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Infolettre Nr. 12, Januar 2017

Verwaltung der Urheberrechte für Bühnen- und audiovisuelle Werke
"Cyclique - une vie de coursier", Dokfilm von Frédéric Favre. Prod. Locomotion.
Foto: Filmbringer Distribution



Perspektiven


Die Revision des Urheberrechtsgesetzes gerät in Verzug. Nach dem Scheitern des im Dezember 2015 in Vernehmlassung geschickten Vorentwurfs wurden die Schlussfolgerungen von AGUR II* für Weihnachten erwartet. Nun wurden die Sitzungen, aus denen ein Kompromiss hervorgehen soll, auf Ende Winter verschoben. Das EDJP unterbreitet dann im Sommer 2017 dem Bundesrat einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen.
 
So wie es im Moment steht, trägt diese Revision nicht dazu bei, die Stellung der Urheberinnen und Urheber zu verbessern. Derweil scheint der technische Fortschritt aber zur Verarmung der Kunstschaffenden beizutragen. Die Untersuchung von Suisseculture Sociale zeigt auf, dass sie mehr arbeiten aber weniger verdienen als 2006. Streaming ist auf Erfolgskurs und lässt die Kassen der Technologiegiganten und Produzenten klingeln, zahlreichen Aussagen zufolge kommt den Kunstschaffen davon jedoch kaum etwas zugute.
 
Mehr denn je wird die SSA 2017 also an vorderster Front stehen, um Erreichtes zu verteidigen und die Stellung derjenigen zu verbessern, denen sie gehört und für deren Interessen sie einsteht: Urheberinnen und Urheber. Ohne diese gäbe es keine Werke, die jeder online stellen und verlinken kann. Die SSA wird auch die Service public-Medien verteidigen, weil diese für die Vielfalt des künstlerischen Schaffens in der Schweiz lebenswichtig sind. Da man aber auch nie vergessen darf, vor der eigenen Tür zu kehren, vereinfacht die SSA noch vor dem Frühling die Abläufe für Aufführungsrechte. Sowohl Urheberinnen und Urheber als auch Bühnenveranstalter werden davon profitieren.
 
Unsere besten Wünsche für ein erfolgreiches und glückliches Jahr.
 
Jürg Ruchti
Direktor der SSA


*AGUR II ist die im August 2016 von Bundesrätin Simonetta Sommaruga erneut einberufene Arbeitsgruppe zum Urheberrecht. Nebst den Interessenvertretern, die bereits bei AGUR 2012-2013 dabei waren (Kunstschaffende, Konsumentenschützer, Produzenten und Rechtenutzer), sind diesmal auch die Internetdienstleister an den Arbeiten beteiligt.

 

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Was ein Urheber schrei(b)t
 

„Pro Stream erhalte ich 0,0005639 CHF. Her mit den Bieren! Prost Spotify.“
 
James Blunt, britischer Singer-Songwriter, über die Entschädigung, die er für Streaming-Nutzungen seiner Songs auf dem Internet erhält (über Plattformen wie Spotify, Apple Music, usw.). Der Betrag ist im Originalzitat in britischen Pfund angegeben.

 
Publikation:                                                                                   
Société Suisse des Auteurs, société coopérative (SSA)
 
Redaktion:
Jürg Ruchti und Nathalie Jayet

Mitarbeit an dieser Ausgabe:
Sandra Gerber, Carlo Capozzi, Jolanda Herradi, David Busset

Allgemeine Hinweise                                             

Kontakt







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