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Eine Kirche in Bewegung (?)

Geht es voran mit dem weltweiten Synodalen Prozess, der die katholische Kirche aus der Krise führen sollte? Die Ablehnung eines Papiers zur Sexualethik katapultierte den Prozess in Deutschland nahezu an den Rand des Scheiterns. Es ging um Homosexualität, Selbstbefriedigung, Verhütung. Tränen flossen gleich am ersten Tag, als das lang erarbeitete Papier zur katholischen Sexualmoral zwar über 80 Prozent Zustimmung in der Breite, aber nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit der Bischöfe erhielt.

Neue Perspektiven auf die Sakramentenfeier
Auch in der Schweiz wird um Reformen gerungen: Wer soll in Zukunft Sakramente spenden? Nur Geistliche oder auch nicht-geweihte Seelsorgende? Diese Frage betrifft besonders Frauen, weil sie ihre pastoralen Kompetenzen in der Kirche nur unzureichend einsetzen können. In Anbetracht des Priestermangels ist es längst keine reine Gleichstellungsdebatte mehr, denn auch in der Schweiz können die Bedürfnisse von Menschen nach seelsorgerischer Nähe nicht immer gestillt werden, weil geweihte Amtsträger für das Vorstehen von Sakramentenfeiern fehlen. Rund 100 Personen diskutierten deshalb an der Fachtagung «Sakramentalität und Kirche». Die Veranstaltung fand am 6. September an der Universität Fribourg statt und wurde von der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), dem Frauenrat der SBK sowie vom Schweizerischen Katholischen Frauenbund (SKF) organisiert.

Verbindliche Entscheidungen gefragt
Damit die in die Tagung eingebrachten Erfahrungen sowie der offene Austausch Früchte tragen, bedarf es nun synodaler Strukturen und Prozesse, die zu verbindlichen Entscheidungen und dringend notwendigen Reformen führen. Dabei darf der Faktor Zeit nicht ausser Acht gelassen werden, denn es gibt eine Zeit für Reformen und auch eine Zeit, in der des für Reformen zu spät ist, weil die Institution nicht mehr die Kraft hat, sich zu verändern.

Wissenschaftliche Ergebnisse geliefert
Im Wandel begriffen sind Religiösität und Glaube: Seit mehreren Jahrzehnten ist die Religionslandschaft der Schweiz Gegenstand intensiver Sozialforschung. Die Ergebnisse der jüngsten Studie stehen nun frei zugänglich zu Verfügung. Ob Bischof Felix Gmür, der sich für einen wissenschaftlichen Zugang in Fragen der Sakramentaltät aussprach, die neue Studie auch lesen wird?

 

Herzliche Grüsse und eine gute Lektüre!

Sarah Paciarelli und Andrea Huber
Kommunikation SKF
SKF-Präsidentin Simone Curau-Aepli kommt der Diskurs um die Erneuerung der römisch-katholischen Kirche vor, wie der um die Klimakrise: «Alle reden darüber und es wird analysiert und dargelegt, wie wichtig es sei, dass wir jetzt konkret werden. Aber man macht es nicht. Die Tagung soll dazu beitragen, dass es jetzt Nägel mit Köpfen gibt», so die Thurgauerin im SRF.
«Mich erschüttert es, dass es Menschen gibt, die Beziehungsarbeit und Sakramentalität trennen. Das ergibt doch keinen Sinn! Warum darf etwa Priorin Irene Gassmann, die viele Menschen in Krankheit und Not begleitet, nicht das Sakrament der Krankensalbung oder der Versöhnung spenden? Es sind oft nicht-ordinierte Frauen und Männer, die Seelsorge-Arbeit leisten. Dann muss ein Priester eingeflogen werden, um das Sakrament zu spenden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das im Sinne Jesu ist», findet Simone Curau-Aepli.
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Einfach machen!

Das Leiten der Eucharistiefeier und das Sprechen des Hochgebets in der Messe ist Priestern (und somit nur Männern) vorbehalten. Gemäss Kirchenrecht ist der Versuch, die Eucharistie ohne Priesterweihe zu feiern, eine Straftat. Beim Abschiedsgottesdienst tat Gemeindeleiterin Monika Schmid genau das, was ihr eine kanonische Voruntersuchung des Bistums Chur einbrachte. Monika Schmid fragt nicht gross – sie macht einfach. Und der Frauenbund solidarisiert sich.

Politische Bildung zur AHV-Revision

Der SKF und seine Kantonalverbände sehen im Ja zur AHV 21 die Möglichkeit, den Abwärtstrend der AHV-Schieflage kurzfristig abzufedern. Das Vorstandsteam des Luzerner Kantonalverbandes stellte ein Podium AHV 21 auf die Beine. Der SKF gehört zu den wenigen Frauenorganisationen, die sich für ein Ja zur AHV 21 aussprechen.

Die Websiteangebote sind im Einsatz

Seit kurzem können die beiden Websiteangebote mit Pimcore oder ClubDesk genutzt werden. Erste Websites sind schon live. Wir gratulieren zum neuen Onlineauftritt:

Websites mit Pimcore:

 

Websites mit ClubDesk:

Der neue Impuls steht vor der Tür

Die Auftaktaktion «Frauenbande 2.0» findet am 24. September 2022, von 9 bis 11 Uhr online statt. Alle Vorstandsteams aus Kantonalverbänden und Ortsvereinen sind herzlichst eingeladen. Stellt schon mal den Prosecco kalt, denn am Ende stossen wir gemeinsam vor und hinter den Bildschirmen auf die «Frauenbande 2.0» an!

Der SKF bietet Vorstandsfrauen von Ortsvereinen und Kantonalverbänden kostenlose Weiterbildungen an. *Kurse, die mit einem Sternchen markiert sind, gehören zur modularen Weiterbildung «Führungskompetenz Vereinswesen». Alle Kurse findest du auf unserer Website.
Neue Teamkollegin gesucht!

Für den Dachverband in Luzern suchen wir eine Sachbearbeiterin Verbandssekretariat 60%. Wir freuen uns über Bewerbungen bis zum 20. September 2022. Mehr über die abwechslungsreiche Stelle erfahren

Ideenbörse

Auf der Suche nach einem Ausflugstipp? Die Kirche im kleinen Tessiner Ort Pianezzo überrascht Besucher:innen mit Frauenabbildungen beim Abendmahl auf einem Fresko aus dem 16. Jahrhundert. Habt ihr auch Ideen für das Vereinsleben?

100'000 Unterschriften in 100 Tagen

Dass Menschen in den Ländern des globalen Südens Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung der Umwelt durch Schweizer Unternehmen fürchten müssen, ist für den SKF untragbar. Der Frauenbund ruft seine 120'000 SKF-Mitglieder dazu auf, die Petition «Versprechen halten» zu unterschreiben. Bundesrätin Karin Keller-Suter bekämpfte die Konzernverantwortungsinitiative vor zwei Jahren mit dem Argument, dass sie ein «international abgestimmtes» Vorgehen wolle. Dies ist jetzt der Fall, denn die EU-Kommission hat einen Vorschlag für ein EU-weites Gesetz vorgelegt.

Halten Sie ihr Versprechen, Frau Bundesrätin!
Die September-Frucht ist erntereif

Jeden Monat trägt der «Paradiesgarten» eine neue Frucht. Schon gekostet? Die spirituelle Anregung im September pflanzte Noemi Honegger. Für sie öffnen die Bilder des James-Webb-Teleskops einen neuen Resonanzraum zu Psalm 8.

Frauenorganisation aus der Romandie tritt SKF bei

An der SKF-Delegiertenversammlung 2022 wurde das Réseau des Femmes en Eglise herzlich im SKF aufgenommen. Vorstandsmitglied Mariette Mumenthaler stellt das Netzwerk aus der Romandie vor.

Wirtschaft ist Care

Die beide Boschüren der Frauensynode können via www.frauenbund.ch bestellt und im Vereinsleben eingesetzt werden, beispielsweise beim Vereinsausflug zum Stationenweg in Sursee oder in der eigenen Gemeinde.

Das Recht auf Selbstbestimmung ist fragil

In der Schweiz wurden mit «Lebensfähige Babys retten» und «Einmal darüber schlafen» zwei Initiativen lanciert, die die Fristenlösung in der Schweiz beschneiden wollen. «Das Recht auf Selbstbestimmung haben sich Frauen erkämpft. Dass dieses fragil ist, zeigen neue Entwicklungen weltweit», mahnt SKF-Kommunikationsfrau Sarah Paciarelli im Pfarrblatt des Bistums St.Gallen.

Wie (digital) glaubt die Schweiz?

Wie steht die Schweiz zur Kirche? Ein «Special» in der Schweizer Illustrierten und der l’Illustré geht diesen Fragen aus Anlass des Eidgenössischen Buss- und Bettags nach, das von den beiden grossen Landeskirchen mitverantwortet wird. Bekannte Persönlichkeiten aus der ganzen Schweiz bezeugen, welche Rolle die Kirche in ihrem Leben spielt. 2021 waren Menschen in der Schweiz rund 31 Stunden pro Woche online – kein Wunder, bieten auch die Kirchen immer mehr Angebote online an, z.B. Gottesdienste per Zoom, Tipps für einen spirituellen Lebensstil auf YouTube etc. – einen Überblick bietet die Luzerner Zeitung.
 
Ende des Doppellebens

Der Arte-Dokumentarfilm «Zölibat - Der katholische Leidensweg» zeigt: Immer mehr Stimmen richten sich gegen den Zölibat und sorgen für Unruhe in der römisch-katholischen Kirche. Eine Umfrage unter Priestern, Gläubigen, Theologen und Bischöfen aus acht Ländern und drei Kontinenten hat ergeben, dass ein Grossteil der Geistlichen den Zölibat nicht mehr befolgt. In der Dokumentation kommen auch der Westschweizer Bischof Charles Morerod und der in der Schweiz lebende chaldäisch-katholische Priester Naseem Asmaroo zu Wort.
Geburtsverhör vorm Ehe- und Sittengericht

1827 war man nicht zimperlich. Damit der Staat nicht für uneheliche Kinder aufkommen musste, verhörte er die Frauen vor Gericht im Rahmen des so genannten Geburtsverhörs – sie sollten den Namen des Vaters rausrücken. Hörspiel auf SRF1, basierend auf einem wahren Vorfall aus dem Jahr 1827
Ehemaliges Frauenkloster in Freiwilligenhand

Dutzende Freiwillige halten das ehemalige Frauenkloster Maria der Engel in Appenzell lebendig. In kurzer Zeit ist aus einem leerstehenden Gebäude das «Kloster für Freiwillige» entstanden, das von zwei Appenzellerinnen geleitet wird.

Judith lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Frankreich. Das Familienglück wäre perfekt, wenn sie nicht ständig verreisen müsste. Ihr Beruf als Simultan-Übersetzerin lässt Judith angeblich keine andere Wahl. Dass sie ein Doppelleben führt, ahnen weder ihr Mann noch ihre Söhne: Wenn Judith weg ist, wohnt sie in der Schweiz, zusammen mit einem anderen Mann und einer kleinen Tochter. Immer wieder wechselt sie zwischen ihren zwei Familien, stets darum bemüht, Überschneidungen zwischen ihren beiden Leben zu vermeiden. Doch langsam beginnt das fragile Gleichgewicht aus Lügen und Geheimnissen zu kippen... In Kooperation mit Filmcoopi verlosen wir 2x2 Tickets für «Madeleine Collins».

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