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«Petite Reine», Text von Eric Jeanmonod, Musik Sylvain Fournier. Foto Elisa Larvego

 
 

Editorial


Liebe Leserin, lieber Leser,

Der Bundesrat hat grundsätzlich positiv auf die Empfehlungen von AGUR12 reagiert, der Arbeitsgruppe, die 2012 und 2013 Ansätze zur Modernisierung des Urheberrechts ausgearbeitet hat. In diesen Empfehlungen finden sich auch Massnahmen zur Bekämpfung der Piraterie. 4 Jahre nach dem Postulat von Nationalrätin Géraldine Savary, gefolgt von einer Antwort des Bundesrats, welche das Problem quasi für inexistent erklärte, ist nun ein gutes Stück Weg geschafft.  Das noch bevorstehende Stück ist jedoch weder kürzer noch weniger mühselig. Der von AGUR12 erarbeitete Konsens wird auf die Probe gestellt werden. Die Vernehmlassung zu einem Revisionsentwurf des Urheberrechtsgesetzes wird für Ende 2015 erwartet, dessen Inkrafttreten für 2017/2018.  
 
Derweil gab der Webmaster eines wenig bekannten Forums «Für Download und Filesharing» vor laufender Fernsehkamera zu, dass er zwischen 10'000 und 15'000 Euro pro Monat verdient dank der Werkkopien, die er illegal ins Netz stellt – und dies steuerfrei. Bleibt zu hoffen, dass eine Verbesserung des Gesetzes nicht mehr zu lange auf sich warten lässt.
 
Wir wünschen unseren Lesern einen schönen Sommer, dem es nicht an Gelegenheiten mangelt, die Werke unserer Mitglieder zu faireren Bedingungen zu entdecken als zu denen, welche die digitale Wirtschaft momentan bietet.
 
Jürg Ruchti, Direktor
 

Aktuell

GV 2014 – Eine genferische und weibliche Note

Die 31. Generalversammlung der SSA wurde in Genf durchgeführt. Seit mehr als zwanzig Jahren fand unsere GV in Lausanne statt, weshalb es Zeit wurde, sich am unteren Ende des Sees zu treffen.
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Privatabend? Gratisvorstellung?

Viele glauben, es würden in dem Kontext «keine Urheberrechte fällig». Um diese und viele andere Fragen zu klären…
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Bundesrat will Urheberrecht modernisieren

Die SSA nimmt mit Genugtuung zur Kenntnis, dass der Bundesrat in Sachen Durchsetzung des Urheberrechts Handlungsbedarf  sieht und Gesetzesanpassungen in Angriff nehmen will.
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7 Wege, um Urheber zurück ins Zentrum von Kultur und Urheberrecht zu rücken

SAA, FERA und FSE haben 7 Themenbereiche ausgemacht, in welchen das neue Europäische Parlament innert der nächsten 5 Jahre konkrete Fortschritte für Drehbuchautoren und Filmregisseure erzielen kann.
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Die SSA in Locarno

Die SSA ist am Filmfestival Locarno 2014 präsent.
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Stipendien SSA-FARS 2015/16 für Strassenkünstler

Die SSA initiiert in Zusammenarbeit mit der Fédération des Arts de la Rue Suisses (FARS) eine neue Aktion und schreibt Stipendien aus, um das Schreiben von Werken zeitgenössischer Strassenkunst (Arts on Street) zu unterstützen.
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Jahresbericht – Das Jahr 2013 der SSA

Im vergangenen Geschäftsjahr hat die SSA vier wichtige Verträge erneuert und das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum stellte der SSA eine Verwertungsgenehmigung für eine weitere Periode aus.
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SSA-Mitglieder: Ihre Tourneen und neuen Werke

Damit die Wahrnehmung Ihrer Aufführungsrechte optimal verlaufen kann, bitten wir Sie, uns regelmässig Ihre Aufführungs- und/oder Tourneedaten mittzuteilen.
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Alles für 30 Franken pro Monat?

Ein Monatsabo zu einem Fixpreis, mit welchem man in allen Supermärkten der Schweiz einkaufen kann, soviel und was immer man will? Eine solche Idee fänden Sie sicherlich spinnig oder zumindest utopisch. Und doch…
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Urheberverträge: eine Studie des Europäischen Parlaments

Der Rechtsauschuss des Europäischen Parlaments hat eine Studie vorgelegt, welche einen Überblick über Vertragspraktiken im Bereich Kultur in den europäischen Ländern gibt.
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Unterstützung der kreativen Projektentwicklung für lange Spiel- und Trickfilme

Die Kulturfonds von SUISSIMAGE und SSA unterstützen im Rahmen eines Wettbewerbs gemeinsam die kreative Projektentwicklung bei langen Spiel- oder Trickfilmprojekten in den Jahren 2013-2015.
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Unterstützung der SSA von Werkaufträgen (Theaterstücke)

Nächste Eingabefrist der Gesuche um Förderbeiträge: 18. August 2014
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Was ein Urheber schrei(b)t 
 

Es gibt Firmen, die verdienen Milliarden dank unseren Werken. Es wäre also nichts als gerecht, dass wir unseren Anteil daran haben. Das Erste, was wir Kulturschaffende tun müssen, ist zusammenstehen und mit einer Stimme sprechen.
 
CISAC*-Präsident Jean Michel Jarre tritt für nachhaltige Geschäftsmodelle für Kulturschaffende ein. Der Pionier der elektronischen Musik erklärt in einem Video, warum sich Kulturschaffende für einen fairen Anteil an den Erträgen der digitalen Wirtschaft mobilisieren müssen.
 
Video (auf englisch) unter: http://www.cisac.org/CisacPortal/consultArticle.do?id=1750
 
*Die Confédération internatio­nale des sociétés d’auteurs et de compositeurs (CISAC) ist das erste weltweite Netzwerk für Urheberrechtsgesell­schaften: 230 Gesellschaften für kollektive Verwertung aus 120 Ländern. www.cisac.org

 
Publikation:                                                                                   
Société Suisse des Auteurs, société coopérative (SSA)
 
Redaktion:
Jürg Ruchti und Nathalie Jayet          

Allgemeine Hinweise                                             

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