Guten Morgen 

Die Basler Hilfsbereitschaft in Zeiten des Coronavirus' ist berührend. Und es braucht sie. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt Menschen, die zur Risikogruppe gehören, das Haus nicht zu verlassen und den Kontakt zu Mitmenschen zu meiden. Konsequenz: Sie können ihre Kommissionen nicht mehr erledigen. Wir haben uns überlegt, wie wir von Bajour einspringen können – und haben eine Facebook-Gruppe gegründet. Dort vernetzen wir Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, mit Menschen, die gerne helfen.

Gestern Abend haben wir die Gruppe aufgeschaltet – und es sind schon 800 Basler*innen beigetreten! Eine 74-Jährige schrieb zum Beispiel in die Gruppe: «Ich suche Hilfe zum Abholen einer Bestellung von 2,6 Kilo Artischocken in der Markthalle.» Kurz darauf boten zwei Helferinnen an, die Artischocken für die Dame abzuholen. ❤️

Wie du selbst Teil von «Gärn gschee – Basel hilft» wirst, siehst du ganz unten im Briefing beim Nützlichen. 

Zu den Corona-Nachrichten

Gestern ist in Basel-Stadt eine 67-Jährige am Corona-Virus gestorben. Die Frau hatte schwere Vorerkrankungen und war im Unispital. Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (CVP) sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Es ist der zweite Todesfall in der Region. In Liestal ist letzte Woche ein Mann gestorben, ebenfalls mit schweren Vorerkrankungen.

Basel-Stadt sagt alle Schullager und Klassenreisen bis zu den Frühlingsferien ab.  Baselland empfiehlt den Schulen, sich darauf vorzubereiten, dass Schüler*innen und Lehrpersonen wegen Quarantäne ausfallen. Eine Möglichkeit, den Schulunterricht weiterzuführen, seien Videokonferenzen.
Gleichzeitig verkürzen beide Kantone die Quarantäne für Schüler*innen, die in Risikogebieten waren, auf fünf Tage. Auch die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind (FDP), darf darf das Homeoffice jetzt abbrechen. Sie war in Italien in den Ferien.

Einigen Leuten aus der Bevölkerung wäre es lieber, Basel würde die Schulen gerade ganz schliessen. Eine entsprechende Petition ist im Umlauf, 250 Menschen haben sie bisher unterschrieben. Regierungsrat Conradin Cramer (LDP) sagte gestern dem «SRF-Regionaljournal»: «Wir halten uns an die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit. Momentan macht es keinen Sinn, die Schulen zu schliessen». Die Situation ändere sich allerdings von Tag zu Tag, so dass er keine Prognose machen könne. Noch setze man an den Schulen auf das Händewaschen.

Und das haben die Basler Kinder voll im Griff, wie die Reportagen der «BaZ» und des «SRF-Regionaljournals» zeigen. Die Kinder singen mehrmals täglich: «Noch dr Pause nid vergässe, tue i mini Händ wäsche.» Als ich den Radiobericht zu Hause hörte, sang meine Kindsgi-Tochter grad mit.
Basler*innen mit amerikanischen Wurzeln leiden unter der Einreisesperre von Präsident Donald Trump, wie eine Betroffene «Primenews» erzählt. 

Die restlichen News im Schnelldurchlauf

++ Die Urteile im Prozess zu den Ausschreitungen nach dem Spiel zwischen dem FCB und dem FCZ im April 2016 sind da: Keiner der Basler Fans muss ins Gefängnis. Mehr dazu im «SRF». ++ Investoren wollen die Eishalle des HC Lausanne kaufen und am Dreispitz aufbauen, schreibt die «bz» (noch nicht online). ++ Die Basler FDP kritisiert die parlamentarische Arbeit ihrer Schwesterpartei LDP, meldet ebenfalls die «bz» ++ Ende März schliesst das Ca'puccino an der Falknerstrasse nach neun Jahren, bedauert die «bz»😢 ++ Dafür bekommt das Gundeli ein neues Dumpling-Restaurant, berichtet die «BaZ» (nicht online). ++

Und noch zum Fussball.

Die Basler haben gestern gegen Frankfurt im Europa-League-Hinspiel vor leeren Rängen gespielt und 3:0 gewonnen. Das letzte FCB-Geisterspiel in der Europa League war auch ein 3:0-Sieg. Das war 2014 in Basel gegen Valencia. Das Resultat des Rückspiels in Valencia verschweigen wir hier (0:5).

Bei Bajour ist heute Bolzplatz-Tag.
Didi-Kolumnist Nils Widmer wagt sich aufs Glatteis. Da geht es nicht um die diversen Ausrutscher in jüngster Vergangenheit, sondern um das jahrelange Verhältnis zwischen dem FCB und dem EHC
Und jetzt käme normalerweise der Veranstaltungstipp. Aber so schön es ist, abends durch die Stadt zu ziehen – im Moment verzichten wir aus Rücksicht auf die Menschen mit schwachem Immunsystem lieber darauf. Deshalb: Bleib daheim. Finde zu dir und deinen Liebsten und denk einfach: Jetzt ist alles so, wie Weihnachten eigentlich sein sollte.

Falls du einsam bist: Ruf eine Freundin oder einen Freund an. Oder scroll dich durch die Mediathek von «SRF». Ich habe mir kürzlich die «Sternstunde Philosophie» über die Kunst des Miteinander-Redens angeschaut. Sehr empfehlenswert. Falls du auch Ideen hast, wie man abends daheim die Zeit verbringen kann: Teil Sie doch mit uns, indem du uns auf dieses Mail antwortest. Herzlichen Dank!

Wenn du mir eine Freude machen möchtest: Erzähl deinen Freund*innen von uns, sie können sich unter diesem Link für das Basel Briefing anmelden: 
bajour.ch/baselbriefing. Und wenn du dem ganzen Team eine Freude machen möchtest: Werde Teil der Bajour-Community. Hier kannst du Member werden: bajour.ch/memberwerden

Herzlichen Dank, Andrea Fopp

P.S. Zum Schluss das Nützliche, dieses Mal, wie oben angekündigt, direkt aus der Bajour-Hilfszentrale. 
In Zeiten des Coronavirus' müssen wir zusammenhalten und helfen, wo wir können. Drum haben wir die Facebook-Gruppe «Gärn gschee - Basel hilft» gegründet – und wir sind überwältigt, wie viele Freiwillige bereits in den ersten Stunden ihre Hilfe angeboten haben. Sitzt du Zuhause in Quarantäne? Gehörst du zur Risikogruppe und darfst nicht raus? Oder kennst du jemanden, der/die Hilfe bei alltäglichen Dingen benötigt? Hier kannst du dich mit den Helfer*innen vernetzen. Wenn du lieber anonym bleibst: Schreib uns eine Whatsapp-Nachricht und wir posten dein Anliegen für dich. Unsere Nummer: 079 555 25 25. Und wenn du helfen möchtest: Tritt der Gruppe bei, biete Hilfe an und hol deine Freund*innen mit ins Boot. ❤️🙏❤️
     
     
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