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In der Ausgabe vom 31. 07. 2019 :

Selfpublishing-Umfrage 2019: Die Auswertung (Teil 4) – Wer bin ich?

Von Matthias Matting, geschrieben am 31. 07. 2019
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Wer sind sie, die Selfpublisher, und wie sehen sie sich un ihre Zukunft? Das wird der vierte und letzte Teil der Auswertung verraten.

Frage 28: Wie sehen Sie Ihre Position als Autorin/Autor?

Den meisten Befragten geht es aus Autorensicht heute deutlich besser als 2010. Den Vergleich zum Vorjahr sieht die Mehrheit eher neutral. Aber Selfpublisher sind optimistisch – 42 Prozent erwarten für die Zukunft, dass es ihnen „besser“ oder „sehr viel besser“ gehen wird.

Unter den AutorInnen mit mindestens 2000 Euro Umsatz liegt die Antwort „Sehr viel besser“ für 2010 bei sensationellen 60 Prozent. Für 2018 und die Zukunft liegt sie auf mittlerem Niveau.

Frage 29: Wie veröffentlichen Sie Hörbücher / Audiobooks hauptsächlich?

Hörbücher – weltweit ein stark wachsender Markt. Selfpublisher haben es hier noch schwer, was auch daran liegt, dass die Produktion relativ teuer ist. Entsprechend fallen hier die Antworten aus – zwei Drittel kümmern sich noch gar nicht um das Thema. ACX soll in Deutschland ja in Vorbereitung sein, das dürfte dann einiges ändern.

Von den kommerziell erfolgreichen AutorInnen gibt ein Viertel an, Hörbücher über Audible oder Verlage zu veröffentlichen. Tatsächlich erwirbt Audible ja zielgerichtet als E-Book erfolgreiche Buchrechte. Immerhin jeder zehnte lässt sogar auf eigene Rechnung produzieren.

Frage 30: Lesen Sie Bücher anderer Self Publisher?

Der Anteil der Indies, die Bücher anderer Selfpublisher regelmäßig lesen, ist deutlich gefallen. Was heißt das über ihr Selbstverständnis? Interessant: unter den „Profis“ mit mehr als 2000 Euro Monatsumsatz liegt der Anteil derer, die regelmäßig Bücher anderer Indies lesen, fast doppelt so hoch wie im Mittel.

Frage 31: Schreiben und Veröffentlichen sind für Sie Hobby oder Beruf?

Immerhin 60 Prozent der Umfrageteilnehmer schreibt beruflich – oder beabsichtigt, irgendwann so weit zu sein. 15 Prozent geben an, schon heute in Vollzeit zu schreiben – wobei nur maximal 10 Prozent auch schon mindestens 2000 Euro im Monat erwirtschaften. 63 Prozent der beruflich selbst Publizierenden sind weiblich, weibliche Umfrageteilnehmer tendieren also eher dazu, aus dem Hobby einen Beruf zu machen.

Vier von fünf der Selfpublisher mit aktuellem wirtschaftlichem Erfolg üben das Schreiben als Vollzeit-Job aus, 19 Prozent als Teilzeit-Beruf. Nur insgesamt drei Befragte haben angegeben, es trotz der signifikanten Einnahmen beim Hobby belassen zu wollen.

Frage 32: Nutzen Sie beim Veröffentlichen ein Pseudonym?

Die Verwendung von Pseudonymen ist weit verbreitet. Im Mittel setzen 39 Prozent der Teilnehmer darauf. Unter weiblichen Selfpublishern ist es sogar mehr als die Hälfte.

Drei Viertel aller Berufs-Schreiber nutzen ein Pseudonym, die eine Hälfte das gleiche für jedes Genre, die andere wechselt das Pseudonym mit dem Genre.

Frage 33: Wie alt sind Sie?

Wir werden alle älter. Das sieht man auch an der Selfpublishing-Umfrage. Der Anteil der unter 18-Jährigen ist inzwischen minimal, dafür hat sich seit 2016 der Anteil der über 75-Jährigen verdoppelt. Im Mittel sind die Umfrage-Teilnehmer ziemlich exakt 50 Jahre alt.

Beschränkt man sich auf die weiblichen Teilnehmer, sinkt der Altersschnitt auf 45 Jahre. Unter den kommerziell erfolgreichen Autoren und Autorinnen liegt der Schnitt noch ein Stück niedriger, nämlich bei 43 Jahren.

Frage 34: Welches Geschlecht haben Sie?

Unter den Umfrage-Teilnehmern sind die Geschlechter etwa gleich vertreten. Unterschiede lassen sich allerdings bei zahlreichen Fragen (s. dort) feststellen.

Frage 35: Wie hoch ist Ihr monatliches Haushaltsnettoeinkommen?

Das mittlere Haushaltsnetto-Einkommen liegt bei den Umfrageteilnehmern bei 3115 Euro. Bei den weiblichen Teilnehmern ist es etwas niedriger (2986 Euro), bei den kommerziell erfolgreichen Selfpublishern mit 4880 Euro deutlich höher.

Beschränkt auf Einpersonen-Haushalte liegt das Haushaltsnetto von Selfpublishern bei 2014 Euro (bundesweit 2017: 1666 Euro), bei Vierpersonenhaushalten liegt es bei 3854 Euro (bundesweit 2017: 3498). Man kann also sagen, dass Selfpublisher eher zu den Besserverdienern gehören. Ob das eine (guter Haushaltsverdienst) die Voraussetzung für das andere (Schreiben) ist oder umgekehrt, das verrät die Statistik nicht.

Frage 36: Wieviele Personen umfasst der Haushalt, in dem Sie leben?

Zwei Drittel der Selfpublisher leben in Ein- und Zwei-Personen-Haushalten. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist dieser Anteil signifikant gewachsen.

Frage 37: Welches ist Ihr höchster Bildungsabschluss?

Jeder zehnte Umfrageteilnehmer dürfte sich einen Doktortitel auf das Cover setzen. Drei Viertel haben die Hochschulreife. Man kann allerdings klar sagen, dass formale Bildung den kommerziellen Erfolg nicht begünstigt. Unter den wirtschaftlich erfolgreichen AutorInnen hat nur jeder 40. einen Doktortitel und es gibt niemanden mit Hauptschulabschluss, ansonsten unterscheiden sich die Quoten nicht vom allgemeinen Mittelwert. Geschlechtsbezogen sind beim Bildungsgrad keine Unterschiede feststellbar.

Das war’s! Herzlichen dank noch einmal allen Teilnehmern. Es war sehr spannend, die Antworten auszuwerten. Wir lesen uns hoffentlich 2020 wieder! In einem kommenden Beitrag werde ich noch die Wünsche der Teilnehmer veröffentlichen, wie das Selfpublishing sich weiterentwickeln kömnte.

Der erste Teil der Umfrage befasst sich mit Umsätzen, Erfahrung und Ausgaben. Im zweiten Teil geht um Dienstleister und ihre Bewertung. Der dritte Teil befasst sich mit Vermarktung, Rezensionen und Outsourcing.

Frühere Umfragen: 20132014, 20152016 und 2018.

 

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