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LOGiNJUS© - ein Newsletter der Gimmler Gruppe Nr. 10 / 2015
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Spezialausgabe zum 32. Deutschen Logistik-Kongress
'Eine Welt in Bewegung' - die Logistik 4.0  >>

Kommende Veranstaltungstermine

Vergütung in Transport und Logistik
17.11. Gimmler Logistik Stiftung in Koop. mit ZTL - Schulungs- und Beratungs GmbH, Wien (AT)
AUSGEBUCHT - nächster Termin im Februar 2016 bereits in Planung mehr Informationen >>

Transportverträge
19. - 20.11.2015 – BVL Campus, Bremen mehr >>

ADSp am Ende? Geschäftsbedingungen in der Logistik im Umbruch!
01.12.2015 – BVL Campus, Bremen, mehr >>

SPECIAL Seminar-Workshop: Inventurhaftung in der Logistik – Rechtslage und vertragliche Gestaltungsoptimierung für Auftraggeber und Auftragnehmer
02.12.2015 – Gimmler Logistik Stiftung, Koblenz mehr >>

Security in der Logistik - Die sichere logistische Supply Chain
08.12. - 09.12.2015 – BVL Campus, Bremen mehr >>

LOGiNJUS© Tipp des Monats

 

Logistik 4.0 – Komplementäre Entwicklung zur Industrie 4.0 –Typische Lagen und notwendige Gestaltung


Der Grad des vernetzten Arbeitens zwischen unterschiedlichen Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren stark intensiviert. In der Logistikbranche spricht man auch von Logistik 4.0 als Teil von Industrie 4.0. So ist die Software von Kooperationsunternehmen inzwischen so vernetzt, dass automatisch bei Unterschreiten eines bestimmten Lagerbestandes Aufträge ausgelöst werden und das jeweilige Logistikunternehmen automatisch den Auftrag erhält, aus welchem Lager es wann und wo die Güter abzuliefern hat. Im besten Fall wird gar gleich die Fahrtroute inklusive der Pufferzeit für voraussichtliche Verkehrsbehinderungen hinterlegt. Beim vernetzten Arbeiten entstehen jedoch Risiken, die durch vertragliche Vereinbarungen vermieden oder zumindest abgefedert werden können.


Ausgangslage
 
Ein Automobilhersteller möchte mit einem Logistikunternehmen das Efficient – Consumer- Response Konzept (ECR – Konzept) umsetzen, welches durch eine Automatisierung von Prozessen als Teil der Umstellung auf Industrie 4.0 einen Vorteil für den Automobilhersteller verspricht. Über internetfähige Schnittstellen werden die unterschiedlichen Softwaresysteme vom Automobilhersteller mit dem Lagerverwaltungs- und Logistiksystem des Logistikunternehmens verbunden, so dass hierbei der Bedarf des Automobilherstellers am Förderband automatisiert dem Logistik- und Lagerverwaltungssystem des Logistikunternehmens gemeldet wird. Aufgrund dieser automatisierten Bedarfsmeldung ist das Logistikunternehmen vertraglich verpflichtet, binnen 45 Minuten die benötigten Autoteile vom nur 5 km entfernten Lager, welches durch das Logistikunternehmen ebenfalls betrieben wird, direkt an das Förderband für die Produktion durch „Just in Sequence“-Lieferung zu bringen. Zunächst funktioniert alles einwandfrei. Kurze Zeit später updated das Logistikunternehmen sein Lagerverwaltungs- und Logistiksystems, hierbei fällt jedoch niemanden auf, dass dieses Update fehlerhaft ist und die automatische Bedarfsmeldungen vom Automobillieferer nicht mehr empfangen werden können. Nunmehr weiß das Logistikunternehmen gar nicht, dass es Autoteile zu liefern hat und welche Artikel im Einzelnen zu liefern sind.

Durch diesen Kommunikationsausfall gerät die Produktion, die auf die Just in Sequence-Lieferung angewiesen ist, ins Stocken, schließlich bleibt das Band nach 60 Minuten komplett stehen. Natürlich hatte man vorher keine ordnungsgemäße Simulation durchgeführt und Notfalltatbestände nicht gut definiert und vorher geregelt, so fehlte z. B. auch das gute alte „Pufferlager“ in der neuen Industrie 4.0-Fassung, nämlich mit automatisierter Bestandsrevolvierung und Bestands-Update. Vertraglich wurde ein Schadensersatz bei Bandstillstand von 250.000 € je Tag vereinbart, sofern der Grund des Stillstands in der Risikosphäre des Logistikunternehmens liegt. 


Jetzt weiterlesen: alles über Rechtslagen sowie Lösungen und Praxistipps >>
Das Logistik-Zitat
 
“Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.”

Victor Hugo (1802-1885), franösischer Schrifttsteller
Die Gimmler Gruppe auf dem Deutschen Logistik-Kongress
 

 
Der Deutsche Logistik-Kongress ist die wichtigste jährlich ausgerichtete Logistikveranstaltung Europas und einer der zentralen Treffpunkte der Wirtschaft in Deutschland. In diesem Jahr werden über 3.000 Logistik-Teilnehmer aus 40 Nationen erwartet. In diesem Jahr vertreten RA Karl-Heinz Gimmler und Simone Rechel, MBA unsere Unternehmensgruppe vom 28. – 30.10.2015 auf dem 32. Deutschen Logistik–Kongress in Berlin.
 
Nutzen Sie diese Gelegenheit gerne für ein persönliches Treffen und den fachlichen Austausch in der Rheinland-Pfalz Lounge. Senden Sie zur Abstimmung einfach eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten und dem Terminwunsch an info@gimmler-gruppe.com 

Achtung: nur noch wenige Plätze frei! 
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Worst Practice - Geschichten aus dem LOGiLAND – Teil 9
 

Von Gesamtbetriebsvereinbarungen beim Betriebsübergang

 
Es war einmal im fernen LOGiLAND…
…als ein Hersteller von Kosmetikprodukten sein Hochregallager samt hochwertiger IT-Ausstattung in die professionellen Hände eines nicht tarifgebundenen Logistikunternehmens mittels Outsourcing übergab, um sich zukünftig allein auf das Kerngeschäft, der Entwicklung und Vermarktung von hochwertigen Kosmetikprodukten, konzentrieren zu können.

Die Lagermitarbeiter des Kosmetikherstellers waren von dem Gebaren ihres Arbeitgebers nicht begeistert, drohte ihnen durch betriebsbedingte Kündigung der Jobverlust in der gut bezahlten Chemieindustrie, wozu die Kosmetikbranche als Wirtschaftszweig hinzuzählt, denn leider konnte der Hersteller die Lagerarbeiter auch nicht an anderer Stelle im Unternehmen einsetzen. Hilfesuchend und nicht ganz unclever durchsuchte ein Lagerarbeiter die Gesetze des LOGiLandes nach einer Möglichkeit, seinen Arbeitsplatz zu erhalten und fand in § 613a des Bürgerlichen LOGiLand Gesetzbuches sein Heilmittel im Betriebsübergang. Schnell erzählte er seinen Kollegen von der Möglichkeit, wie sie ihren Arbeitsplatz ohne Schlechterstellung behalten zu können, wenn Sie durch Berufung auf den Betriebsübergang zum Logistikunternehmen übergehen.

Das Lager war durch die hochwertige Ausstattung ein betriebsmittelgeprägter Betriebsteil, welches auf das Logistikunternehmen durch ein Rechtsgeschäft übergangen war und identitätswahrend von diesem weitergeführt wurde. Somit lagen alle Voraussetzungen für einen Betriebsübergang vor. Nach der anfänglichen Euphorie des Logistikunternehmens, so schnell gute und eingearbeitete Mitarbeiter bekommen zu haben, stellte sich das Geschäft mit dem Kosmetikhersteller schnell als Minusgeschäft heraus, forderten die neuen Mitarbeiter nicht nur den höheren Lohn und Sonderzahlungen der Chemieindustrie, sondern auch zusätzliche betriebliche Altersvorsorgeleistungen, welche in einer Gesamtbetriebsvereinbarung des Herstellers dank einer Öffnungsklausel des angewendeten Tarifvertrages geregelt waren. Selbstverständlich lehnte das Logistikunternehmen die Regelungen aus der Gesamtbetriebsvereinbarung ab, betraf sie schließlich nur den Hersteller. Doch musste das Logistikunternehmen schnell einsehen, dass es sich auf dem Holzweg befand, denn die höchste arbeitsgerichtliche Rechtsprechung des LOGiLandes urteilte in einem ähnlichen Fall, dass die Gesamtbetriebsvereinbarung als Einzelbetriebsvereinbarung samt der dortigen Regelungen auf den neuen Betriebsinhaber übergeht, wenn ein Betrieb unter Wahrung seiner Identität dort weitergeführt wird. Auch der Versuch, die durch Betriebsübergang erhaltenen Mitarbeiter zu kündigen und so den hohen Ausgaben einen Riegel vorzuschieben, schlug fehl, genossen die übergegangenen Mitarbeiter doch den besonderen gesetzlichen Kündigungsschutz beim Betriebsübergang.

Leider hatte das Logistikunternehmen vergessen, im Vertrag eine Regelung über die Erstattung der nunmehr viel höheren Kosten beim Betriebsübergang mit dem Kosmetikhersteller zu treffen.

Was dann geschah, ist sehr vorhersehbar und dennoch allzu gräulich, um hier erzählt zu werden. Eines war jedoch sicher: Fortan traf das Logistikunternehmen vorsorglich Vereinbarungen über die Kostenerstattung bei einem Betriebsübergang.

Und die Moral von der Geschicht: Das Outsourcing ist nicht immer für alle ein gutes Geschäft.
Interview mit RA Karl-Heinz Gimmler
 

LOGi 4.0© - Das Beratungsprodukt des Monats

 
Herr Gimmler, die Gimmler Rechtsanwaltsgesellschaft mbH ist in der Fertigstellung eines Check- und Beratungsproduktes LOGi 4.0©. Worum geht es dort?

Für Logistiker besteht ein hoher betriebswirtschaftlich-logistischer wie auch ein hoher vertragsrechtlicher Bedarf, um den Anforderungen, die an eine zur Industrie 4.0 passende Logistik 4.0 gestellt werden, gerecht zu werden. Dies wirft neben Vertrags- und Gestaltungsfragen vor allem u. a. auch Haftungs- und Risikofragen auf, die meist nicht gesehen werden und fast nie versicherungstechnisch abgebildet sind.

Was bietet LOGi 4.0©?
In der Gimmler-Gruppe ist ein Check- und Gestaltungsmodul „LOGi 4.0©-Check“ in Fertigstellung. Hier wird gecheckt, ob die vertragliche Regelung die Logistik 4.0- und Industrie 4.0-Voraussetzungen erfüllt, nämlich insbesondere robuste, nicht kaputtbare Logistik, flexible und wandelbare Anforderungen und möglichst automatische, nicht störbare Abläufe, die produkt- oder kundengesteuert arbeiten. Dazu werden je nach modularer Ausgestaltung die betriebswirtschaftlichen Prozesse und / oder die vertragliche bzw. sonstigen rechtlichen Grundlagen gecheckt.

Können Sie ein Beispiel nennen?
Der gute alte Change Request ist für Industrie 4.0 schlicht ungeeignet, weil hier zwei autonome Partner zusammenwirken und sich ggf. in längeren Verhandlungen finden müssen, im schlimmsten Falle auch nein sagen können. Industrie 4.0 verlangt aber einen Quantensprung an auch vertraglich abzubildender Flexibilität, Sicherheit und Automatisierung.

Haben Sie eine Einführungsaktion geplant?
Für die ersten 3 Kunden bieten wir unsere Best Practice-Beratung zum halben Flatrate-Preis an. Die Flatrate beginnt je nach Konfiguration im dreistelligen Euro-Bereich.

Für wen eignet sich das Beratungsprodukt LOGi 4.0©?
Nun – sehr einfach, für jeden, der die Logistik 4.0 anbietet oder der Industrie 4.0 mit der logisch zwingenden Einbeziehung der Logistik plant oder einführt.
 

Sprechen Sie uns gerne telefonisch oder per E-Mail
für einen kostenfreien Pre-Check an >>

Bildnachweise:
Bild Industriebanner 4.0 © Fotohansel – www.fotolia.com
Bild Change © Creative soul – www.fotolia.com
Foto Gimmler © Gimmler Gruppe
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Sitz der Gesellschaft: Schützenstr. 68, 56203 Höhr-Grenzhausen
Geschäftsräume: In den Sieben Morgen 1 c, 56077 Koblenz

So erreichen Sie uns:
Telefon: +49 (0) 261 134966 0
Fax: +49 (0)261 134966 99
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