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Infolettre Nr. 28, April 2021

Verwaltung der Urheberrechte für Bühnen- und audiovisuelle Werke
"Ma cuisine intérieure", Text und Interpretation Brigitte Rosset. Regie Christian Scheidt.
Produktion und Uraufführung Amaryllis 17, Koproduktion Théâtre Benno Besson/Théâtre le Crève-Coeur.
Foto: Laura Gilli

 
 

Editorial

 
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Genossenschafterinnen und Genossenschafter,

Soll man sich über ein paar erblühende Knospen freuen oder den anhaltenden Frost beklagen? In diesem Zwiespalt befindet sich der Kultursektor nach der Ankündigung der «Lockerungen» am 14. April.
 
Natürlich neigt man dazu, den Lichtblick zu bevorzugen nach dieser langen dunklen Zeit, während der unsere Verbände der Politik unermüdlich die wirtschaftlichen Eigenheiten der kulturellen Aktivitäten erklärten. In diesen Monaten sah man einige Persönlichkeiten Selbstmarketing mit bescheidenen, in der vergangenen Parlamentssession errungenen Erfolgen betreiben, wobei weniger Verspätung bei der Auszahlung von Entschädigungen in «Vorschüsse» umgeworded wurde. Marketing ebenfalls die schönen Versprechen in den Pressekonferenzen, die dann in den Finanzabteilungen kläglich zusammenschrumpften. Marketing nach wie vor das plötzliche Interesse der Mitte-Rechts-Parteien an der Wiederaufnahme der Kulturveranstaltungen, während sie im Parlament geschlossen die urheberrechtlichen Vergütungen torpedieren, welche die Hotelbranche den Kulturschaffenden zahlen soll. Merkwürdig schliesslich die laue Haltung der Parteien, die man seit jeher für kulturfreundlich hielt, die aber wenig Bewusstsein für die Mechanismen unseres Ökosystems zeigen und sein Verkümmern schweigend hinnehmen.
 
Trotz aller Vorbehalte, welche die SSA gegenüber diesen Lockerungsmassnahmen mit ihren Partnerorganisationen teilt, insbesondere in den wenig oder gar nicht subventionierten Sektoren: Sie wird ihre Ansprechpersonen auf dem Weg der Kulturwiederbelebung begleiten – mit der grösstmöglichen Flexibilität aber unter Beachtung der notwendigen Fairness gegenüber den Urheberinnen und Urheber, deren Interessen sie vertritt.
 
Jürg Ruchti
Direktor der SSA


P.S.: Die Arbeitsräume, welche die SSA zur Verfügung stellt, sind wieder offen und können reserviert werden unter https://ssa.ch/de/leistungen/arbeitsraeume/

 

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Was ein Urheber schrei(b)t
 

«Prekarität gehört sowieso zu meinem Leben, aber mit Corona wurde sie schwindelerregend.»

Rémi De Vos, Theaterautor, in Le Monde, 30.11.20
 
Publikation:                                                                                   
Société Suisse des Auteurs, société coopérative (SSA)
 
Redaktion:
Jürg Ruchti und Nathalie Jayet

Mitarbeit an dieser Ausgabe:
David Busset, Carlo Capozzi, Sandra Gerber, Nalini Menamkat

Allgemeine Hinweise                                             

Kontakt







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