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LOGiNJUS© - ein Newsletter der Gimmler Gruppe Nr. 06 / 2014
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VERANSTALTUNGSHINWEISE OKTOBER 2014

SPECIAL: Erfolg mit Service Level Agreements & KPIs
01.10. Tagungsräume der Gimmler Logistik Stiftung, Koblenz mehr >>

SPECIAL: Spannungsfeld Rampenmanagement
08.10. Tagungsräume der Gimmler Logistik Stiftung, Koblenz mehr >>

SPECIAL: Vergütungsregelungen und Anreizsysteme
11.10. Tagungsräume der Gimmler Logistik Stiftung, Koblenz mehr >>

LOGiNJUS© Tipp des Monats

 

Schnittstelle „interne IT und Logistikleistung“


Kann eine Pflichtverletzung des Auftraggebers bei der vereinbarten Stellung eines IT-Systems dazu führen, dass der gesamte Logistikvertrag durch den Logistikdienstleister fristlos gekündigt wird?

Die Ausgangslage:
Ein Produzent als Auftraggeber (AG) liefert seine Waren weltweit an Abnehmer aus einem von ihm betriebenen, produktionsangrenzenden Lager. Der Betrieb dieses Lagers wird nun an einen Logistikdienstleister (LDL) outgesourced. Der AG verpflichtet sich gegenüber dem LDL, die Software in seinem Lager zu stellen, um diese in das gesamte IT-System seines Unternehmens einzugliedern. Bei der Einführung der Lagersoftware treten im Arbeitsablauf des LDL Probleme auf, die der LDL dem AG anzeigt. Hierdurch kommt es beim LDL zu einem Auflaufen der Aufträge und beim IT-Unternehmen zu erheblichen Verzögerungen Beim LDL kommt es nämlich zu einer stark verzögerten Bearbeitung der Aufträge, das IT-Unternehmen meldet erheblichen Mehraufwand bei der weiteren Programmierung an...
 
 
Die Falle schnappt schneller zu als gedacht...

Das Problem:
Die Schwierigkeit liegt darin, dass es sich um ein Dreiecksverhältnis zwischen dem AG, dem LDL und dem IT-Unternehmen handelt. Das IT-Unternehmen muss die vom AG und vom LDL im Lager geplanten Arbeitsabläufe umsetzen, wobei die Mitwirkung von sämtlichen Parteien erforderlich sein kann (z.B. in der Einspeisung von Stammdaten). Schlechtleistungen oder Verzögerungen seitens des IT-Unternehmens können sich dabei unmittelbar auf die vertragliche Beziehung zwischen AG und LDL auswirken.

So stellt die vertragliche Verpflichtung des AG zur Stellung einer tauglichen und individuell abgestimmten Lagersoftware gegenüber dem LDL eine wesentliche Vertragspflicht dar. Kommt er dieser Pflicht nicht nach, so kann der LDL seinerseits die Logistikleistungen nicht erfüllen. Nach den einschlägigen Regelungen des Werkvertragrechts kann dem LDL hieraus ein außerordentliches Kündigungsrecht entstehen. Dies bedeutet für den AG schlimmstenfalls den Abbruch seiner Logistikkette und u. a. erhebliche Schadensersatzforderungen seiner Kunden.

Lesen Sie hier unsere
Tipps und Lösungen >>
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Das Logistik-Zitat

„Wer die Technik nicht beherrscht, wird von ihr beherrscht.“

Stephan Maus, 2003, Journalist und Autor
LOGiIT© - Vermeiden von Kostenfallen in IT-Verträgen

Zur Vermeidung von Störungen und Verzögerungen bei der Logistikleistung und daraus resultierenden Forderungen bzw. Schäden, haben wir unser Check- und Gestaltungssystem LOGiIT© entwickelt. IT-Verträge, insbesondere auch Vertragsentwürfe, werden auf Schwachstellen und ergänzungsbedürftige Punkte hin überprüft. Außerdem erhalten Sie konkrete Hinweise auf notwendige Änderungen. Darüber hinaus optimieren wir durch unser Vertragsgestaltungs-programm bestehende Vertragsentwürfe oder erstellen neue Verträge mit optimierten Lösungen unter Berücksichtigung von IT- und logistikspezifischen Problemstellungen. Sprechen Sie uns für einen kostenfreien Pre-Check an.
Sprechen Sie Rechtsanwältin M.-K. Raming per E-Mail an >>
 
SPECIAL: Seminar-Workshop - Ausblick November
 

Kostenfalle Logistik-IT


Zeit und Ort: 10. November 2014, Koblenz

Wir freuen uns Ihnen – gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Wolf-Michael Scheid – den nächsten Veranstaltungstermin zur erfolgreichen Einführung, Änderung und Verbesserung von Logistik-IT im Unternehmen bekannt geben zu können.

Zum Inhalt
Basis jeder komplexen logistischen Leistungserbringung ist eine IT-Lösung, welche die logistischen Prozessschritte optimal unterstützt und abbildet. Gerade bei der Einführung einer neuen IT-Leistung kommt es dabei regelmäßig zu unvorhergesehenen Kostenexplosionen. Auch nachträgliche Systemänderungen oder –anpassungen werden durch zunehmende Zugzwang-Lagen zum wirtschaftlichen Risiko.

Optimierte Vertragsgestaltung unter Berücksichtigung der IT-technischen Besonderheiten ist in der Regel die effektivste Prophylaxe. Im ersten Teil des Seminar-Workshops werden die logistisch-betriebswirtschaftli­chen,  fachjuristischen und technischen Grundlagen optimierter Logistik-IT-Verträge erläutert und an praktischen Beispielen dargestellt. Die Teilnehmer werden dabei für typische Fallen in Verträgen von IT-Dienstleistern sensibilisiert. Außerdem werden Möglichkeiten zur Kontrolle und Steuerung von IT-Projekten sowie zur proaktiven Konfliktvermeidung aufgezeigt. Im zweiten Teil werden diese Kenntnisse im Rahmen eines Workshops anhand eines typischen Schwerpunktfalles angewendet. Dabei steht die Gestaltung eines IT-Vertrages mit Service Level Agreements unter Berücksichtigung technischer Aspekte im Fokus. Außerdem lernen die Teilnehmer, besonders kritische vertragliche Regelungspunkte erfolgreich zu argumentieren.

Aufgrund der limitierten Teilnehmerzahl besteht die Möglichkeit, intensiv auf Fragen der Teilnehmer einzugehen. Außerdem haben die Teilnehmer die Mög­lichkeit, im Vorfeld bestimmte logistische Situationen hereinzugeben, die anony­misiert aufgearbeitet und unter Best Practice-Gesichtspunkten gelöst werden.

Weitere Informationen und Anmeldung >>
Unsere Kooperationsreferenten stellen sich vor
 

Drei Fragen an
Prof. Dr. Wolf-Michael Scheid


Was gefällt Ihnen an Ihrer Schiedsgutachter-Tätigkeit am besten?

Am wenigsten gefällt die Tatsache, dass man gefragt ist, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Eine Hilfestellung bei der Prävention wäre sinnvoller. Ich kann aber im Streitfall meine persönliche Fachkunde und vor allem die eigene Lebenserfahrung einbringen. Wer selbst schon alle Positionen als Planer, Projektmanager, Lieferant oder Kunde eingenommen hat, weiß sich in die Positionen der beteiligten Parteien zu versetzen. Das ist hilfreich. Das Zusammenspiel von Technik, Organisation und vor allem dem Menschen hat mich stets interessiert, auch zu vielen Anstößen in der Forschung geführt. Genau dies im Einzelfall zu analysieren, Gründe für Fehler zu erkennen und zu für die Beteiligten angemessene Ergebnisse bzw. Vorschläge zu gelangen, reizt mich und trägt zur Freude an manches Mal schwieriger Arbeit bei.

Welche Punkte sind in der IT und Intralogistik besonders erfolgskritisch?

Erfahrungsgemäß war, ist und bleibt die Realisierung bzw. die Anpassung der IT bei Vorhaben der Intralogistik der „kritische Pfad“ des Projekts, kritisch hinsichtlich Termin, Performance und natürlich letztlich der Kosten. Baugruben, Stahlregale, Räume sind sichtbar, ihre Realisierung auf Basis von Terminplänen vergleichsweise gut nachvollziehbar. Wie misst sich der Fortschritt von Software ? Je konventioneller die Gesamtlösung, desto leichter lassen sich Mängel zunächst kompensieren. Je höher der Automatisierungsgrad - und der langfristige Trend, gerade unter logistischen Zielsetzungen, ist weitere Automatisierung intralogistischer Funktionen – umso schwieriger wird die Prognose des Erfolgs. Die Lösungen sind ja nicht nur für das Jahr der Inbetriebnahme gedacht. Sie sollen sich für 5 bis 15 Jahren als richtig erweisen bei stets steigendem Durchsatz (Wachstum, kleinere Auftragsgrößen, schnellere Auslieferung  etc.).
Jeder Autofahrer weiß, dass die durchschnittliche Geschwindigkeit deutlich kleiner ist als die Spitzengeschwindigkeit. Ich kenne leider Systeme, wo dieses Erfahrungswissen bei der Realisierung intralogistischer Systeme missachtet wurde. Meist wird das deutlich zu spät bemerkt.

Wofür begeistern Sie sich außerhalb der IT- und Intralogistik-Welt?

Meine Frau und ich haben einen großen Freundeskreis aus Schul-, Studien- und Berufszeit, in dem durch die Einbeziehung der jeweiligen Partner die unterschiedlichsten Berufe, Neigungen, natürlich auch Temperamente enthalten sind. Logistik spielt da allenfalls bei der Vorbereitung gemeinsamer Treffen und Veranstaltungen eine Rolle. Wichtiger sind der gewohnt gute Wein, die Pläne für die Wanderung und das Kulturprogramm (meist Kabarett und/oder Musik) und viele gute Gespräche , wenn wir uns beispielsweise bei einem Winzer, der zum Freundeskreis gehört, einmal jährlich treffen – 2015 zum 30. Mal. Daneben gibt es viele andere Anlässe, zumindest Einige aus dem Kreis, der sich auch heute immer noch entwickelt, übers Jahr verteilt zu treffen.
Dies als ein Punkt der breiten Interessen, für die die Zeit doch irgendwie immer als zu knapp erscheint.

Weitere Informationen zu unseren Kooperationsreferenten im Internet >>
Bildnachweise:
Champagner © Manwalk / PIXELIO.de
Mäusefalle © Rainer Sturm / PIXELIO.de
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Geschäftsräume: In den Sieben Morgen 1 c, 56077 Koblenz

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Fax: +49 (0)261 134966 99
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