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The 20/21 Newsletter - No. 3 / April 2016

29. April – 11. Juni 2016
Nach dem großen Erfolg unserer Ausstellung wirtschaftswunderavantgarde freuen wir uns, Ihnen Ende April ein weiteres Highlight präsentieren zu können:

Emil Cimiotti - Bronze und Papier

Emil Cimiotti ist eine der herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Plastik des 20. und 21. Jahrhunderts. Seine Werke sind in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen in aller Welt vertreten und waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. Hervorzuheben ist seine wiederholte Teilnahme an der Biennale junger Kunst im Musée d'Art moderne in Paris, der documenta in Kassel und der Biennale in Venedig.

Bergwand
Bergwand 1994/2010, Bronze, gussrauh, bemalt auf Stahl
139 x 90 x 40 cm, signiert

Aus der Reihe "Sporaden"
Aus der Reihe „Sporaden“, Tusche auf Zeichenkarton
62 x 92 x 3 cm

Cimiotti war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Villa Massimo in Rom. 1963 wurde er Gründungsprofessor der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Unter den zahlreichen Auszeichnungen, die ihm zuteil wurden, kommt dem Kunstpreis "junger westen" besondere Bedeutung zu, denn er wurde ihm – ein Unikum in der Preisgeschichte – sowohl für Bildhauerei als auch zwei Jahre später für Handzeichnungen verliehen. Dies zeigt die Spannbreite von Cimiottis Schaffen. Er gehört zu der raren Spezies von Künstlern, die die Fläche wie auch den Raum gleichermaßen beherrschen.

Auch der Titel der Ausstellung verweist auf diese Ambivalenz in Cimiottis Arbeiten. Immer wieder fokussiert er sich auf zwei extrem disparate Materialien – hier die schwere Bronze, dort das leichte Papier.

Palmyra
Palmyra, 2011, Bronze, gussrauh, auf Stahl
173 x 100 x 40 cm

Fluß
Fluß, 1993, Bronze, gussrauh, bemalt
5,5 x 62 x 47 cm

Hügel
Hügel, 2002, Bronze, gussrauh, auf Stahl
38 x 70 x 29 cm, signiert

Die Bronzearbeiten sind gelegentlich abstrakt humanoid, häufig jedoch biomorph, assoziieren organische Strukturen, Blätter, Bäume. Oder Landschaften – ein Thema, das Cimiotti als Erster für die Plastik erschlossen hat. Alle Werke werden im aufwendigen Wachsausschmelzverfahren hergestellt. Dabei wird sowohl das Wachsmodell als auch die Gussform zerstört. Die so entstandene gussrauhe Bronzeplastik ist ein unwiederholbares Unikat. Nachgüsse sind nicht möglich.

Auf die Papierarbeiten, denen sich Cimiotti in jüngster Zeit verstärkt zugewendet hat, werden wir in unserem nächsten Newsletter einen ausführlicheren Blick werfen.

Zur Eröffnung der Ausstellung "Emil Cimiotti – Bronze und Papier" in unseren Galerieräumen in München-Bogenhausen, Friedrich-Herschel-Straße 13, sind Sie als Leser des 20/21-Newsletters herzlich eingeladen.

Für den Eröffnungsvortrag konnten wir eine Kunsthistorikerin ersten Ranges gewinnen:

Prof. Dr. Christa Lichtenstern ist emeritierte Professorin für Kunstgeschichte. Sie forschte und unterrichtete an der Städelschule in Frankfurt am Main, ferner an den Universitäten Göttingen, Gießen, Kassel, Marburg, Bloomingdale (USA), zuletzt als Ordinaria am Kunstgeschichtlichen Institut der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Seit 2000 ist sie korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Sie veröffentlichte zahlreiche Monographien, Sammelbände und Einzelbeiträge zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

Ihr besonderes Interesse gilt den vielfältigen Erscheinungsformen der räumlichen Kunst in Skulptur und Plastik. Ein Schwerpunkt ihres Schaffens ist die Auseinandersetzung mit dem Werk Henry Moores. Ihre bei der Royal Academy in London erschienene Monographie "Henry Moore: Werk – Theorie – Wirkung" gilt als Standardwerk.

In den letzten Jahren hat sich Frau Prof. Dr. Lichtenstern intensiv mit dem Œuvre Emil Cimiottis beschäftigt und ein Buch über seine Papierreliefs verfasst. Freuen Sie sich mit uns auf eine ebenso fachkundige wie engagierte Einführung in die Welt von Emil Cimiotti.

Was ihn persönlich bewegt und geprägt hat, sagt er Ihnen in diesem längeren Video-Interview.

Emil Cimiotti im Video-Interview
Video-Interview mit Emil Cimiotti








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