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Infolettre Nr. 9, April 2016

Verwaltung der Urheberrechte für Bühnen- und audiovisuelle Werke
"Hallo" von Martin Zimmermann, Musik Colin Vallon. Prod. Verein Zimmermann & de Perrot.
© Augustin Rebetez

 
 

Editorial


Am 22. März hat die SSA im Rahmen des letzten Dezember eröffneten Vernehmlassungsverfahrens ihre Antwort zum Vorentwurf einer Revision des Bundesgesetzes über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (URG) eingereicht.
 
«Das Urheberrecht modernisieren», so lautete die Absicht der Regierung. Obwohl der Entwurf auf den ersten Blick ausgewogen erschien, erwies er sich rasch als konfus und enttäuschend. Die Modernisierungen fallen sehr zurückhaltend aus und man sucht vergeblich nach dem dringend notwendigen Ausgleich der Kräfteverhältnisse in der Digitalwirtschaft zugunsten der Kulturschaffenden. Dafür entdeckt man verblüfft , dass das EJPD die genossenschaftlich organisierten Verwertungsgesellschaften entmündigen möchte – als ob die Künstlerinnen und Künstler nicht imstande wären, die von ihnen selbst gegründeten Gesellschaften zu leiten.
 
Ersten Informationen zufolge scheinen die vorgesehenen Massnahmen gegen die Internetpiraterie auf breite Kritik zu stossen, obwohl sie von zahlreichen Experten als gemässigt eingestuft werden. Die grossen politischen Parteien räumen zwar ein, dass illegale Nutzung von künstlerischen Werken bekämpft werden muss, schätzen dann aber den Vorentwurf als unangemessen ein und machen keine konkreten Verbesserungsvorschläge.
 
Das mangelnde Know-how der Schweiz im digitalen Bereich und die fehlenden Visionen für die Kulturwirtschaft haben einen Vorentwurf entstehen lassen, der zwischen Dogmatik und politischer Unentschiedenheit schwankt. Wie eine Fernsehserie wir die Urheberrechtsrevision zweifellos über einige Staffeln fortgesetzt werden. In der Zwischenzeit verringern sich für bestimmte Kategorien von Kulturschaffenden die Einnahmen aus der Nutzung von Werken weiter. Umso erfreulicher daher, dass die SSA hervorragende Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr publizieren und an der Generalversammlung Frédéric Martel empfangen darf: Er ist Journalist und Forscher auf dem Gebiet der in voller Umwandlung begriffenen Kulturindustrien.
 
Jürg Ruchti, Direktor

 

Aktuell

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Was ein Urheber schrei(b)t
 

Die Vorlage zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes enthält die Anwandlung, die Aufsicht über die Urheberrechtsgesellschaften zu verschärfen. Was uns an einen Satz von Montesquieu zum Thema Gesetze denken lässt:
 
«Überflüssige Gesetze schwächen notwendige Gesetze.»

 
Publikation:                                                                                   
Société Suisse des Auteurs, société coopérative (SSA)
 
Redaktion:
Jürg Ruchti und Nathalie Jayet

Mitarbeit an dieser Ausgabe:
Sandra Gerber, Carlo Capozzi, Jolanda Herradi, David Busset

Allgemeine Hinweise                                             

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