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»Abstrakte Kunst ist die Arbeit von Talentlosen, die von Skrupellosen an Ahnungslose verkauft wird«

spottete der amerikanische Satiriker Al Capp in den 60er Jahren. Kein Zweifel, die Abstraktion ist eine Kunstform, an der sich die Geister scheiden. Sie weckt sowohl glühende Begeisterung als auch vehemente Ablehnung als auch völlige Verständnislosigkeit – und das seit über 100 Jahren.

Deshalb haben wir die abstrakte Kunst als Schwerpunktthema unseres ersten
News­letters gewählt. Darin lesen Sie

»Headlines«

Die aktuelle Ausstellung »Headlines« in der Galerie 20/21 – eine Serie 
abstrakter Kopfportraits von Werner Maier
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Abstrakte Kunst

Eine Betrachtung zur unveränderten Aktualität abstrakter Kunst und ihrem 
steil steigenden Marktwert
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Empfehlungen

Ausgewählte Empfehlungen zu Ausstellungen moderner und 
zeitgenössischer Kunst, mit besonderem Fokus auf Klassikern der Abstraktion
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Bonus

Als Dessert reichen wir Ihnen einen Hinweis auf eine Reihe abstrakter 
Meisterwerke aus unvermuteter Quelle. Der Künstler, von dem sie stammen, 
heißt Envisat und ist ein Umweltsatellit.
Headlines begegnen uns täglich auf der Straße. Als schnelle Schlagzeilen auf den Titelseiten von Zeitungen, auf Plakatwänden, in Schaufenstern. 
Und nun in den Räumen von 20/21. Als frappierender Bilderzyklus, in dem Werner Maier Linie um Linie um Linie zu abstrakten Portraits auftürmt. Köpfe aus Linien. Headlines. In tiefstem Graphitschwarz starren sie uns an und fordern eine Reaktion. Wer sich mit ihnen unterhalten möchte, ist herzlich eingeladen, dies zu tun.
 

Werner Maier: Headlines

Ausstellung bis 12. Dezember 2014
In der Galerie 20/21 Modern & Contemporary Art
Friedrich-Herschel-Str. 13
München-Bogenhausen

Termin nach telefonischer Vereinbarung:
+49 89 27 81 73 72

Wenn Sie sich schon jetzt auf die Begegnung mit Werner Maiers Kopflandschaften einstimmen möchten (oder nicht persönlich kommen können), gibt Ihnen der folgende Text aus dem Ausstellungskatalog eine kurze Hinführung auf das Werk. 
www.20-21.com/ausstellungen/werner-maier
 
Die Welt giert nach Neuem. Und lässt das Neue dann links liegen, wenn etwas noch Neueres kommt. Der Kunstmarkt ist von diesen Entwicklungen nicht ausgenommen und neigt bei der Verfolgung immer neuer Trends zu einer gewissen Flatterhaftigkeit. Gemessen daran ist das Interesse an abstrakter Kunst von erstaunlicher Beständigkeit.
Dies zeigt sich auch an den beträchtlichen Summen, die Sammler, Galerien oder Museen bereit sind, für abstrakte Kunst zu bezahlen. Natürlich bemisst sich die Qualität eines Kunstwerks nicht an seinem Verkaufspreis – beides hat, gerade in Spekulationsblasen, oft nicht viel miteinander zu tun. Dennoch ist es interessant, einmal einen Blick darauf zu werfen, wo die Abstraktion auf dem globalen Kunstmarkt steht.

 

Dies sind die fünf teuersten jemals verkauften Kunstwerke:

1. »Die Kartenspieler« von Paul Cezanne. 2011 verkauft für 259 Mio. Dollar. 1
 
2. »Le Rêve« von Pablo Picasso. 2013 verkauft für 155 Mio. Dollar. 2
 
3. »Three Studies of Lucian Freud« von Francis Bacon.
2013 verkauft für 142,4 Mio. Dollar. 3
 
4. »No. 5« von Jackson Pollock. 2006 verkauft für 140 Mio. Dollar. 4

 
5. »Woman III« von Willem de Kooning. 2006 verkauft für 137,5 Mio. Dollar. 5
 
Das bedeutet: 3 der 5 teuersten Bilder der Welt sind Werke der abstrakten Kunst. Das ist ein Faktum, dessen man sich bewusst sein sollte, wenn man über Kunst allgemein und über Kunst als Wertanlage nachdenkt.
Mehr Beispiele zu diesem Thema finden Sie unter folgendem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_teuersten_Gem%C3%A4lde
Dazu eine aktuelle Ergänzung auf dem neuesten Stand: Das Online-Magazin »Huffington Post« listet die teuersten Kunstwerke auf, die im Jahr 2013 verkauft wurden: http://www.huffingtonpost.com/2013/12/17/most-expensive-art-2013_n_4454930.html
Gut die Hälfte der 18 gezeigten Werke ist der abstrakten Kunst zuzurechnen. Der Stellenwert dieser Kunstrichtung ist unverändert hoch, die Wertsteigerungen sind zum Teil exorbitant. Was wieder einmal beweist: Öl auf Leinwand kann Zahlen auf bedrucktem Papier (also Papiergeld) als Wertanlage bei weitem übertreffen – vom ästhetischen und intellektuellen Gewinn einmal ganz zu schweigen.
2014 ist ein wichtiges Gedächtnisjahr für die moderne Kunst. Vor 100 Jahren – im April 1914 – unternahmen Paul Klee, August Macke und Louis Moilliet ihre legendäre Tunisreise, die uns einige der bedeutendsten Ikonen der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts bescherte. Nur fünf Monate später fiel August Macke als Soldat in der Champagne, ein sinnloser Tod in einem ebenso sinnlosen Krieg. Auch der Beginn des Ersten Weltkriegs jährt sich 2014 zum hundertsten Mal. Das Grauen des ersten technisierten Massenvernichtungskrieges sollte noch lange in der Kunst des 20. Jahrhunderts nachhallen. Man geht wohl nicht zu weit, wenn man annimmt, dass Maler wie Ernst Ludwig Kirchner, George Grosz, Otto Dix oder Max Beckmann erst durch die traumatischen Fronterfahrungen zu jener Düsternis und Schärfe der Darstellung fanden, die uns noch heute so berührt.

Ebenfalls knapp 100 Jahre ist es her, dass Kasimir Malewitsch sein »Schwarzes Quadrat auf weissem Grund« der Öffentlichkeit präsentierte. Es war die Negation all dessen, was man bisher unter Malerei verstand. Wohl kein anderes Bild veränderte den Blick auf das, was Kunst ist oder sein soll, radikaler als das Schwarze Quadrat. Zwei spannende Ausstellungen in Bonn und Basel widmeten sich im Sommer diesem »Urknall« der Moderne.

Erfreulicherweise gibt es auch am Jahresende eine Fülle interessanter Ausstellungen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Eine (subjektive) Auswahl haben wir im folgenden für Sie zusammengestellt. Der Schwerpunkt liegt auf den vielen Erscheinungsformen der Abstraktion und Reduktion – aber nicht nur. Auch spannende Retrospektiven zur Fotografie und zur Plakatkunst sind zu vermelden, ebenso die Entdeckung zweier in Deutschland bisher sträflich unbekannter Künstler: Augusto Giacometti, ein Meister der Farbe aus der verzweigten Schweizer Künstlerdynastie der Giacomettis, und Florentine Stettheimer, deren farben- und lebensfrohe Bildwelten von ruhelosen Avantgardisten wie Andy Warhol oder Marcel Duchamp heiß geliebt wurden.

Auch auf zwei Dauerausstellungen sei ausnahmsweise verwiesen. Das höchst empfehlenswerte Museum für islamische Kunst im Pergamonmuseum, das uns einen Blick auf einen anderen Kulturkreis schenkt, dessen Kunst in hohem Maße (aber nicht ausschließlich) nicht-figürlich und nicht-gegenständlich geprägt ist. Und ein Besuch der wunderbaren Sammlung Batliner in der Wiener Albertina ist ein Muss für jeden Liebhaber der Kunst des 20. Jahrhunderts. Eine wirklich hochkarätige Sammlung.
 
Amsterdam, Rijksmuseum
Modern Times - Photography in the 20th Century
Bis 18. Januar 2015
Link

Augsburg, Staatsgalerie Moderne Kunst im Glaspalast
Jörg Immendorf - Versuch, Adler zu werden
Bis 17. Mai 2015
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Basel, Museum Tinguely
Poesie der Großstadt - Die Affichisten
Bis 11. Januar 2015
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Berlin, Pergamonmuseum
Museum für Islamische Kunst
Dauerausstellung
Link

Berlin, Bauhaus-Archiv
Sensing the future -
László Moholy-Nagy, die Medien und die Künste
Bis 12. Januar 2015
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Bern, Kunstmuseum
Die Farbe und ich - Augusto Giacometti, ein Schweizer Pionier der Abstraktion
Bis 8. Februar 2015
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Bonn, Kunstmuseum
August Macke und Franz Marc - Eine Künstlerfreundschaft
Bis 4. Januar 2015
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Dallas, Museum of Art
Isa Genzken: Retrospective
Bis 4. Januar 2015
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Düsseldorf, Kunstsammlung NRW, K20
Nach Ägypten! Die Reisen von Max Slevogt und Paul Klee
Bis 4. Januar 2015
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Essen, Museum Folkwang
Monet, Gauguin, van Gogh - Inspiration Japan
Bis 18. Januar 2015
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Frankfurt am Main, Schirn-Kunsthalle
German Pop
Bis 8. Februar 2015
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Kochel, Franz Marc Museum
Henri Matisse . Rupprecht Geiger - Kraft der Farbe
Bis 28. Februar 2015
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Köln, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Die Kathedrale. Romantik - Impressionismus - Moderne
Bis 18. Januar 2015
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London, Tate Britain
Late Turner - Painting Set Free
Bis 25. Januar 2015
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München, Lenbachhaus Kunstbau
Florentine Stettheimer
Bis 4. Januar 2015
Link

Münster, LWL-Museum für Kunst und Kultur
Das nackte Leben. Bacon, Freud, Hockney und andere. Malerei in London 1950 - 80
Bis 22. Februar 2015
Link

New York, MoMA
Henri Matisse: The Cut-Outs
Bis 4. Januar 2015
Link

Paris, Grand Palais
Niki de Saint Phalle
Bis 4. Januar 2015
Link

Stuttgart, Staatsgalerie
Oskar Schlemmer - Visionen einer neuen Welt
Bis 6. April 2015
Link

Turin, Palazzo Chiablese
Avanguardia Russa - Da Malevic a Rodcenko
Bis 15. Februar 2015
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Wien, Albertina
Monet bis Picasso - Die Sammlung Batliner
Dauerausstellung
Link
In jedem 20/21 Newsletter gibt es zum Abschluss eine Zugabe, die das Thema – in diesem Fall abstrakte Kunst – aus einem überraschenden Blickwinkel betrachtet und in einen neuen Kontext stellt. 

Diesmal fällt der berühmte »Blick über den Tellerrand« auf einige der schönsten abstrakten Bilder, die im 21. Jahrhundert geschaffen wurden. Das Besondere daran ist: Sie stammen von dem Umweltsatelliten Envisat der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

Die folgende Abbildung zeigt den Blick aus etwa 800 Kilometern Höhe auf das Tibesti-Gebirge im Grenzland zwischen Libyen und dem Tschad. Diese überwältigende Komposition aus Sand, Salz und Lava, geschaffen von Mutter Erde, haben wir in Charles Harveys wunderbarem Wissenschafts-Blog »Unpopular Science« gefunden. Werfen Sie einen Blick hinein, eine anregende Lektüre ist garantiert: 
http://www.unpopularscience.co.uk/desert-beauty-revealed-from-space/
 
Die ESA hat eine ganze Reihe von Satellitenfotos ins Netz gestellt. 6
Bitte besuchen Sie unbedingt diese virtuelle Galerie:
http://www.esa.int/spaceinimages/Sets/Earth_observation_image_of_the_week
Ein Füllhorn hoch ästhetischer und tief bewegender Motive erwartet Sie. Unsere Erde aus dem Weltall, ohne Grenzen, ohne Ideologien. Man wird demütig angesichts der unfassbaren Schönheit, mit der wir so gedankenlos umgehen.







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