 als Veranstalter auftritt. Was ändert sich für die Teilnehmenden? Nichts! Wir sind überzeugt, dass wir mit unserem Lauf auf dem richtigen Weg sind und werden diesen in den kommenden Jahren wie gehabt weiterführen. Selbstverständlich bleiben wir aber auch mit dem neuen Verein nahe am Zeitgeschehen und sind bestrebt, den Anlass auch in Zukunft weiterzuentwickeln – so, wie es Jean-Pierre Marquis und seine Mitstreiter/innen in der Vergangenheit schon vorgelebt haben.

An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich bei der LSG Laufen und allen beteiligten Mitgliedern, Helferinnen und Helfern für die geleistete Arbeit und den unermüdlichen Einsatz. Es ist nicht einfach, einen Anlass über eine so lange Zeit fortzuführen und Hürden gab es in den letzten vier Jahrzehnten auch immer wieder zu überwinden. Ihr habt uns den Weg gebahnt und aufgezeigt, wo die Reise hinführen soll. Wir sind euch dankbar und versprechen euch, unser Bestes zu geben, damit wir dieses Jahr nicht die letzte Jubiläumsausgabe feiern.
 



Aus Aufregung mach Stolz

Wie jeden Morgen kommt Mama in mein Zimmer und wir starten gemeinsam in den Tag. Heute ist es aber irgendwie anders. Mama ist leicht nervös und sie erklärt mir, dass heute der grosse Tag ist. Mein allererster 10 MEILEN LAUFEN steht vor der Tür. Natürlich ist Mama nicht deswegen nervös, nein, denn auch für sie ist es der 1. Lauf, bei dem sie als OK-Mitglied vertreten ist. Ich weiss, dass Mama und ihre Freunde viele Stunden Arbeit hinter sich haben, um diesen Lauf realisieren zu können. Oft treffen sie sich bei uns zuhause und diskutieren. Ich finde das super, dann kann ich immer länger aufbleiben.

Heute ist also der grosse Tag. Nervös gehe ich an Mamas Hand am Nachmittag in die Turnhalle der Schulanlage Serafin in Laufen. Dort ist schon viel los. Mama redet mit einem sichtlich genervt dreinschauenden Mann, der auch immer zu uns kommt. Irgendwas ist schiefgelaufen. Sollen die das doch klären, ich will jetzt endlich diese Nummer haben.

Nachdem Mama und der Mann fertig geredet haben, geht sie mit mir weiter. Bei einem anderen Helfer darf ich meinen Namen sagen und bekomme meine Startnummer. Mama hilft mir, das Ding an mein T-Shirt zu heften. Jetzt steigt die Aufregung. Während ich mit meiner Mama wieder zurück zum Startplatz laufe, frage ich sie, was ich machen soll, wenn ich nicht mehr weiss, wohin ich rennen muss. Mama lächelt mich an. Ihr ist klar, dass dies bei 400 Metern nicht so schwer sein kann und ihr ist bewusst, dass ich auch nicht an vorderster Front laufen werde. Doch ich kann mir das noch nicht vorstellen.

Mama muss irgendwo helfen gehen. Überall wuseln ganz viele Leute in den gleichen hellblauen T-Shirts rum. Wie ein Ameisenhaufen sieht das manchmal aus, aber irgendwie scheint jeder zu wissen, was er machen muss. Eine Freundin nimmt mich bei der Hand und sagt mir, dass wir die Strecke kurz ablaufen werden. So weiss ich dann immer, wo ich lang muss. Beim Startplatz steht auch ein Podest. Das wäre ja super, wenn ich da oben stehen könnte. Dann kommt der grosse Moment. Mama ruft mich und bringt mich zur Startlinie. Dort stehen auch viele meiner Freundinnen, was ich super finde. Eine nette Frau tanzt mit uns zur Musik und das macht richtig Spass.

Dann geht es los. Die Männer lassen das Startband los und wir fangen an zu rennen. Ich renne und renne. Einige Freunde hinter mir, andere vor mir. Am Strassenrand klatschen und rufen viele Leute. Einige kenne ich, doch Mama hat mir verboten, während dem Rennen stehen zu bleiben. Auch meine Kindergärtnerin ist da. Da kommt Freude auf und Winken wird ja wohl noch erlaubt sein. Vorne sehe ich das Ziel. Ich sammle nochmals alle meine Kräfte und renne, was das Zeug hält. Da ist auch meine Mama. Sie ruft und klatscht. Die sieht richtig stolz aus. Noch ein paar Meter und dann habe ich es geschafft. Wir werden alle zusammen in einen Tunnel gelotst. Ich muss ganz fest schnaufen, aber ich bin glücklich. Ich hab’ es geschafft. Am Ende des Tunnels bekommen wir sogar eine Medaille umgehängt.

Mit stolz geschwellter Brust mache ich mich auf den Weg zu meiner Mama. Aus der ganzen Nervosität und Aufregung wurde nur eines: STOLZ. Stolz auf mich und stolz auf meine Mama und ihre Freunde, die das so grossartig hinbekommen haben. Auf das Podest hat es nicht gereicht, aber das spielt keine Rolle. Es war einfach toll, mitzumachen. Jetzt geht es für mich an den Strassenrand, um zu rufen und zu klatschen, denn jetzt sind die Grossen dran. Ich freue mich schon riesig auf den 10 MEILEN LAUFEN 2020 und hoffe, dass noch mehr meiner Freunde daran teilnehmen werden.

Bei der stolzen Mama handelt es sich übrigens um Kerstin Garone-Dürr, die seit 2019 bei uns im OK in den Bereichen Sponsoring und Marketing tätig ist. Schon in ihrem ersten Jahr im Team 10 MEILEN LAUFEN hat sie gehörig frischen Wind mit reingebracht und uns in vielfältiger Form unterstützt und weitergebracht. Auch dafür und für die motivierenden Zeilen bedanken wir uns herzlich und freuen uns auf die gemeinsame Zukunft!
 



Nach Abstechern in die 1980er-Jahre, einem Ausblick auf 2021 und einem kurzen Besuch im Sommer 2019 sind wir also wieder zurück in der Gegenwart und stehen knapp fünf Monate vor dem Startschuss zur Jubiläumsausgabe am 20. Juni 2020.
Selbstverständlich könnt ihr euch jetzt schon zum grossen Lauffest anmelden – bis Ende April sogar zum reduzierten Tarif!


 
Wir freuen uns auf euch und wünschen euch einen erlebnisreichen und verletzungsfreien Februar – ob auf der Laufstrecke, der Skipiste oder beidem.

Sportliche Grüsse

Euer OK 10 MEILEN LAUFEN

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