Copy

wirtschaftswunderavantgarde II

Ausstellungseröffnung am 25. November 2016


Die aktuelle „Postwar“-Ausstellung im Münchner Haus der Kunst ist nur ein Indiz von vielen: Die ersten Nachkriegs-Dekaden rücken wieder ins Blickfeld. Es ist eine Epoche, die fern ist, aber noch nicht fremd, und zugleich nah, aber nicht mehr vertraut. Die wohlhabend gewordene Babyboomer-Generation blickt zurück und möchte mehr wissen über die Zeit, in der sie geboren wurde, in der sie aber zu jung war, um diese Welt wirklich zu begreifen.
 


K.O. Götz, Paran, 1975, Mischtechnik auf Leinwand, 175 × 210 cm


Es war eine Zeit des Aufbruchs und des Umbruchs. In keinem Bereich war das so spürbar wie in der Kunst. Das Kriegsende war eine Zäsur, mit der man sich von allem trennte, was überholt und verkrustet erschien. Es war zugleich der Startschuss in eine grenzenlose künstlerische Freiheit, die man mit unbändiger Experimentierlust und großer Geste zelebrierte. Alles Gegenständliche war verpönt. Die abstrakte, „formlose“ Kunst des Informel war die Verkörperung des kreativen Zeitgeists. Während die aus einer ähnlichen Grundhaltung agierenden abstrakten Expressionisten in den USA – Jackson Pollock, Willem de Kooning, Sam Francis oder Franz Kline – zu Weltruhm gelangten, blieb dem deutschen Informel der ganz große Durchbruch auf der internationalen Bühne jedoch verwehrt.
 


Petra Petitpierre, Composition rouge, 1951, Öl auf Pavatex, 50 × 66 cm


Dass dies zu Unrecht geschah und hier eine Wunderkammer moderner Kunst auf ihre Wiederentdeckung wartet, ist das große Anliegen der Galerie 20/21. Nach unserer Ausstellung „wirtschaftswunderavantgarde“ (2015) machen wir dem Publikum nun weitere verborgene Schätze der Nachkriegsmoderne zugänglich. Die aktuelle Präsentation „wirtschaftswunderavantgarde II“ zeigt Arbeiten von Hubert Berke, Peter Brüning, Emil Cimiotti, K.O. Götz, Petra Petitpierre, Lothar Quinte und Bernard Schultze.

Wir sind sehr glücklich darüber, mit Emil Cimiotti (* 1927) und K.O. Götz (* 1914) die zwei bedeutendsten noch lebenden Zeitzeugen der frühen deutschen Nachkriegskunst für die Ausstellung gewonnen zu haben.

Und ganz besonders freut es uns, dass die Galerie 20/21 drei Arbeiten von K.O. Götz präsentieren darf, die er aus privaten Gründen lange in seinem Atelier zurückgehalten hat, also direkt aus dem persönlichen Besitz des Künstlers stammen. Auch die hier gezeigten Plastiken und Zeichnungen von Emil Cimiotti haben nur einen Vorbesitzer: den Künstler selbst.

Die drei Arbeiten von Lothar Quinte kommen ebenfalls aus dem Nachlass des Künstlers.

Es gibt also auch für erfahrene Kunstkenner viel Neues und Unbekanntes zu ent-decken. Die Ausstellung „wirtschaftswunderavantgarde II“ ist vom 25. November 2016 bis zum 21. Januar 2017 in den Galerieräumen in der Friedrich-Herschel-Straße 13 in München-Bogenhausen zu sehen. Eine persönliche Einladung zur Vernissage geht Ihnen in den nächsten Tagen zu.


art Karlsruhe
Besuchen Sie uns auf der Art Karlsruhe vom 16. Februar bis zum 19. Februar 2017 in Halle 2, Stand D03. Wir freuen uns auf Sie.

 








Wird diese E-Mail nicht korrekt angezeigt?
Im Browser öffnen.
Diese E-Mail wurde gesendet an <<Email Adresse>>
Email Marketing Powered by Mailchimp