Copy
LOGiNJUS© - ein Newsletter der Gimmler Gruppe Nr. 06 / 2015
E-Mail im Browser öffnen

Das oft unterschätzte Zeitproblem in der IT- Logistik – Praxistipps bei Verzug im Softwareanpassungsvertrag  >>

Kommende Veranstaltungstermine

Logistikimmobilien in Häfen– Ausschreibungen und Nutzungsverträge
23.09.2015 – Gimmler Logistik Stiftung in Kooperation mit BÖB e.V., Koblenz mehr >>

Internationales Transport- und Logistikvertragsmanagement
29.09. – 30.09.2015 – BVL Campus, Ratingen mehr >>

LOGiNJUS© Tipp des Monats

 

Das oft unterschätzte Zeitproblem in der IT- Logistik – Praxistipps für Auftraggeber und Dienstleister zum Thema Verzug im Softwareanpassungsvertrag


Ausgangslage
Die Modernisierung der IT-Landschaft kann im Bereich der Lagerlogistik zu hohen Zusatzkosten und gar zu Verlusten führen, wenn die neue IT nicht rechtzeitig und funktionsfähig vom Softwareunternehmen bereitgestellt wird. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Logistiker beauftragt bei einem Softwareunternehmen die Anpassung einer Lagersoftware an seine Bedürfnisse mit einem vertraglich festgelegten Fertigstellungstermin zum 31.05.2015. Diesen Termin hält das Softwareunternehmen wegen fehlender IT-Mitarbeiter nicht ein, die Software ist am 31.05.2015 nicht abnahmereif. Dadurch kann der Logistiker die Lagerhaltung nur mit zusätzlichem Personal und damit verbundenen Kosten von 10.000 € die Woche sicherstellen. Zudem entgeht ihm dadurch ein wichtiger Auftrag, der eine Gewinnmarge von 250.000 € versprach.

Hier stellt sich die Frage, welche rechtlichen Ansprüche der Lagerlogistiker gegenüber dem Softwareunternehmen hat und wann er von diesem beispielsweise Schadensersatz für seine Verluste verlangen kann.


Ohne IT ist die chaotische Lagerhaltung eine Chaoslagerhaltung
 
Rechtlicher Hintergrund
Bei einem solchen Softwareanpassungsvertrag handelt es sich in der Regel um einen Werkvertrag nach §§ 631 ff BGB, obgleich das Softwareunternehmen zum Nachteil des Auftraggebers oft Dienstvertragsrecht vereinbart. Die Software war am 31.05.2015 nicht funktionsfähig und somit noch nicht nach § 640 I BGB abnahmereif. Die gesetzlichen Ansprüche ergeben sich daher nicht aus dem werkvertraglichen Mängelrecht, sondern aus den allgemeinen Regelungen des BGB für Verträgen, so das OLG Düsseldorf, Urteil v. 14.03.14 – I-22 U 134/13.
Das Softwareunternehmen befand sich ab dem 01.06.2015 in Verzug. Für den Verzug ist auch allein das Softwareunternehmen verantwortlich, da die Ursache der fehlenden Mitarbeiter in seinem Risikobereich liegt. Auf Grund des Verzugs kann der Logistiker nach § 280 II BGB Verzugsschadensersatz fordern, also die 10.000 € pro Woche für das zusätzliche Personal und auch den entgangenen Gewinn von 250.000 €.
 
Unsere Praxistipps für Auftraggeber und Dienstleister >>
Das Logistik-Zitat
 
“In der Logistik wird wohl nirgends so viel Geld verbrannt wie bei Logistik-IT-Projekten.”

Karl-Heinz Gimmler, 2014
Share
Tweet
+1
Share
Forward

LOGiIT® – Das Vertragssystem für die Logistik-IT

 

 
Zur Vermeidung von Störungen und Verzögerungen bei der Logistikleistung und daraus resultierenden Forderungen bzw. Schäden, haben wir unser Check- und Gestaltungssystem LOGiIT® entwickelt. IT-Verträge, insbesondere auch Vertragsentwürfe, werden auf Schwachstellen und ergänzungsbedürftige Punkte hin überprüft. Außerdem erhalten Sie konkrete Hinweise auf notwendige Änderungen. Darüber hinaus optimieren wir durch unser Vertragsgestaltungsprogramm bestehende Vertragsentwürfe oder erstellen neue Verträge mit optimierten Lösungen unter Berücksichtigung von IT- und logistikspezifischen Problemstellungen.

Sprechen Sie uns gerne per E-Mail für einen kostenfreien Pre-Check an: info@gimmler-gruppe.com oder nutzen Sie unsere neue LOGiNJUS-Sprechstunde am Dienstag, den 07. Juli 2015, von 10:00 bis 11:00 Uhr. Wir checken innerhalb von 15 Minuten kostenfrei, ob sich eine weiterführende Beratung – z. B. in Form eines Vertragschecks – in Ihrem Fall für Sie lohnt. 
Neues aus der Unternehmensgruppe
 

Drei Fragen an Sabrina Schubert, LL.M.

 
Was gefällt Ihnen an der Tätigkeit bei der Gimmler Unternehmensgruppe?
Bei der Gimmler Unternehmensgruppe liegt mein Schwerpunkt in der Vertragsprüfung und -gestaltung. So wirke ich bei der Beratung und Gestaltung zu Logistikimmobilienmietverträgen und Logistik- IT-Verträgen mit. Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Absicherung von Mindestlohnrisiken und ähnlich gelagerter Auftraggeberhaftungen in der Logistik. Hier habe ich das Optimierungssystem LOGiMiLoG mitentwickelt, bei dem wir die Risiken für Auftraggeber auf ein Minimum begrenzen können. Ich schätze es sehr, mich bei der Gimmler Unternehmensgruppe spezialisieren zu können und ich arbeite auch sehr gerne in einem netten Team.

Wie war Ihr Weg zur Gimmler Unternehmensgruppe?
Nach einer Ausbildung zur Industriekauffrau und einigen Berufsjahren als Buchhalterin habe ich im September 2014 mein rechtswissenschaftliches Studium mit Schwerpunkten im Wirtschaftsrecht mit dem Master of Laws abgeschlossen. Seit März diesen Jahres unterstütze ich nun das Gimmler-Team.

Was unternehmen Sie gerne außerhalb des Berufslebens?
Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meinem Mann und meiner kleinen Tochter.  Außerdem treibe ich gerne Ausdauersport. Mindestens einmal die Woche gehe ich laufen. In den Frühjahrs- und Herbstmonaten nehme ich dann auch gerne mal an Volksläufen teil. 
Bildnachweise:
Bild Mann im Lager © Kadmy - Fotolia.com
Bild Email Telefon Kontakt © fotomek - Fotolia.com
Foto Schubert © Gimmler Gruppe            
© 2014 - 2015 Gimmler Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Sitz der Gesellschaft: Schützenstr. 68, 56203 Höhr-Grenzhausen
Geschäftsräume: In den Sieben Morgen 1 c, 56077 Koblenz

So erreichen Sie uns:
Telefon: +49 (0) 261 134966 0
Fax: +49 (0)261 134966 99
E-Mail: info@gimmler-gruppe.com

Impressum >>

Von diesem Newsletter abmelden    Ihre Einstellungen ändern

Email Marketing Powered by Mailchimp