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"Souffle", Choreografie von Antonio Bühler und Brigitte Meuwly, Musik Caroline Charrière - Cie DA MOTUS!
Foto: Charles Ellena

 
 

Editorial


Liebe Leserin, lieber Leser,

67% der Internetnutzer wünschen eine bessere Entschädigung der Kulturschaffenden für die Verfügbarkeit deren Werke im Internet: dies besagt eine Studie, welche 40‘079 Personen in 155 Ländern befragte*. Das Resultat zeigt auf, dass sich Internetnutzer über die mangelnde Fairness in der Aufteilung der Erträge, welche durch ihre digitalen Handlungen entstehen, im Klaren sind.
Leider werfen die Internetnutzer jedoch häufig alle Vermittler in denselben Topf und unterscheiden nicht zwischen Urheberrechtsgesellschaften, Vertrieben, Plattformen und grossen Technologiekonzernen. Dabei gilt hier dasselbe Prinzip wie beim Fair Trade: es braucht eine Instanz, welche die korrekte Zuweisung der Zahlungen der KonsumentInnen an diejenigen garantiert, denen sie tatsächlich zugutekommen sollen. Jemand, der darüber wacht, dass die ersten Leistungserbringer in der Handelskette – das sind  im vorliegenden Fall die Kulturschaffenden –  gute Bedingungen erhalten.
Wer ist für diese Aufgabe besser bestimmt als die Urheberrechtsgesellschaften? Sie arbeiten ohne Gewinnziel. Ihre Governance setzt den Urheber auf die oberste Stufe. Ihr Knowhow ermöglicht es ihnen, die Urheberschaft an Werken seriös zu überprüfen und sie können dank ihrer langjährigen Aufbauarbeit auf zuverlässige Datenbanken zurückgreifen. Ihr Kerngeschäft ist das korrekte Einkassieren und Verteilen von Entschädigungen, eben aus Sorge um…Fairness.
 
Jürg Ruchti, Direktor

*Quelle:
Studie «Our Digital Future» durch Open Media: 67% der Befragten gaben darin an, dass sie es gerne sähen, wenn mindestens 75% der werkgenerierten Einkommen direkt an die betreffenden Urheber gezahlt würden. 89,2% gaben an, dass ihnen die Nennung des Urhebers oder der Urheber unabdinglich erscheint, wenn das Werk weiterverbreitet wird, und dies unabhängig von der Verbreitungsart. https://openmedia.org


 

Aktuell

SSA-Mitglieder: Fotos und Plakate Ihrer diesjährigen Werke interessieren uns

Urheberrechte ermöglichen das Schaffen und Produzieren neuer Werke. Um die beeindruckende Vielfalt der Kreationen zu spiegeln, welche das Repertoire der SSA ausmachen...
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Aufführungsrechte: verbesserte Abrechnungen im Ausland

Die Abrechnungen zu den Bühnenaufführungsrechten von unseren ausländischen Schwestergesellschaften dürften sich in den nächsten Monaten kontinuierlich verbessern. Sie werden mehr Einzelheiten über die Werknutzung enthalten als früher.
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Wie frei ist man bei der Interpretation von Bühnentexten?

Der Autor des Textes wurde gebeten, eine Aufführung zu genehmigen, und gab seine Einwilligung. Darf nun der Regisseur im Rahmen seiner Interpretation den Text des Stücks abändern?
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Für ein Verleihrecht in der Schweiz

Die SSA tritt der Allianz „fairlesen“ zu, welche vom Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS) für die Forderung nach der Einführung eines Verleihrechts gegründet wurde.
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Stipendien SSA-FARS 2015/16 für Strassenkünstler

Die SSA initiiert in Zusammenarbeit mit der Fédération des Arts de la Rue Suisses (FARS) eine neue Aktion, um das Schreiben von zeitgenössischer Strassenkunst (Arts on Street)  zu unterstützen.
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Stipendien 2015 für die Entwicklung von Dokumentarfilmen

Der Kulturfonds der SSA verleiht vier Stipendien zu je 20 000 Franken, um die Projektentwicklung von Kino-Dokumentarfilmen oder von Dokumentarfilmen ab 50’ für das Fernsehen zu fördern.
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Die SSA ist bei Facebook

Seit 31. Juli 2014 ist im Namen der SSA eine Facebook-Seite in Betrieb. Sie wendet sich an die Mitglieder der SSA sowie an ein breiteres, mit diesem sozialen Netzwerk verbundenes Publikum.
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Wie wird man Mitglied im Verwaltungsrat der SSA?

Jede Generalversammlung ist mit Neu- und Wiederwahlen in den Verwaltungsrat verbunden. Es obliegt dem Verwaltungsrat in corpore, Kandidaturen vorzuschlagen, die ihm hinsichtlich der Pflichten und Verantwortlichkeiten, wie sie in den Statuten definiert sind, geeignet erscheinen.
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Stellungnahme der SSA zur Kulturbotschaft 2016-2019

Ein Schweizer Preis zur Auszeichnung von Theaterautoren, ein gesetzlicher Rahmen für VOD-Dienste um die Vielfältigkeit deren Angebote sicherzustellen, die Verbreitung von Bühnenwerken über die Sprach- und Landesgrenzen hinaus zu fördern: das sind die wichtigsten Forderungen aus der Stellungnahme der SSA zur Kulturbotschaft 2016-2019.
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„Fair Trade“ für Kulturschaffende

Kulturschaffende verlangen ein faireres Verteilmodell für Einnahmen aus dem Digitalmarkt. Ihr Vorschlag lehnt sich an Fairtrade-Initiativen an.
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Stipendien 2015 für choreografische Projekte

Mit dem Ziel, Choreografinnen und Choreografen beim Schaffen originaler Tanzprojekte in der Schweiz zu unterstützen, verleiht der Kulturfonds der SSA bis zu sechs Stipendien mit einer Gesamtsumme von 66 000 Franken.
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Stipendien 2015 der SSA für das Schreiben von Drehbüchern für Kino-Spielfilme

Der Kulturfonds der SSA verleiht drei Stipendien zu je 25 000 Franken um das Schreiben von Originaldrehbüchern für Kinospielfilme zu fördern.
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Was ein Urheber schrei(b)t 
 

Moderne Abolitionisten des Urheberrechts sind der Meinung, dass Künstler nie etwas neu erschaffen, sondern nur bestehende Stoffe umarbeiten. Das reicht in ihren Augen aus, um künstlerischen Schöpfungen keinen Schutz gewähren zu wollen. Was Sie darauf antworten können:

«Origineller Autor ist nicht, wer niemanden nachahmt, sondern wer von niemandem nachgeahmt werden kann.»

François René de Chateaubriand, 1768-1848

 
Publikation:                                                                                   
Société Suisse des Auteurs, société coopérative (SSA)
 
Redaktion:
Jürg Ruchti und Nathalie Jayet          

Allgemeine Hinweise                                             

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