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Infolettre Nr. 11, Oktober 2016

Verwaltung der Urheberrechte für Bühnen- und audiovisuelle Werke
"Serie Opera III - Salomé" von Sébastien Grosset nach Oscar Wilde, Musik Christian Garcia.
© Alexandre Morel

 

Editorial


Man nehme dasselbe und beginne von vorn
 
Das Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (URG) wird diesen Herbst weiter behandelt. Über tausend stark divergierende Stellungnahmen waren die Vernehmlassungsreaktionen auf den Vorentwurf. Dies bewog Bundesrätin Simonetta Sommaruga dazu, die AGUR neu einzuberufen. Also die Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Urheber/innen und Künstler/innen, der Produzierenden, der Konsumentenorganisationen und der Rechtenutzer, welche Frau Sommaruga 2012 ins Leben gerufen hatte. Diesmal wurde sinnvollerweise eine Vertretung der Internetdienstleister hinzugefügt, namentlich der Access Provider.
 
Vorgesehen ist, dass die AGUR II sich mit dem zentralen Kompromiss beschäftigt, der aus ihren ersten, Dezember 2013 abgeschlossen Arbeiten resultierte. Die kunterbunt dem Vorentwurf hinzugefügten zusätzlichen Punkte sind politisch gescheitert. Bezüglich des verunglückten, aus heiterem Himmel gefallenen Versuchs einer Quasi-Verstaatlichung der Urheberrechtsgenossenschaften ist dies eine erfreuliche Nachricht. Dieser Vorschlag wurde von den Stakeholdern vehement abgelehnt.
 
Mission der AGUR II ist es, einen politisch mehrheitsfähigen Kompromiss auszuarbeiten. Bis Weihnachten wissen wir voraussichtlich, ob diese Mission erfüllbar ist. SUISSECULTURE und Swisscopyright wollen aktiv und konstruktiv dazu beitragen. Antipirateriemassnahmen werden ihnen allerdings nicht genügen, wenn den Kulturschaffenden in der digitalen Wirtschaft nicht mehr Fairness zukommt oder noch schlimmer, wenn Erreichtes beeinträchtigt würde. Eine Verbesserung soll in Form von neuen, unumgehbaren Vergütungen für ihre Arbeit erfolgen.
 
Eine in Frankreich publizierte Studie kommt nämlich zum Schluss, dass auf die Nutzung kultureller Inhalte geschlagene 23% des von Internetplattformen erzielten Umsatzes direkt zurückgehen. Dieser Umsatz wird auf jährlich 22 Milliarden Euro geschätzt. Ganz gewiss werden wir auf dieses Thema zurückkommen.
 
Jürg Ruchti
Direktor der SSA

 

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Was ein Urheber schrei(b)t
 

"Etwas, das nur Du hast und niemand anders: Dich. Deine Stimme, deinen Geist, deine Geschichte, deine Sichtweise. Also schreibe, zeichne, baue, spiele, tanze und lebe wie nur Du es zu tun vermagst.“
 
Neil Gaiman, Autor von Büchern, Comics, Theaterstücken und Drehbüchern für Kino und Fernsehen.

 
Publikation:                                                                                   
Société Suisse des Auteurs, société coopérative (SSA)
 
Redaktion:
Jürg Ruchti und Nathalie Jayet

Mitarbeit an dieser Ausgabe:
Sandra Gerber, Carlo Capozzi, Jolanda Herradi, David Busset

Allgemeine Hinweise                                             

Kontakt







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