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LOGiNJUS© - ein Newsletter der Gimmler Gruppe Nr. 04 / 2015
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Logistics & Crime:
Was tun bei Ladungsbetrug und Unterschlagung? >>

Kommende Veranstaltungstermine

Logistikverträge – Grundlagen, Problemstellungen und Optimierungsmöglichkeiten
09.06.-11.06.2015 – BVL Campus, Wiesbaden mehr >>

SPECIAL Seminar-Workshop: Erfolg mit Service Level Agreements und KPIs in der Logistik
17.06.2015 – Gimmler Logistik Stiftung, Koblenz – Weiterer Zusatztermin mehr >>

LOGiNJUS© Tipp des Monats

 

Ladungsbetrug und Unterschlagung
in der Logistik - Ausgewählte Handlungsempfehlungen für Auftraggeber und Spediteure


Ausgangslage
Mit seiner Masterarbeit „Ladungsbetrug und Unterschlagung beim Verkehrsträger Straße in Deutschland“ hat Stefan Siuda ein für die Branche gleichermaßen präsentes wie auch brisantes Thema aufgegriffen. Dieses rückt immer dann in den Fokus der Öffentlichkeit, wenn ganze LKWs oder LKW-Ladungen plötzlich verschwinden. Erste Spuren verlieren sich dabei nicht selten in schwer einsehbaren Zweitmärkten. Erst Ende März wurde via Xing nach einem kompletten Sattelzug gesucht, der in Nordrhein-Westfalen nachts von einem Firmengelände gestohlen wurde. Zum Thema Ladungsdiebstahl gibt es bereits nationale und europaweite Studien, unter anderem der TAPA. Diese unterscheiden die Fälle Ladungsbetrug und Unterschlagung jedoch nur teilweise. Herr Siuda hat daher vorhandene – öffentlich zugängliche – Informationen im Rahmen seiner Abschlussarbeit zusammengetragen und um die Ergebnisse seiner eigenen Studie ergänzt. Dabei stieß er auf interessante Erkenntnisse.
 

Erkenntnisse

1. Arten des Ladungsbetruges und der Unterschlagung
beim Straßentransport

Ladungsbetrug beginnt im Kopf der Täter, die zunehmend professionell organisiert sind. Nach Siuda weisen Betrügernetzwerke sogar teilweise mafiöse Strukturen auf. Die Betrugsfälle sind in der Regel systematisch geplant und in allen Phasen des Transportprozesses anzusiedeln. Zum Teil findet der Betrug bereits bei Erteilung des Auftrages statt, entweder durch bewusste Auftragsvergabe an ausgewählte Frachtführer durch eingeschleuste Disponenten oder durch Beauftragung eines scheinbar vertrauenswürdigen Frachtführers – überwiegend über Frachtenbörsen. In einigen Fällen erfolgt der Betrug/die Unterschlagung auch während des Transportes selbst. Dabei leiten scheinbare Polizei-/Zollbeamte, mutmaßliche Empfänger/Auftraggeber oder eingeschleuste Disponenten den Fahrer für illegale Zwecke um. Auch am Ende der Transportkette kann der Betrug entstehen, wenn sich z.B. ein nicht berechtigter Empfänger als solcher ausgibt.

2. Frachtenbörsen als besondere Gefahrenquelle
Die Studie von Herrn Siuda hat ergeben, dass 26% der befragten Unternehmen bereits Opfer eines Ladungsdiebstahls inklusive Täuschung waren. In über 70% der Fälle erfolgte die Täuschung im Zusammenhang mit Frachtenbörsen. Bei der Beauftragung scheinbar seriöser, jedoch unbekannter, Frachtführer über Frachtenbörsen, sieht Siuda daher die größte Gefahrenquelle für Ladungsbetrug und Unterschlagung beim Verkehrsträger Straße. Frachtenbörsen reagieren auf die Problematik durch mehr oder weniger hohe Zugangskontrollen, die jedoch teilweise auch durch Vorlage gefälschter Dokumente passiert werden können.

3. Ladungsbetrug und Unterschlagung nach Warengruppen
Im Rahmen seiner Studie konnte Herr Siuda u.a. Lebensmittel, Spielgeräte und Metallschrott als besonders gefährdete Warengruppen herausarbeiten. Dies erklärt sich nach Siuda dadurch, dass diese schnell auf Zweitmärkten abgesetzt und zudem kaum nachverfolgt werden können. Allgemein als diebstahlgefährdet erachtete Produkte der Genussmittelindustrie oder Unterhaltungselektronik stehen dagegen weniger im Fokus von Betrügern.

Unsere Tipps inklusive umfangreicher Infografik >>
Das Logistik-Zitat
 
“To improve is to change; to be perfect is to change often.”

Winston Churchill (1874-1965), britischer Staatsmann
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Verleihung des Gimmler Examenspreises

für herausragende Abschlussarbeiten auf dem Schnittstellengebiet Logistik und Recht
 

 
Simone Rechel mit den Preisträgern Stephanie Shah (links) und Stefan Siuda (rechts)
 
Die Verleihung des ersten Examenspreises der Gimmler Logistik Stiftung gGmbH erfolgte am 15. April 2015 im Rahmen des 3. Kontraktlogistik-Symposiums der BVL-Regionalgruppe Mittelrhein. Die Gimmler Logistik Stiftung fördert mit diesem Preis Forschungsvorhaben und insbesondere Abschlussarbeiten auf dem Schnittstellengebiet Logistik und Recht.
 
Dabei werden ausdrücklich nicht rein juristische Arbeiten gefördert. Vielmehr steht die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit relevanten Themen im Fokus. Relevante Themengebiete sind branchenbezogene Gesetzesänderungen und deren Auswirkungen in der Praxis (z.B. Auswirkungen des Mindestlohngesetzes) oder Anforderungen aus der logistischen Praxis, die einen (vertrags-)rechtlich Bezug aufweisen (z.B. Service Level Agreements).
 
Der Preis ist mit 2.000 € dotiert. Außerdem erhält der Preisträger die Möglichkeit seine Abschlussarbeit im Rahmen der Schriftenreihe LOGiSCIENCE© der Gimmler Logistik Stiftung gGmbH kostenfrei zu veröffentlichen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass herausragende Abschlussarbeiten einem möglichst großen Fachpublikum zugängig gemacht werden.
 
Der diesjährige Gimmler Examenspreis geht an Stefan Siuda für seine Masterarbeit zum Thema „Ladungsbetrug und Unterschlagung beim Verkehrsträger Straße in Deutschland“. Eine Veröffentlichung seiner Abschlussarbeit als zweiter Band der Schriftenreihe ist für den Sommer 2015 geplant.
 
Einen Sonderpreis für die beste englischsprachige Arbeit erhält Stephanie Shah für Ihre Masterarbeit zum Thema „The New Air Cargo Security Program ‚KNOWN CONSIGNOR‘“. Der Preis ist mit 300 € dotiert und würdigt die qualitativ hochwertige Auseinandersetzung mit einem anspruchsvollen Schnittstellenthema in englischer Sprache.
 
Die nächste Vergabe des Examenspreises ist für 2016 geplant.
Informationen und Anmeldung unter www.gimmler-gruppe.com/examenspreis
Neues aus der Unternehmensgruppe
 

Gimmler Gruppe auf der transport logistic 2015

 
In diesem Jahr vertreten RA Karl-Heinz Gimmler und Simone Rechel, MBA unsere Unternehmensgruppe am 05. und 06. Mai auf der internationalen Logistikleitmesse transport logistic in München. Nutzen Sie diese Gelegenheit gerne für ein persönliches Treffen und den fachlichen Austausch.

Senden Sie zur Abstimmung einfach eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten und dem Terminwunsch an info@gimmler-gruppe.com
Bildnachweise:
Kompass © Olivier Le Moal - Fotolia.com
Diagramm © Stefan Siuda
Logo transport logistic © Messe München International
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