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Martin Hahn MdL
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Liebe Leser*innen, liebe Freund*innen,

33 Grad und es wird am Montag hoffentlich nicht noch heißer. Ich möchte Euch alle im Namen des Kreisvorstands von Bündnis 90/Die Grünen Bodenseekreis herzlich zu unserem Sommerfest mit Cem Özdemir MdB am kommenden Montag, 1. Juli, ins Ostbad nach Überlingen einladen. Wir haben für unser Fest wieder ein lauschiges Örtchen direkt am See ausgesucht. Los geht‘s um 19 Uhr. Nach einem kurzen Impulsvortrag von Cem, seid Ihr alle eingeladen, unserem ehemaligen Bundesvorsitzenden Eure Fragen zu stellen. Cem wird Euch am Abend Rede und Antwort stehen. Strandbadeintritt müsst Ihr, wen Ihr nur zu unserem Fest kommt, nicht bezahlen, außer natürlich, Ihr möchtet Euch im mittlerweile etwa 25 Grad warmen Bodensee abkühlen. Die Ostbad Gastronomie bietet auch für unsere Gäste sommerliche Speisen an der Selbstbedienungs-Theke an. Parkmöglichkeiten gibt es am Schilfweg. Vom Bahnhof und Busbahnhof in Überlingen sind es bis zum Ostbad etwa 1.700 Meter Fußweg und Ihr müsstet etwa eine knappe halbe Stunde einplanen. Das Sommerfest findet bei jedem Wetter statt. Ich freue mich, Euch zu treffen.

Euer

Martin Hahn

Inforeise in den Partnerlandkreis

Martin Hahn MdL, der auch gerade wieder gewähltes Mitglied des Kreistags ist, hat im Juni zusammen mit Landrat Lothar Wölfle, 18 Rät*innen und Führungskräfte des Landratsamts, den Landkreis Leipzig, den Partnerkreis des Bodenseekreises besucht. Der Landkreis Leipzig erstreckt sich südlich und östlich um die Großstadt Leipzig. Rund 260.000 Menschen leben dort. Die Besucher*innen haben sich im Partnerkreis über aktuelle Projekte und Entwicklungen informiert. Im Mittelpunkt stand dabei insbesondere auch der Strukturwandel der Kohleregion.

„Die Dimensionen beim Braunkohletagebau sind riesig“, so Martin Hahn. Die Auswirkungen des Kohleabbaus haben die Kreisräte direkt in einem Tagebaurevier, im Tagebau Vereinigtes Schleenhain, mit erlebt. Ein riesiger Schaufelradbagger wühlte sich, wo vor 40 Millionen Jahren noch riesige Mammutbäume standen, in die Landschaft. Die abgebaggerte Braunkohle ist über kilometerlange Förderbänder direkt zum Kraftwerk Lippendorf gelaufen, wo sie für Strom- und Fernwärmeerzeugung genutzt wird. Der Landrat des Landkreises Leipzig, Henry Graichen berichtete den Besucher*innen, dass der Kohleausstieg bis 2038 – wie momentan in Deutschland geplant – nicht nur den Verlust von Arbeitsplätzen bedeute, sondern die Menschen auch gefühlsmäßig tief berührt und bewegt: „Die Kohle hat den Kreis Leipzig über Jahrzehnte geprägt“, so Martin Hahn. Er habe aber den Eindruck gewonnen, dass die Region den Kohleausstieg, der nach Auffassung der Grünen deutlich vor 2028 kommen muss, bewältigen könne – und die Menschen die Chancen des Ausstiegs sehen. Die Konsequenzen des Braunkohleausstiegs und dem Ende Tagebauindustrie müsse gelingen und als Aufbruch und Neustart begriffen werden, so Martin Hahn. Er ist überzeugt, dass im Bereich der neuen Energien viele neue Arbeitsplätze entstehen.

Ein sogar schnellerer Ausstieg aus der Braunkohle ist aus Sicht von Martin Hahn aus Klimaschutzgründen nötig. Er ist aber optimistisch: „Ich bin überzeugt, dass sich der Kohleausstieg, auch wirtschaftlich rechnet.“ Der Tagebau verursache immense Kosten, Wind und Sonne seien schon heute wirtschaftlicher. Ein weiteres Thema in Zusammenhang mit der Energiewende im Landkreis Leipzig ist auch Wasserstoff. Ein Unternehmen in Grimma wolle beispielsweise demnächst Stadtreinigungsfahrzeuge mit Wasserstoff antreiben.

In der Renaturierung der Landschaft sieht Martin Hahn ebenfalls eine große Chance. „Hier entstehen ganze neue Landschaften mit Seen und einem hohen Freizeitwert“, so der Landtagsabgeordnete. Er sei tief beeindruckt, in welcher Geschwindigkeit, sich die Natur die Räume zurückerobere. „Die Natur braucht uns nicht – wir die Natur aber schon“, sagte Martin Hahn.

"Die Natur braucht uns nicht - wir die Natur aber schon."

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Moorschutz ist Klimaschutz

„Moore spielen als großer Kohlenstoffspeicher eine wichtige Rolle“, sagte Martin Hahn MdL beim Fachgespräch Klimaschutz und Landnutzung am Mittwoch dieser Woche im Landtag. „Das Trockenlegen von Mooren zur Gewinnung von landwirtschaftlichen Flächen und Torfabbau vergrößern den klimaschädlichen Treibhausgasausstoß deutlich.“ Torfmoore speichern etwa doppelt so viel Kohlenstoff wie die gesamte globale Wald-Biomasse. Durch Entwässerung, Feuer und Nutzung von Torfmooren gelangt der Kohlenstoff in großen Mengen in die Atmosphäre und einmal trocken gelegte Moore können keinen Kohlenstoff mehr speichern. Thema beim Fachgespräch war deswegen auch, wie geschädigte Moore und Niedermoore wieder revitalisiert werden können. „Das Fachgespräch hat den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung von Mooren noch einmal sehr bewusst gemacht“, so Martin Hahn. „Ich sehe bei den Mooren großes Potenzial für den Klimaschutz.“

Der Aufwand für die Bindung von CO2 beim Humusaufbau durch die Landwirtschaft sei erheblich größer und der Effekt geringer, so der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion. Allerdings sieht Martin Hahn dennoch eine große Verantwortung bei den Landwirten, die durch schonende Bodenbearbeitung verhindern können, dass Humus abgetragen und dadurch CO2 freigesetzt wird. Der Erhalt der klimarelevanten Böden und ein nachhaltiges Humusmanagement sind nach Überzeugung von Martin Hahn zentrale Bestandteile einer nährstoff- und ressourceneffizienten Landwirtschaft, um hochwertige Lebensmittel erzeugen zu können. Ein standortangepasstes Humusmanagement rückt deshalb verstärkt in den Fokus der Landwirtschaft.

Das Thünen-Institut veröffentlichte im Dezember 2018 einen Bericht zur bundesweiten und erstmaligen Bodenzustandserhebung. Die Ergebnisse der bundesweiten Inventur zeigen, dass die landwirtschaftlich genutzten Böden in Deutschland derzeit rund 2,5 Mrd. Tonnen Kohlenstoff speichern. Das ist elf Mal so viel Kohlenstoff wie Deutschland im Jahr 2016 an CO2 emittiert hat. Der Speicherung von CO2 in der Humusauflage der Böden kommt daher eine wichtige Bedeutung beim Klimaschutz zu. 

Im Mittelpunkt des Fachgesprächs stand auch die Frage, welchen Beitrag die Politik leisten kann: Welche politischen Rahmenbedingungen fördern derzeit ein optimales Humusmanagement? Ziel des Gesprächs war es auch zu klären: Welchen Einfluss hat die Landnutzung auf den Klimaschutz? Beim Fachgespräch im Landtag, zu dem Bernd, Murschel MdL, umweltpolitische Sprecher, gemeinsam mit Martin Hahn MdL, agrarpolitischen Sprecher der Fraktion Bündnis90/Die Grünen, eingeladen hatte, haben die Teilnehmer*innen die unterschiedlichen Ansätze und Evaluierungen zum Thema Humusaufbau und Moorschutz diskutiert, insbesondere mit Bezug auf die möglichen Auswirkungen in Baden-Württemberg. Mit dabei waren Michael Reber, Innovative Landwirtschaft Reber, Dr. Adrian Müller, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL), Dr. Martin Wiesmayer, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Dr. Werner Weinzierl, Regierungspräsidium Freiburg, Prof. Dr. Hans Joosten, Universität Greifswald; Generalsekretär der IMCG (International Mire Conservation Group), Staatssekretärin Dr. Gisela Splett, Finanzministerium BW, Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, mein Abgeordnetenkollege Bernd, Murschel, Umweltpolitische Sprecher unser Fraktion.

Foto von links: Staatssekretärin Dr. Gisela Splett, Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Michael Reber Innovative Landwirtschaft Reber, Prof. Dr. Hans Joosten Universität Greifswald, Dr. Bernd Murschel MdL, Dr. Werner Weinzierl Regierungspräsidium Freiburg, Dr. Adrian Müller Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL), Martin Hahn MdL. Es fehlt Dr. Martin Wiesmayer, Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), der schon vorzeitig los musste.

Mit Martin Hahn MdL in den Landtag

Martin Hahn MdL lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Wahlkreis Bodensee am Donnerstag, 18. Juli, zu einem Besuch des Landtags ein. Auf dem Programm im Haus der Abgeordneten in Stuttgart steht zunächst ein einstündiges Gespräch mit Martin Hahn, dem Landtagsabgeordneten der Grünen für den Bodenseekreis. Der Besucherdienst des Landtags führt die Besucherinnen und Besucher anschließend in die Arbeit des Landesparlaments ein, bevor die Gruppe dann das Plenum besucht. An dem Tag findet eine Plenarsitzung statt, so dass die Besucherinnen und Besucher eine Debatte im Plenum live verfolgen können. Nach Stuttgart und wieder zurück an den Bodensee reist die Besuchergruppe mit der Deutschen Bahn. Abfahrt ist um 9.15 Uhr ab Friedrichshafen. Nach dem Ende des Besuchsprogramms können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entweder um 17 Uhr oder um 17.50 Uhr nach Friedrichshafen zurück fahren und haben noch jeweils knapp eine oder zwei Stunden zur freien Verfügung in Stuttgart. Die Fahrtkosten übernimmt der Landtag. Eingeladen sind ist die Gruppe in der Mittagszeit auch zu einem Vesper. Wer sich für die Arbeit von Martin Hahn MdL und des Landtags interessiert und gern mitfahren möchte, kann sich bis Montag, 8. Juli, per Email an Martin.Hahn.WK@gruene.landtag-bw.de anmelden. Wenn die Zahl der Interessierten die Zahl der Plätze übersteigt, entscheidet das Los.

Tagebau Vereinigtes Schleenhain.

Tagebau Vereinigtes Schleenhain
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