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Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Leserinnen und Leser,


heute melde ich mich mit meiner Wasserstandsmeldung, um Euch über vier aktuelle „Pegelstände“ zu informieren. „Pegel“ eins betrifft den Zustand unserer Schulen. Von Schulbesuchen und aus Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern weiß ich, dass der bauliche Zustand unserer öffentlichen Schulen teilweise desolat ist. Deswegen freue ich mich, dass unsere grün-schwarze Landesregierung mit einer ansehnlichen Förderung aus dem kommunalen Sanierungsfonds an vier Schulen im Bodenseekreis den Weg für die Sanierungsarbeiten frei gemacht hat. Die vier Schulen, darunter die Berufsschulzentren in Friedrichshafen und Überlingen, profitieren mit zusammengerechnet rund 6,3 Millionen Euro. Berufliche Bildung ist für uns Grüne gleichwertig mit einem Studium. Deswegen müssen wir auch in unsere Berufsschulen investieren. „Pegel“ zwei betrifft den Zustand der Landwirtschaft. Über 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler setzten 2008 mit der Erstellung des Weltagrarberichts ein Ausrufezeichen. Mehr als ein Jahrzehnt ist seither vergangen und der Pegel noch weiter gefallen. Geändert hat sich viel zu wenig. Unsere exportorientierte Landwirtschaft in der EU macht die Welt nicht satt und schadet dem Klima und dem globalen Süden. Die dringend nötige und von uns Grünen geforderte Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ist in weiter Ferne. Ein gutes Beispiel für das Versagen der Politik aus jüngster Zeit ist auch, dass Edeka, Rewe, Aldi und Lidl gerade eine eigene Fleischkennzeichnung eingeführt haben. Das freiwillige Label ist aber nicht aussagekräftig. Es nützt weder Landwirtinnen und Landwirten noch Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die vier Label-Stufen „Stallhaltung“, „Stallhaltung Plus“, „Außenklima“ und „Premium“ ändern an der katastrophalen Haltung der meisten Tiere nichts. Die Bundeslandwirtschaftsministerin weiß es und handelt trotzdem nicht. Ich freue mich, dass wir Benny Härlin, der 2008 an der Erstellung des Weltagrarberichts beteiligt war, für einen Vortrag über die Zukunft der Landwirtschaft am kommenden Freitag in der Alten Fabrik Mühlhofen, Daisendorfer Straße 4, gewinnen konnten. „Pegel“ drei betrifft das Projekt Weltacker für Überlingen. Vor etwa drei Monaten fanden sich vier Akteure in Überlingen zusammen, die anlässlich der Landesgartenschau 2020 einen Weltacker anlegen möchten. Um den Weltacker in Überlingen zu verwirklichen, braucht die Initiative breite Unterstützung von uns allen. Auf meine Hilfe kann die Initiative zählen. „Pegel“ vier betrifft meinen persönlichen Pegel, das Blutspenden. Der Pegel beim gespendeten Blut ist leider oft sehr niedrig. Vor einer größeren OP im vergangenen Herbst habe ich zum ersten Mal Blut gespendet, um für den Notfall eine Reserve an Eigenblut zu haben. Am Donnerstag dieser Woche habe ich mich aufgrund dieser persönlichen Erfahrung an der Blutspendeaktion im Landtag beteiligt.

Euer
Martin Hahn

Benny Härlin spricht über Weltagrarbericht

Benedikt Härlin, der 2008 an der Erstellung des Weltagrarberichts beteiligt war, spricht am Freitag, 12. April, um 19.30 Uhr in der Alten Fabrik Mühlhofen, Daisendorfer Straße 4, über die globale Landwirtschaft, ihre Geschichte und Zukunft. Sein Thema ist der lange Weg zur nachhaltigen Ernährung und Landwirtschaft und was all das mit uns zu tun hat. Einführen wird Martin Hahn MdL, Landtagsabgeordneter der Grünen für den Bodenseekreis und Vorsitzender des Agrarausschusses des Landtags. Über 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler waren 2008 an der Erstellung des Weltagrarberichts beteiligt. Die Ergebnisse waren alarmierend. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollten den Anstoß zu einer radikalen Wende geben. Doch unser Ernährungssystem ist auch ein Jahrzehnt später noch eine der wichtigsten Ursachen für den Klimawandel, Artensterben, Umweltverschmutzung, Wasserknappheit, vermeidbare Krankheiten, Kinderarbeit, Armut und Ungerechtigkeit. Benny Härlin, ehemals Vertreter der Nichtregierungs-Organisationen im Aufsichtsrat des Weltagrarberichts (IAASTD) der UN und der Weltbank, legt dar, was sich aus seiner Sicht in der Agrarpolitik ändern muss. Härlin leitet derzeit das Berliner Büro Zukunftsstiftung Landwirtschaft. In seinem Berliner Projekt „2000 m² Ackerfläche für alle“ werden die wichtigsten Ackerfrüchte der Welt angebaut. Auf den 2000 m² Weltacker muss alles wachsen, was jeder Einzelne von uns innerhalb eines Jahres verbrauchen kann. Denn mehr landwirtschaftliche Fläche haben wir nicht.

Ein Weltacker für Überlingen

Die Überlinger Initiative Weltacker, Benny Härlin, Leiter des Berliner Büros der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, und Martin Hahn MdL (Grüne) laden am Samstag, 13. April, um 11.30 Uhr auf das zukünftige Überlinger Weltackergrundstück ein. Für den Weltacker vorgesehen sind 2000 m² Ackergrundstück an der L 200 zwischen dem Einkaufszentrum La Piazza und Andelshofen in Höhe der neuen B 31 Auffahrt. Benny Härlin und die Initiative Weltacker werden das Projekt vorstellen. Benny Härlin, Leiter des Berliner Büros der Zukunftsstiftung Landwirtschaft und ehemals Vertreter der Nichtregierungs-Organisationen im Aufsichtsrat des Weltagrarberichts (IAASTD) der UN und der Weltbank, und Martin Hahn MdL unterstützen die Überlinger Initiative. Die Überlinger Akteure sprechen beim vor-Ort-Termin über ihre Motivation und ihre Ziele. Der Weltacker ist eine Idee von Härlin und ein magisches Stück Land. Auf dem Acker muss theoretisch alles wachsen, was jeder Einzelne von uns innerhalb eines Jahres verbraucht: Obst und Gemüse, Getreide fürs Brot oder Futterpflanzen für Tiere, Baumwolle für unsere T-Shirts und Kaffee oder sogar Tabak und eventuell auch Biosprit. Nicht in jeder Region werden die 2000 m² gleich beackert. Benedikt Härlin hat das weltweite Projekt initiiert und solche Äcker schon an mehreren Orten mit angelegt. Die wichtigste Botschaft des Ackers lautet: „Es ist genug für alle da!“ Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, bei der Vorabbesichtigung des Ackergrundstücks an der L 200 mit dabei zu sein. Eine kleinere korrespondierende Ackerfläche soll im Landesgartenschaujahr 2020 in Überlingen temporär am Rande des Landesgartenschaugeländes entstehen.

Geld aus Sanierungsfonds des Landes für unsere Schulen

Mit einem großen Sanierungsprogramm hilft die grün-geführte Regierung landesweit Schulen, ihre Gebäude, Fenster, Haustechnik und zum Beispiel auch Sonnenschutz zu erneuern und den Brandschutz zu verbessern. Im Bodenseekreis profitieren das Berufsschulzentrum Friedrichshafen mit 3,3 Millionen Euro, das Berufsschulzentrum Überlingen mit 1,5 Millionen Euro, das Bildungszentrum Salem mit 1,3 Millionen Euro und die Grundschule in Tettnang-Kau mit 183.000 Euro von der Förderung.  Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen für den Bodenseekreis, freut sich, dass Grün-Schwarz die Schulsanierung im Kreis so entschlossen angeht und Schulen im Bodenseekreis mit zusammengerechnet rund 6,3 Millionen Euro profitieren. „Der Sanierungsbedarf ist ohne Frage dringend und groß“, so der Abgeordnete. Das Förderprogramm ist eine echte Zukunftsinvestition und eine Investition in gute Bildung. Denn gute Bildung braucht gute Rahmenbedingungen, so der Wahlkreisabgeordnete. Das gelte ganz besonders auch für die berufliche Bildung. Auch zum Klimaschutz trüge die Sanierung von Gebäuden einen wichtigen Teil bei, so Martin Hahn weiter. „Wir müssen alles daran setzen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Rund 20 Prozent der Treibhausgasemissionen in Baden-Württemberg geht auf Gebäude zurück. Das Land geht als Vorbild voran, indem es durch kluge Sanierungen in Schulen die Klimabilanz verbessert.“

Mittagspause im Landtag

Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) und mehrere Abgeordnete, unter ihnen Martin Hahn MdL, haben im Landtag Blut gespendet. „Für mich war es mein zweites Mal“ sagte Martin Hahn am Donnerstag bei der Aktion des Blutspendedienstes Baden-Württemberg. Die Aktion sei wichtig, denn das Spenden kann Leben retten. Martin Hahn will in Zukunft regelmäßig spenden. 46 Menschen haben sich am Donnerstag bereit erklärt, Blut zu spenden – 20 von ihnen zum ersten Mal. Darunter waren Politiker, Mitarbeiter, Besucher und Journalisten. „Wir sind insgesamt zufrieden“, sagte Dieter Lutz vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes in Stuttgart. „Aus jeder Blutspende können bis zu drei lebensnotwendige Blutpräparate hergestellt werden“, so Martin Hahn. Zum ersten Mal hatte er im vergangenen Herbst vor einer größeren OP an seinen Beinen Eigenblut gespendet. „Schwerkranke und Unfallopfer sind auf fremdes Blut angewiesen“ appelliert Martin Hahn.

Einladung

Der Kreisverband Bündnis90/Die Grünen im Bodenseekreis bietet eine Besucherfahrt ins Europäische Parlament nach Straßburg an.  Es gibt noch ein paar wenige freie Plätze.
Mittwoch, 17. April 2019, Abfahrt 7:0o Uhr und Rückkehr gegen 22:30 Uhr.
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich für die Fahrt gerade jetzt, kurz vor den Europawahlen interessieren und anmelden würden.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Bei Interesse einfach anmelden unter folgender E-Mailadresse: kv.bsk.strassburg@gmx.de
 

Termine & Veranstaltungen kompakt

Samstag, 06. April 2019, 15:00 Uhr
DGH Beuren, Eggenriedstr, Salem Beuren
Salem 2035
Eine Zukunftsperspektive für unsere Gemeinde
mit Wolfgang Himmel (Büro Translake, Konstanz) und Padraig Elsner (Pressesprecher des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands)
Montag, 08. April 2019, 19:00 Uhr
in der Gärtnerei Widmer, Barbelstraße in Überlingen
Wer wohnt in Zukunft wie, wo, für wie viel Geld
mit Susanne Bay, MdL
Montag, 08. April 2019, 19:30 Uhr
im Forum der Zeppelin Universität Fallenbrunnen 3, 88045 Friedrichshafen
Wie viel Dissenz verträgt ein EU-Austritt?
Mit Anna Cavazzini  - Europakandidatin
 
Freitag, 12. April 2019, 19:30 Uhr
Alte Fabrik Mühlhofen, Daisendorfer Str. 4, Uhldingen-Mühlhofen
Vortrag über den Weltagrarbericht
mit Benny Härlin
Samstag, 13. April 2019, 11:30 Uhr
Überlinger Weltackergrundstück bei Andelshofen an der L200, in Höhe der neuen B31 Auffahrt.
Weltacker für Überlingen - Vorabbesichtigung
mit Benny Härlin, Martin Hahn MdL und den Überlinger Initiatoren
Dienstag, 16. April 2019, 19:30 Uhr
Lebensräume für Jung und Alt, Schulstraße 24, Immenstaad
Europa. Darum kämpfen wir!
mit Dr. Franziska Brantner, MdB
Mittwoch, 24. April 2019, 19:00 Uhr
Kulturzentrum Fallenbrunn, Friedrichhafen
VORANKÜNDIGUNG
Theresia Baur, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst
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