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#landwirtschaft #ltbw #bodenseeliebe

WASSERSTANDSMELDUNG

Liebe Leser*innen, liebe Freund*innen,

als Landtagsabgeordneter der Grünen und Patchwork-Vater von sechs Töchtern bewegt mich in dieser Woche ganz besonders der Trilog zur künftigen Europäischen Agrarpolitik (GAP). Leider bin ich nicht sehr zuversichtlich, dass uns das Ergebnis im Kampf für mehr Klimaschutz, beim Erhalt der Biodiversität und der Sicherung der Existenz von umweltverträglich wirtschaftenden bäuerlichen Betrieben weiter bringt. Das ist eine schlechte Nachricht für uns und unsere Kinder! Kommissionspräsidentin von der Leyen und Vizepräsident und Klimakommissar Timmermans müssten sich jetzt dafür stark machen, dass die Europäische Agrarpolitik (GAP), der groß angekündigte Green Deal und die Farm-to-Fork-Strategie als großes Ganzes ein Ausrufezeichen setzen und uns deutlich vorwärts bringen. Danach sieht es aber leider nicht aus.

Die im Green Deal und der Farm-to-Fork-Strategie formulierten Klima- und Umweltziele sind ein Versprechen an die künftige Generation. Dass sie die EU einlöst, ist höchst unsicher. Als Politiker der Grünen möchte ich diese Ziele aber unbedingt erreichen: also 50 Prozent weniger Pestizide, damit wir das Artensterben aufhalten, 50 Prozent weniger Antibiotika in der Tiermast, um Resistenzen vorzubeugen, 20 Prozent weniger Dünger, damit unser Grundwasser sauber bleibt, und 25 Prozent ökologischer Landbau bis 2030.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will aber leider, so der aktuelle Stand, die schlechten Vorschläge zur GAP-Reform nicht verwerfen und nicht noch einmal von vorn beginnen. Dass Vizepräsidenten Frans Timmermans den ersten „Super-Trilog“ zur GAP-Reform mit Rat und Parlament für die Kommission geleitet hat, ändert daran leider nichts.

Berichten möchte ich euch in meiner Wasserstandsmeldung heute außerdem über die Öko-Marketingtage der Akademie Schloss Kirchberg, die dieses Mal live und digital stattgefunden haben. Das ist eine gute Nachricht. Außerdem möchte ich euch gern auf mein neues Online-Format, auf eine Reihe virtueller runder Tische hinweisen, die wir gerade planen. Starten werden wir mit Gesprächen zur Situation der Gastronomie am 17. November und zur Kultur am 23. November. Am virtuellen runden Tisch zur Gastronomie nehmen vier Gastronom*innen aus dem Bodenseekreis Platz, über deren Zusagen ich mich sehr freue. Thema sein dürfte auch das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Stanford in Kalifornien. Die Studie sieht Restaurants, Fitnessstudios und Cafés als „Superspreader“-Orte. Für unseren runden Tisch zur Kultur hat, worüber ich mich genauso sehr freue wie über die Gastro-Gäste, Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, zugesagt. Mehr dazu lest ihr weiter unten in meiner Wasserstandsmeldung.

Euer

Martin Hahn

Öko-Marketingtage live und online

Die Öko-Marketingtage der Akademie Schloss Kirchberg haben stattgefunden und zwar als hybride Tagung. Das ist in diesen Tagen schon eine Nachricht wert. Der Wunsch der Bio-Branche nach Austausch, Networking und Wissenstransfer mit Expert*innen ist auch inmitten der Pandemie groß – gerade in dieser besonderen schwierigen Zeit brauchen wir den Austausch. Klimawandel, globale Ernährungssicherung, gesunde Lebensmittel und naturverträgliche Landwirtschaft – wir stehen vor gewaltigen Herausforderungen. Mit der biologischen Landwirtschaft sind wir seit Jahrzehnten in die richtige Richtung unterwegs. Wie aber können wir die vielfältigen Vorteile des Ökoanbaus besser kommunizieren? Wie erreichen wir die hochgesteckten Ziele im Sinne der Vorgaben der EU, des Green Deals?

Live und digital ging es in Hohenlohe zum Beispiel um Themen wie „Kühe teilen, Gemüse gemeinsam hacken und Verbraucher als Miteigentümer - Wie sieht der Handel der Zukunft aus?“, „Ist Bio wirklich Bio? Über Vertrauen und Kommunikation bei Bio-Lebensmitteln“, „Regionale Wertschöpfung: Wo hakt es in der Kette und wie organisiert man Lösungen?“ oder „Nachhaltigkeit auch entlang der Wertschöpfungskette“. Auf der Agenda stand auch das sehr wichtige Thema „Bio in der Außer-Haus-Verpflegung – Trends und Zukunftsvisionen“.

Sehr gern habe ich die Einladung angenommen und am zweiten Tagungstag, am Mittwoch dieser Woche in meiner Rolle als Vorsitzender des Ausschusses für ländlichen Raum und Verbraucherschutz mit einem Impulsreferat in den zweiten Tagungstag eingeführt. Meine zentrale Botschaft lautete auch in Kirchberg: Wir brauchen noch mehr bio. Die Landwirtschaft kann es schaffen. Das Wesentliche aber ist, dass die Erzeuger*innen ihre Produkte – vom Kürbis über den Grünkohl bis zum Weihnachtsbraten – auch verkaufen können. Wie können wir also Verbraucher*innen überzeugen, dass sie in Zukunft noch öfter gesunde Lebensmittel mit möglichst geringen Schadwirkungen auf Natur und Klima in ihren Einkaufswagen legen?

Die Öko-Marketingtage 2020 haben die richtigen Fragen gestellt. Auch deshalb bin ich sehr froh, dass die dritte Auflage der Veranstaltung unter Pandemie-Bedingungen überhaupt stattfinden konnte. Voraussetzung für die Teilnahme an der Präsenzveranstaltung war ein negativer Corona-Schnelltest.

Verbraucher*innen haben es in der Hand. Bitte legt mehr Bioprodukte in den Einkaufswagen.

Erster virtueller runder Tisch: Martin Hahn MdL trifft Gastronomen

Als Landtagsabgeordneter der Grünen für den Wahlkreis Bodensee lade ich zu einem virtuellen runden Tisch zur Situation der Gastronomie im Bodenseekreis am Dienstag, 17. November, von 16.30 bis 18 Uhr ein. Im virtuellen Meeting Raum austauschen werde ich mich mit Horst Müller, Hotel-Restaurant zur Winzerstube in Hagnau und DEHOGA-Vorsitzender im Bodenseekreis, Uwe Felix, Hotel Restaurant Traube am See in Fischbach und stellvertretender Vorsitzender der DEHOGA im Kreis, Jürgen Waizenegger, Biohotel Mohren in Limpach, und Christine Steidle, Gasthaus zum Sternen in Deggenhausertal. Zu Wort kommen Gastronominnen und Gastronomen, deren Betriebe unterschiedlich ausgerichtet sind. Erfahren möchte ich, wie die Bilanz der Betriebe für 2020 bisher aussieht und welche Strategien die Gastronomen für die vier Wintermonate haben. Thema sein werden auch die Hilfsprogramme von Bund und Land, Erwartungen der Gastronomie an die Politik und wie Gäste ihren momentan geschlossenen Lieblingsgaststätten in diesem Winter helfen können. Wer gern dabei sein möchte, kann sich zu unserem Zoom-Meeting dazu schalten (Meeting-ID: 843 1112 8581, Kenncode: 918204). Alle Gäste können über die Chatfunktion beim virtuellen runden Tisch ihre Fragen stellen oder einen Kommentar abgeben.

Systemrelevant! Virtueller runder Tisch Kultur mit Petra Olschowski

Die Kulturbranche leidet ganz besonders unter der Pandemie. Eine Rückkehr zum Zustand wie vor der Corona-Krise wird es im Kulturbereich auf absehbare Zeit nicht geben. Der Gesundheitsschutz aller Beteiligten, auch des Publikums, hat in den kommenden Monaten weiterhin Vorrang. Doch die Gesellschaft braucht Kunst und Kultur gerade in schwierigen Zeiten. Kunst und Kultur sind systemrelevant! Robert Habeck hat es in einem Video, das ich euch ans Herz legen möchte, klar formuliert. Mit meinen Gesprächspartnern Oliver Nolte, Leiter und Intendant des privaten Studiotheaters Noltes in Überlingen und Bernd Eiberger vom Kulturhaus Caserne gemeinnützige GmbH in Friedrichshafen werde ich am Montag, 23. November, von 19.30 bis 21.00 Uhr an einem virtuellen runden Tisch über die Kultur in der Krise diskutieren. Zugesagt hat auch Petra Olschowski, Staatssekretärin Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Das Kulturhaus Caserne wurde erst in diesem Sommer durch das Sonderprogramm „Kultur Sommer 2020“ für die Umsetzung des Projektes „Echte Kultur und Kino im Innenhof“ gefördert. Leitfragen am Abend sind: Wo stehen Kunst und die Kultur im November 2020? Corona-Hilfen – helfen sie allen? Stellenwert der Kultur – Rolle von Kunst und Kultur in der Gesellschaft? Systemrelevanz – welchen Beitrag leistet Kultur gerade in der Pandemie? Wie sehen die Perspektiven für Kunst und Kultur aus? Welche aktive Rolle kann und muss das Land spielen? Wer gern dabei sein möchte, kann sich zu unserem Zoom-Meeting dazu schalten (Meeting-ID: 840 0178 3185, Kenncode: 735026). Alle Gäste können über die Chatfunktion beim virtuellen runden Tisch Fragen stellen oder einen Kommentar abgeben.

Alarmstufe Rot. Rede von Campino von den Toten Hosen zur Lage der Kultur- und Veranstaltungsbranche auf der Demonstration am 28.10.2020 am Brandenburger Tor in Berlin. Wir Grüne sagen: "Mit einem aufgestockten Kulturrettungsfonds müssen Kulturschaffende und die Veranstaltungsbranche unterstützt werden."

Termine & Sonstiges

Di, 17.11. 2020, 16.30-18 Uhr
virtueller runder Tisch Gastronomie
Zoom-Meeting 

Mo, 23.11.2020, 19.30-21 Uhr
virtueller runder Tisch Kultur 
Zoom-Meeting 

Di, 24.11.2020, 13.30 Uhr
Fraktionssitzung, hybride Veranstaltung
Stuttgart

Di, 01.12.2020, 13,30 Uhr
Fraktionssitzung, hybride Veranstaltung
Stuttgart

Mi, 02.12., Plenum, Plenarsitzung
Stuttgart, Livestream 

 

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